Wieso kein kurzer Tunnel zum neuen Sälipark?

Auf der rechten Stadtseite formiert sich Widerstand gegen das Projekt Sälipark2020. Diskutiert werden die Verkehrsführung und der allfällig wegfallende Wochenmarkt zwischen dem Bifang- und Gewerbeschulhaus. Schade, denn das Projekt Sälipark2020 muss fristgerecht realisiert und umgesetzt werden, weil es das Säliquartier belebt und den Gewerbestandort Olten stärkt. Gleichzeitig bietet es dem Investor Giroud Olma eine Entwicklungsmöglichkeit.

Wieso also die Einfahrt zum neuen Parkhaus des neuen Sälipark2020 nicht gleich auf den Bifangplatz vorziehen und die rund 50 Meter Wegstrecke bis zum Sälipark in einem Tunnel unterirdisch zurücklegen? Die Vorteile wären:

  1. Saubere und einfache Zufahrt für Autofahrer ab Bifangplatz
  2. Eine autofreie Bifangstrasse.
  3. Sichere Verkehrsfläche für Schüler des Bifangschulhauses mit sicherer Veloquerung oberirisch aus den Quartieren mit komfortabler Zufahrt zum neuen Sälipark2020.
  4. Freie Nutzung der Verkehrsfläche für den Markt und Events wie die Mio Olten und weitere mögliche Angebote.
  5. Zukunftsgerichtete langfristige Lösung für die Verkehrsfrage Sälipark.

parkhaus-baseltor_96670Wie eine solche unterirdische Zufahrt aussehen könnte, zeigt die Stadt Solothurn am Beispiel des Parkhauses Baseltor. Die Zufahrt wurde unaufdringlich mit Bäumen gestaltet und der Individualverkehr verfügt seither über eine hervorragende Zufahrt zu einem perfekt gelegenen Parkhaus gleich vor den Toren der Stadt. Wieso also eine solche Lösung nicht im Rahmen des Gestaltungsplans Sälipark2020 vorsehen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Dem Investor ein noch attraktiveres Konzept vorschlagen, die Einsprachen elimnieren und gleichzeitig eine nachhaltige und langfristige Lösung für die Verkehrsanbindung ab der rechten Stadtseite sicherstellen ohne das Bauprojekt zu verzögern? Der Verkehrsclub VCS liegt falsch, wenn er eine einzige Zufahrt zum neuen Sälipark ab dem Sälikreisel fordert, denn damit würden fast sämtliche auf der rechten Stadtseite gelegenen Quartiere von einer einfachen und attraktiven Zufahrt ausgeschlossen und der Einkaufsverkehr von Starrkirch-Wil, aus dem Meierhofquartier und aus Richtung Dulliken zu unnötigen Umwegfahrten gezwungen.

Ende des Status quo dank „PPP“?

Knappe Mittel und maximale Pro-Kopf-Verschuldung limitieren den Handlungsspielraum der Stadt

Olten  leidet wie gegenwärtig viele öffentliche Haushalte unter knappen finanziellen Mitteln. Zudem sind die Möglichkeiten einer weiteren direkten Schuldenaufnahme nur sehr begrenzt. Daher werden viele Infrastrukturvorhaben auf Eis gelegt und der Investitionsstau wird immer offensichtlicher. Trotzdem werden von Parlamentsmitgliedern laufend neue Projekte auf die politische Traktandenliste gesetzt. Die Planungswut der Visionäre im Parlament ist seit Jahren grenzenlos. Selbst auf dem privaten Grundstück in Olten-Süd-West wurde kürzlich eine  Volksmotion mit dem Ziel „Sportstädten ins Süd-West Quartier“ lanciert. Realisiert und konkretisiert wurde dagegen in Olten auch zu Zeiten mit einem intakten Finanzhaushalt nur sehr wenig. Der Stadt blieben unter dem Strich also allzu oft nur die Planungskosten.

