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Gewerbe Olten prüft Stadtratskandidaten auf Herz und Nieren

Das Gewerbe Olten hat die Bevölkerung zum Stadtratskandidaten-Hearing ins Oltner Magazin eingeladen. Rund 50 Personen sind der Einladung gefolgt und durften auf erfrischende Art und Weise ein paar Fakten von den Kandidierenden erfahren. Die wichtigsten Äusserungen sind auf http://www.twitter.com/olten nachzulesen.

Das müssen Sie wissen:

  • Der Baudirektor Thomas Marbet SP wünscht sich kostenloses WLAN in der Innenstadt. Die Rohre für die Verkabelung des Funknetzes wurden ins Stadthaus bereits eingezogen. Für den amtierenden Baudirektor sind aber auch die Investitionen in die bestehende Infrastruktur eine Herzensangelegenheit. Für ihn ist wichtig, den Unterhalt der Anlagen nicht zu vernachlässigen.
  • Beatrice Schaffner von der glp setzt bei der Stadtplanung auf Kosten, Termine und Qualität, nicht zuletzt bei der Präsentation von Vorlagen im Parlament. Schaffner wünscht sich eine Langsamverkehrsachse durch den Winkel und betont wie wichtig es sei, mit dem Investor das Gespräch zu suchen.
  • Iris Schelbert von den Grünen sucht gerne Lösungsansätze im persönlichen Gespräch mit dem Gewerbe. Sie betont, die Vorschriften für die Aussenwirtschaften liberalisiert zu haben. Zudem setzt sie sich für ein neues Schulhaus und die Quartiererschliessung von Olten Südwest ein.
  • Die offizielle FDP Kandidatin Monique Rudolf von Rohr setzt sich für mehr Kultur und mehr Lebensqualität für jüngere und ältere Menschen ein und wünscht sich einen „Oltner Spirit“ und mehr Selbstbewusstsein bei der Bevölkerung. Auch Betreuungsangebote und die Förderung der Unterrichtssprache Deutsch sind ihr wichtig.
  • Thomas Rauch, der wilde FDP Kandidat betont, dass er auf 25 Jahre Erfahrung in der Privatwirtschaft zurückblicken kann. Er will die Verschuldung in der Stadt abbauen. Er betont, dass durch geschicktes Verhandeln mit Investoren Lösungen für Projekte gefunden werden könnten.
  • Marion Rauber von der SP findet wiederum das Links-Rechts-Denken falsch. Sie möchte die Stadtseiten noch besser verbinden. Wie alle übrigen Kandidaten auch, wünscht auch sie sich ein Parkleitsystem, dies aber auch in Form einer App. Rauber findet auch, es brauche mehr „niederschwellige Veranstaltungen“, also Events, die durch Private noch einfacher auf öffentlichen Grund durchgeführt werden können.
  • Simon Gomm, der jüngste der Kandidaten ist ein Oltner Urgestein. Er spricht sich klar für eine verbesserte Jugendarbeit und Jugendkultur aus und hält fest, dass er schon einen Kulturverein gegründet habe. Er setzt sich zudem dafür ein, dass der öffentliche Raum für alle zugänglich sein muss und betont, dass es die Junge SP gewesen sei, welche sich für eine verkehrsfreie Innenstadt einsetzte.
  • Ursula Rüegg von der SVP will den Sozialkosten der Stadt Olten an den Kragen. Sie zeigt fundiert auf, dass in vergleichbaren Strukturen von Oftringen nur gerade jeder 34. Einwohner soziale Mittel in Anspruch nimmt, in Olten ist es jede achte Person. Während unter ihrer Führung in Oftringen die Sozialkosten halbiert werden konnten, sind diese in Olten im gleichen Zeitraum um 42 Prozent angestiegen.
  • Martin Wey, amtierender Stadtpräsident der CVP, legt den Fokus auf Parkplätze. Er wünscht sich ein Parkhaus beim Rötzmatttunnel und spricht sich für eine unüberbaute attraktive Oltner Allmend aus. Er wünscht sich auch ein Gewerbe, welches den Oltner Kunden die Einkäufe nach Hause liefert. Wey erzählt als Anekdote auch die Geschichte des „Hammerlochs“. Einem Parkdeck, welches aufgrund von Bauvorschriften zwar gebaut aber nicht genutzt werden darf.
  • Der Finanzdirektor Benvenuto Savoldelli von der FDP betont, dass unter seiner Führung Ordnung in die Finanzen der Stadt habe gebracht werden können. Die Zahlen 2016 würden besser als budgetiert aussehen. Er will die Schulden der Stadt auf 70 Mio CHF reduzieren und in den nächsten Jahren 27 Mio Franken abzahlen. Dennoch sei der Bahnhofplatz umzusetzen.

Aus den Gesprächen aus der Schützi und dem Gewerbe-Hearing geht als Neuigkeit hervor, dass einerseits der Kauf der Winkelunterführung rund 5 Mio CHF kosten würde, anderseits der Standort des künftigen Schulhauses nun doch nicht mehr in Stein gemeisselt ist. Grund sind die steigenden Zahlen an schulpflichtigen Kindern auf der rechten Stadtseite. Der Stadtrat hat deshalb eine Planung in Auftrag gegeben, welche nebst dem Standort bei der Stadthalle auch mögliche Stadtorte auf der rechten Stadtseite einbezieht. Zudem waren sich alle Kandidaten einig, dass ein Parkleitsystem zwingend notwendig ist, was die Frage aus dem Publikum provozierte, warum denn bei all dieser Einigkeit dieses Problem nicht längst angepackt worden sei.

Der Dank gilt vor allem dem Gewerbe Olten, welches diese Veranstaltung ermöglichte und die Gäste mit Brezeln und Bier bewirtete. Die von Deny  Sonderegger, Vorstandsmitglied Gewerbe Olten moderierte Veranstaltung, war eine erfrischende Ergänzung zu der bereits vor einigen Tagen durchgeführten Diskussion in der Oltner Schützi, zu welcher das Oltner Tagblatt eingeladen hatte.

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