Alternative Finanzierungsmodelle ermöglichen die Umsetzung wichtiger Infrastruktur-Projekte trotz knappen finanziellen  Mitteln

Einen passablen Weg, die offenkundige Entwicklung der Stadt aufgrund der Schuldenlast nicht über mehrere Jahre auf die lange Bank zu schieben, stellen Public-Private-Partnerships (PPP) Finanzierungen dar. An den Wahl-Podien mit den 10 Stadtratskandidaten sorgten diese alternativen Finanzierungsmodelle für Gesprächsstoff. Die Rot-Grüne Mehrheit im Stadtrat von Olten erkennt darin aber nur „Teufelszeug zum Vorteil privater Investoren“. Das Gegenteil beweist aber die höchst verschuldete Stadt Biel unter Führung des heutigen Ständerats und ex-SP-Stadtpräsident Hans Stöckli. Unter seiner Führung konnte dank privaten Investoren mit einer Public-Private-Partnership-Struktur  kürzlich die Tissot-Sport-Arena in Biel den Betrieb aufnehmen. Die linke Mehrheitsregierung Oltens verwirft diese Lösungsansätze und Finanzierungsmodelle aber prinzipiell.

Charakteristika von Public-Private-Partnerships (PPPs) und weitere Möglichkeiten zur Reduktion der Schuldenlast und erhöhtem Gestaltungsraum 

Man kann es vorwegnehmen: eine klare Definition, worin eine solche Partnerschaft überhaupt besteht, gibt es nicht. In wesentlichen Teilen bestimmen vertragliche Vereinbarungen der öffentlichen Hand mit dem privaten Investor die Zusammenarbeit, wobei projektspezifische Faktoren die Partnerschaft massgeblich prägen. PPPs sind aber viel mehr als reine Finanzierungsmodelle. Sie stellen einen umfassenden Organisations- und Beschaffungsansatz dar. Schlussendlich geht es darum, dass die Aufgaben und Risiken derjenige trägt, der sie am effizientesten bewältigen kann. Im gegenwärtigen Zinsumfeld bieten sich als Alternative für die Reduktion der Verschuldung der Stadt neben PPPs auch andere Lösungen, wie die Veräusserung von Beteiligungen oder die Trennung von nicht zentralen Anlagewerten, an.

Drei konkrete Public-Private-Partnership (PPP)  Erfolgsgeschichten 

Die bemerkenswerteste PPP-Lösung in der Schweiz ist das seit 2002 bestehende Verwaltungszentrum Neumatt in Burgdorf. Hier hat der Kanton Bern für rund 150 Millionen Franken 19 verschiedene Dienststellen von der Kantonspolizei über das Steueramt bis zum Regionalgefängnis mit rund 450 Arbeitsplätzen zusammengefasst. Umgesetzt wurde das sogenannte Inhabermodell. Planung, Bau, Finanzierung und Teile des Betriebs für die Gebäude und Anlagen werden über 25 Jahre an eine Projektgesellschaft übertragen. Diese erhält dafür ein sogenanntes Nutzungsentgelt, mit dem die Investitions- und Finanzierungskosten sowie die Unterhalts- und Betriebskosten vergütet werden. Nach Ablauf der Vertragsdauer gehen alle Liegenschaften in betriebsbereitem, genau definiertem Zustand ohne weitere Abgeltung an den Kanton Bern über. PPP-Projekte gibt es auch im Bereich der Sportinfrastruktur. So wurde die oben erwähne Tissot Arena in Biel in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Biel und privaten Unternehmen realisiert. Unter einem Dach sind zwei neue Sportstadien mit Eisfeld und Curling-Halle entstanden. Auch die Sportarena Allmend in Luzern, zu der unter anderem das neue Stadion des FC Luzern gehört, ist Resultat einer öffentlich-privaten Partnerschaft. PPP-Modelle kommen aber nicht nur bei grösseren Bauvorhaben zum Tragen. So funktioniert auch das automatische Veloverleih-System der Stadt Zürich nach diesem Prinzip. Als privater Partner für Planung, Aufbau, Betrieb und Finanzierung der 100 Stationen hat sich die Postauto-Tochter Publi-Bike gegen fünf weitere Bewerber durchgesetzt. Im Ausland sind beispielsweise oft Autobahnen (Frankreich: Eigentum Staat oder privat; teilwiese nur operative Leistungen delegiert) oder Parkhäusern als PPPs strukturiert. Insbesondere in England und Australien sind PPPs auch beim Bau von Schulhäusern, Kindergärten und Spitälern sehr verbreitet.

Ein neues Schulhaus, Turnhallen und die Aufwertung des Aareraums (ehem. Projekt „andaare“) sind jetzt umzusetzen – der Bedarf ist da

Stadtpräsident Martin Wey hat sich kürzlich für ein Parkhaus in der Rötzmatt ausgesprochen. Dieser Vorschlag könnte durchaus Sinn machen. Damit würde die Schützi autofrei, was auch dem SR-Kandidaten der Jungen SP Simon Gomm vorschwebt. Eine solche Parkhaus-Lösung würde eventuell gar der Erstellung eines neuen Schul-, Sport- und Schwimm-Zentrums in der Schützi neben der Badi den Durchbruch ermöglichen! Aufgrund des absehbaren Wegfalls der Giroud-Olma Turnhallen besteht somit effektiv ein dreifacher Handlungsbedarf. Das Parkhaus sowie ein Schulhaus mit zusätzlichen Sportanlagen und allfälliger Mantelnutzung wäre via PPP Finanzierung umsetzbar. Visionen gibt es viele – aber diese konkreten Probleme müssen jetzt gelöst werden. Es eilt nun also, denn die Kinder im Hübeli warten bald „draussen vor  der (Schulhaus-)Türe“. Eine wesentliche Voraussetzung zum Gelingen sind aber 5 Stadträte, die jetzt gemeinsam für eine kompromisslose Umsetzung mit innovativen Finanzierungslösungen einstehen. PPPs könnten einen Teil der Lösung sein. Oder wollen wir wieder 4 Jahre „Status quo“?

Olten-Basel: SBB Strecke an zwei Wochenenden für Verkehr gesperrt

Die SBB erneuert an den Wochenenden vom 25./26. Februar und 4./5. März 2017 sechs Weichen in Tecknau. Die intensiven Arbeiten verursachen einen geänderten Fahrplan, Umleitungen und längere Reisezeiten zwischen Basel und Olten. Die SBB bittet Reisende, den Online-Fahrplan zu beachten. Die Strecke zwischen Olten und Gelterkinden ist an beiden Wochenenden für den Zugverkehr komplett gesperrt. 

Die SBB unterhält eines der am meisten befahrenen Bahnnetze der Welt. Was so intensiv genutzt wird, muss entsprechend gepflegt werden. Deshalb erneuert die SBB in Tecknau auf der Linie Olten–Basel an den beiden Wochenenden vom 25./26. Februar und 4./5. März 2017 sechs Weichen.

An den beiden Wochenenden vom 25./26. Februar und 4./5. März ersetzen Bauteams jeweils drei rund 24 Tonnen schwere Weichen, den Schotter und passen die Fahrleitungs- und Stellwerkanlagen an. Um die Arbeiten rasch und möglichst kostengünstig ausführen zu können, ist die Strecke zwischen Olten und Gelterkinden an den beiden Wochenenden für den Zugverkehr komplett gesperrt.

Die Sperrungen haben jeweils von Samstag, Betriebsbeginn, bis Sonntag, Betriebsende, einen angepassten Fahrplan Olten–Basel, Zugsausfälle, Umleitungen, frühere Zugsabfahrten und längere Reisezeiten zur Folge. Die Kosten für die Weichenerneuerung in Tecknau belaufen sich auf 2,8 Millionen Franken.

Gewerbe Olten prüft Stadtratskandidaten auf Herz und Nieren

Das Gewerbe Olten hat die Bevölkerung zum Stadtratskandidaten-Hearing ins Oltner Magazin eingeladen. Rund 50 Personen sind der Einladung gefolgt und durften auf erfrischende Art und Weise ein paar Fakten von den Kandidierenden erfahren. Die wichtigsten Äusserungen sind auf http://www.twitter.com/olten nachzulesen.

Das müssen Sie wissen:

  • Der Baudirektor Thomas Marbet SP wünscht sich kostenloses WLAN in der Innenstadt. Die Rohre für die Verkabelung des Funknetzes wurden ins Stadthaus bereits eingezogen. Für den amtierenden Baudirektor sind aber auch die Investitionen in die bestehende Infrastruktur eine Herzensangelegenheit. Für ihn ist wichtig, den Unterhalt der Anlagen nicht zu vernachlässigen.
  • Beatrice Schaffner von der glp setzt bei der Stadtplanung auf Kosten, Termine und Qualität, nicht zuletzt bei der Präsentation von Vorlagen im Parlament. Schaffner wünscht sich eine Langsamverkehrsachse durch den Winkel und betont wie wichtig es sei, mit dem Investor das Gespräch zu suchen.
  • Iris Schelbert von den Grünen sucht gerne Lösungsansätze im persönlichen Gespräch mit dem Gewerbe. Sie betont, die Vorschriften für die Aussenwirtschaften liberalisiert zu haben. Zudem setzt sie sich für ein neues Schulhaus und die Quartiererschliessung von Olten Südwest ein.
  • Die offizielle FDP Kandidatin Monique Rudolf von Rohr setzt sich für mehr Kultur und mehr Lebensqualität für jüngere und ältere Menschen ein und wünscht sich einen „Oltner Spirit“ und mehr Selbstbewusstsein bei der Bevölkerung. Auch Betreuungsangebote und die Förderung der Unterrichtssprache Deutsch sind ihr wichtig.
  • Thomas Rauch, der wilde FDP Kandidat betont, dass er auf 25 Jahre Erfahrung in der Privatwirtschaft zurückblicken kann. Er will die Verschuldung in der Stadt abbauen. Er betont, dass durch geschicktes Verhandeln mit Investoren Lösungen für Projekte gefunden werden könnten.
  • Marion Rauber von der SP findet wiederum das Links-Rechts-Denken falsch. Sie möchte die Stadtseiten noch besser verbinden. Wie alle übrigen Kandidaten auch, wünscht auch sie sich ein Parkleitsystem, dies aber auch in Form einer App. Rauber findet auch, es brauche mehr „niederschwellige Veranstaltungen“, also Events, die durch Private noch einfacher auf öffentlichen Grund durchgeführt werden können.
  • Simon Gomm, der jüngste der Kandidaten ist ein Oltner Urgestein. Er spricht sich klar für eine verbesserte Jugendarbeit und Jugendkultur aus und hält fest, dass er schon einen Kulturverein gegründet habe. Er setzt sich zudem dafür ein, dass der öffentliche Raum für alle zugänglich sein muss und betont, dass es die Junge SP gewesen sei, welche sich für eine verkehrsfreie Innenstadt einsetzte.
  • Ursula Rüegg von der SVP will den Sozialkosten der Stadt Olten an den Kragen. Sie zeigt fundiert auf, dass in vergleichbaren Strukturen von Oftringen nur gerade jeder 34. Einwohner soziale Mittel in Anspruch nimmt, in Olten ist es jede achte Person. Während unter ihrer Führung in Oftringen die Sozialkosten halbiert werden konnten, sind diese in Olten im gleichen Zeitraum um 42 Prozent angestiegen.
  • Martin Wey, amtierender Stadtpräsident der CVP, legt den Fokus auf Parkplätze. Er wünscht sich ein Parkhaus beim Rötzmatttunnel und spricht sich für eine unüberbaute attraktive Oltner Allmend aus. Er wünscht sich auch ein Gewerbe, welches den Oltner Kunden die Einkäufe nach Hause liefert. Wey erzählt als Anekdote auch die Geschichte des „Hammerlochs“. Einem Parkdeck, welches aufgrund von Bauvorschriften zwar gebaut aber nicht genutzt werden darf.
  • Der Finanzdirektor Benvenuto Savoldelli von der FDP betont, dass unter seiner Führung Ordnung in die Finanzen der Stadt habe gebracht werden können. Die Zahlen 2016 würden besser als budgetiert aussehen. Er will die Schulden der Stadt auf 70 Mio CHF reduzieren und in den nächsten Jahren 27 Mio Franken abzahlen. Dennoch sei der Bahnhofplatz umzusetzen.

Aus den Gesprächen aus der Schützi und dem Gewerbe-Hearing geht als Neuigkeit hervor, dass einerseits der Kauf der Winkelunterführung rund 5 Mio CHF kosten würde, anderseits der Standort des künftigen Schulhauses nun doch nicht mehr in Stein gemeisselt ist. Grund sind die steigenden Zahlen an schulpflichtigen Kindern auf der rechten Stadtseite. Der Stadtrat hat deshalb eine Planung in Auftrag gegeben, welche nebst dem Standort bei der Stadthalle auch mögliche Stadtorte auf der rechten Stadtseite einbezieht. Zudem waren sich alle Kandidaten einig, dass ein Parkleitsystem zwingend notwendig ist, was die Frage aus dem Publikum provozierte, warum denn bei all dieser Einigkeit dieses Problem nicht längst angepackt worden sei.

Der Dank gilt vor allem dem Gewerbe Olten, welches diese Veranstaltung ermöglichte und die Gäste mit Brezeln und Bier bewirtete. Die von Deny  Sonderegger, Vorstandsmitglied Gewerbe Olten moderierte Veranstaltung, war eine erfrischende Ergänzung zu der bereits vor einigen Tagen durchgeführten Diskussion in der Oltner Schützi, zu welcher das Oltner Tagblatt eingeladen hatte.

360 Veloparkplätze um 23.45 Uhr belegt

Die Veloabstellanlage im Oltner Bahnhof ist eines der am besten genutzten und erfolgreichsten Projekte der Stadt Olten. Wie die Stadt Olten im Januar mitteilte, sind die 700 Plätze im Sommerhalbjahr vollständig belegt. So stark, dass die Stadt nun für rund 28’000 Franken an Stelle von Helmfächern nochmals 60 neue Veloständer montiert.

Am Samstag, 17. Februar 2017, zeigte sich folgendes Bild: Um 23.45 Uhr waren in der Anlage total 362 Parkplätze kurz vor Mitternacht belegt. Dies entspricht jedem zweiten Abstellplatz. Würde man 100 Velos von Leuten abziehen, die eventuell nur in Olten arbeiten und ihr Velo über Nacht in der Anlage stehen lassen und würde man nochmals 100 Velos von Leuten abziehen, die eventuell nach Mitternacht oder erst am Sonntag ihr Velo nach dem Ausgang abholen, so wären immer noch rund 160 Velos unnötig abgestellt, welche den Zugang für Berufspendler blockieren und teure Investitionen in den Ausbau der Veloinfrastruktur notwendig machen.

Velos die sehr lange nicht bewegt werden – die Erfassung erfolgt durch das Personal nach dem Bauchgefühl – werden aktuell mit einem Kleber markiert, das Datum notiert und die nicht bewegen Vehikel später in einem Veloraum abgestellt.

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Die von der Stadt angekündigte Erhöhung der Veloparkplätze um 60 Abstellplätze für CHF 28’000 Franken wird das Problem vermutlich nur temporär entschärfen.

In Japan werden in modernen Veloabstellanlagen Fahrräder mit RFID-Chips markiert. Damit kann jedes Velo dem Besitzer zugeordnet und die exakte Aufenthaltsdauer eines Fahrrands jederzeit ermittelt werden. Mit einem simplen und kostengünstigen Chip könnte ein ähnliches Kontrollsystem auch in der Oltner Anlage am Bahnhof umgesetzt werden. Die täglich vor Ort arbeitenden Betreuer der Anlage könnten so ungenutzte und länger abgestellte Fahrräder wesentlich schneller erkennen, entsorgen und könnten so kostengünstig mehr Parkraum für Oltner Velofahrende schaffen, welche auf den beschränkten Parkraum angewiesen sind.

Ein starkes Stück

Meine Meinung – Man kann einen Stadtpräsidenten mögen, oder auch nicht. Das darf jede Oltnerin und jeder Oltner selber entscheiden und hat dazu auch die Möglichkeit, die politischen Vertreter im Rahmen von Wahlen in ihrem Amt zu bestätigen oder nicht. Den amtierenden Stadtpräsidenten im heutigen Zeitungsinterview es Oltner Tagblatts im Vorfeld der Stadtratswahlen als „Das Chamäleon“ zu bezeichnen, ist aber starker Tobak. Das ist nicht ausgewogenen, sondern tendenziös und wertend. Wikipedia bezeichnet das zur Familie der Leguane gehörende Schuppenkriechtier so: „Nahezu alle Chamäleons sind in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet“.

Der Einstieg des im heutigen Oltner Tagblatt publizierten Artikels beginnt zudem mit einer Methapher über den Alkoholkonsum des Interviewten „der Stadtpräsident hatte hier seinen ersten Rausch“ und endet damit, dass er zum Abschluss des Artikels lacht und noch einen Schluck Bier trinkt. Na und? Sassen wir nicht alle schon einmal im Chöbu und haben ein Bier getrunken und einen Hamburger gegessen und hatten wir in unserer Jugend nicht alle schon einmal einen „sturmen Grind“? Was also soll uns mit dem Einstieg ins Interview und dem Abschluss vermittelt werden?

Und soll hier nun Berufserfahrung oder Trägheit suggeriert werden, wenn ein in den besten Jahren stehender Mann damit bezeichnet wird, dass er seit einem „Vierteljahrhundert“ im Stadthaus ein- und ausgeht? Im Gespräch ist weiter zu lesen, dass sich der Interviewte „zumindest in dieser Sache“ nicht länger vorwerfen lassen will, untätig gewesen zu sein. Gesprochen wird dabei vom Kauf der Winkelunterführung. In allen übrigen Amtsgeschäften also schon?

Seien wir gespannt auf den Dialog an der „Wahl-Arena 2017“ in der Oltner Schützi und vielleicht wird sich dort dem politisch interessierten OT-Leser und Zuhörer noch erschliessen, warum das Oltner Tagblatt den Stadtpräsidenten als  Schuppenkriechtier Chamäleon bezeichnet hat.

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Säliquartier: Weniger Schleichverkehr dank Bauarbeiten

Die von der Stadt Olten per Dezember 2016 angekündigten Arbeiten an der Gartenstrasse haben begonnen. Subjektiv führt die Strassensperrung der «Quartierautobahn» Gartenstrasse bereits jetzt zu einer spürbaren Reduktion des bisherigen Schleichverkehrs von Aarburg in Richtung Aarau, denn die Gartenstrasse wurde bisher trotz Anwohnerbeschränkung von vielen auswärtigen Autofahrern als Schleichroute zur Umfahrung des Oltner Postplatzes genutzt. Die Sperrung der Gartenstrasse führt in der Konsequenz auch zu weniger Verkehr auf der stark befahrenen Sälistrasse.

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Fahrverbot Gartenstrasse von der Sälistrasse her gesehen

Wie die Stadt im November 2016 mitteilte, sind die Arbeiten im Abschnitt zwischen Engelberg- und Sälistrasse bis Ende 2017 geplant. Die Leitungen und der Strassenbau der Gartenstrasse müssen saniert werden. Zugleich soll die Verkehrsführung verbessert werden. Nebst der Gartenstrasse soll die Verkehrsführung auch in Richtung Osten (Meisenhard) aber auch auf dem Zubringer Sälistrasse angepasst werden.

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Sperrung Gartenstrasse auf Seite Riggenbachstrasse

Im Rahmen der Gesamtsanierung sollen Erhöhungen auf der Fahrbahn, optische Verengungen durch überfahrbare Wassersteine und kurzstämmige Bäume für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Durch die optische Neugestaltung soll der Verkehr verlangsamt werden, ohne aber den Verkehrsfluss zu beeinträchtigen, so die Pläne der Stadt Olten. Beim Sälischulhaus sind zudem gut sichtbare Fussgängerstreifen vorgesehen. Die Mehrkosten durch die Umgestaltung gegenüber einer rein technischen Sanierung belaufen sich auf rund 100‘000 Franken.

Olten: Fussgänger angefahren – Zeugenaufruf

In Olten ist am Freitagnachmittag ein Fussgänger von einem Auto angefahren worden. Der Fussgänger wurde bei der Kollision vermutlich verletzt, entfernte sich aber selbständig von der Unfallstelle. Die Polizei sucht Zeugen und den Fussgänger.

Am Freitag, 10. Februar 2017, gegen 16 Uhr fuhr ein Automobilist auf der Aarburgstrasse in Olten in Richtung Hauptbahnhof. Im Bereich der Bushaltestelle (Sälistrasse) rannte plötzlich ein Mann von der linken Seite herkommend zwischen den Fahrzeugen hindurch. Trotz einer Vollbremsung des Autolenkers kam es zu einer Kollision mit dem Fussgänger. Dieser stürzte auf die Windschutzscheibe und schliesslich zu Boden. Der Automobilist hielt umgehend Nachschau nach dem Mann, dieser entfernte sich aber selbständig von der Unfallstelle in Richtung Hauptbahnhof.

Durch den Aufprall dürfte der unbekannte Mann verletzt worden sein. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder dem Fussgänger machen können. Hinweise nimmt die Kantonspolizei Solothurn in Olten entgegen, 062/311 80 80.

Warum Olten eine Velobahn braucht

Die Stadt Olten wird durch die Aare natürlich getrennt. Aber zudem auch durch die Kantonsstrasse und Eisenbahn in zwei Teile zerschnitten. Wer die Stadt mit einem Fahrzeug sicher queren will, nimmt wegen des Verkehrs das Auto oder den Bus. Seit Jahren fehlt für den Langsamverkehr eine sichere Verbindung zwischen rechter und linker Stadtseite. Mit dem möglichen Kauf der Winkelunterführung eröffnet sich für die Stadt eine grosse Chance, den Langsamverkehr zwischen den Stadtteilen sicher als eine Art «Velobahn» zu erschliessen. Dafür ist der Kauf der Winkelunterführung eine notwendige Voraussetzung, denn eine Entwicklung unter den gegebenen Eigentumsverhältnissen ist nicht gegeben.

Stellen Sie sich vor, die Stadt wäre Besitzerin der gesamten Winkelunterführung, sie würde sämtliche Ladengeschäfte auflösen, die halbleeren Vitrinen herausreissen und die heute ohnehin unattraktive Unterführung auf ein Maximum verbreitern. Stellen Sie sich weiter vor, die Unterführung würde in einen Fussweg für Fussgänger und mit einer marktierten Fahrspur für Velos ergänzt. Stellen Sie sich zudem vor, dass ab diesem Zeitpunkt eine sichere und schnelle Verbindung vom Einkaufsquartier und Fachhochschulstandort Olten direkt durch den Winkel, über die Holzbrücke hoch zu den Ladengeschäften der Innenstadt führen würde. Stellen Sie sich auch noch vor, dass 18’000 Einwohner der Stadt Olten dank einer weitsichtigen Planung innerhalb von Minuten von Olten rechts nach Olten links wechseln würden und wie die Gewerbebetriebe auf beiden Stadtseiten von dieser Verknüpfung profitieren könnten.

Anschluss vom Veloparking Bahnhof fehlt

Auf der hinteren Bahnhofseite besteht bereits heute ein Veloparking mit rund 700 Abstellplätzen, auf der Bahnhofplatzseite sollen nochmals einige Hundert Veloabstellplätze hinzukommen. Wenn jetzt die Planung für eine Oltner «Velobahn» durch den Winkel aufgenommen würde, könnte rechtzeitig bis zum Abschluss der Umgestaltung des Projekts Bahnhofplatz eine Erschliessung von beiden Stadtseiten sichergestellt sein.

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Sicherheit für Schüler und den Langsamverkehr

Seit Jahren fordert die Bevölkerung eine sichere und attraktive Verbindung für Velos und Fussgänger zwischen der rechten und linken Stadtseite. Geschehen ist bisher nichts. Nach wie vor müssen schulpflichtige Kinder die stark befahrenen Kantonsstrassen queren, um zu den Schulhäusern oder zu den Sporthallen der Stadthalle oder Giroud Olma zu gelangen. Die Stadt hätte nun die Chance, im Sinne einer langfristigen Entwicklung, das bisher angeblich unkäufliche Herzstück, die Winkelunterführung zu kaufen. Wie einem Medienbericht der Zeitschrift Kolt zu entnehmen ist, gab es zwar Angebote des privaten Investors der Winkel-Überbauung, die Stadt hat es aber seit Jahren versäumt, das Gespräch zu suchen.

Neuer Bahnhofplatz braucht sicheren Velo-Anschluss an die Stadt

Jetzt soll als prioritäres Projekt durch die Stadt und den Kanton der Bahnhofplatz samt einer riesigen Veloabstellanlage realisiert werden, die innerstädtische Erschliessung der Stadtseiten wäre aber immer noch nicht gegeben. Velofahrende müssen sich heute mühsam den Weg entlang der heute teilweise doppelspurig geführten Kantonsstrasse suchen. Ampeln und auf den Autoverkehr ausgerichtete Fahrbahngestaltung verhindern heute eine Entwicklung des Veloverkehrs in der Stadt.

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Die heutige Winkelunterführung ist unattraktiv, leere Ladengeschäfte und halbleere Vitrinen säumen den Weg in der Unterführung. Eine Erschliessung dieser Unterführung als Herzstück einer möglichen Velobahn würde eine komplett neue Verkehrsführung des Veloverkehrs ermöglichen. Auf der linken Stadtseite die Erschliessung der gesamten Altstadt und der Kirchgasse, auf der rechten Seite die sichere Anbindung an die Fachhochschule und den neu hinzukommenden Sälipark 2020.

Gefragt wäre nun ein geschickt verhandelnder geeinter Stadtrat, der mit dem Investor und Besitzer der Winkelunterführung das Gespräch sucht, denn dessen Vorstellungen zur möglichen Entwicklung der Winkelunterführung als Begegnungszone muss man leider auch als utopisch bezeichnen. Die Unterführung bleibt ein ungemütlicher Tunnel in welchem niemand gerne verweilen will. Geplante Schiebetüren des Investors hin- oder her.

Velobahn als Chance

Eine schnelle «Velobahn» wäre die mögliche Chance für eine schnelle und sichere Verbindung der Stadtseiten für den Veloverkehr. Eine Erschliessung könnte zudem eine ideale Anbindung an das millionenteure bereits gebaute und an das noch zu bauende Veloparking am Bahnhof bedeuten und es wäre eine zusätzliche Chance, die vom Sälipark Investor Giroud Olma propagierte Förderung des Veloverkehrs rund um den Sälipark 2020 tatsächlich Realität werden zu lassen. Eine «Velobahn» von der Kirchgasse bis zum Sälipark 2020 bräuchte mutige Politiker und einen noch viel mutigeren Stadtrat, um einen jahrelang gehegten Wunsch der Bevölkerung in die Tat umzusetzen.