Feste feiern im «Pavillon der Begegnung» im Herzen von Olten

Träume eines Oltner Lokalpolitikers in der Nacht auf Samstag.

Die neue Oltner Stadtpräsidentin eröffnete am Samstag im Beisein der Oltner Bevölkerung den «Pavillon der Begegnung». Das gemeinsame Projekt der Stadt Olten mit Unterstützung des Gewerbes, namhaften Sponsoren und auch der Bevölkerung konnte dank Spendensammlungen und einer gemeinsamen Initiative in einer Rekordzeit von nur zwei Jahren realisiert werden. Der schlichte und sich diskret in die Landschaft einbettende Holzbau kann ab sofort von der Bevölkerung für Hochzeiten, Feste oder kleine Veranstaltungen gemietet werden.

«Es war für uns alle ein glücklicher Zufall», so die neue Oltner Stadtpräsidentin, als im Jahr 2020 im Oltner Gemeindeparlament der Umnutzung eines bisher brachliegenden Areals von über 2200m2 im Herzen der Stadt Olten zugestimmt wurde. Was hier mit dem Bau eines funktionalen Holzbaus endet, war mehrere Jahre zuvor noch blockiert worden, weil sich Diskussionen um einen Zaun rund um das Areal drehten. «Diese Fragestellungen sind mit der heutigen Eröffnung des Pavillon der Begegnung endgültig Geschichte.

Der zweckmässig gebaute Pavillon kann künftig von der ganzen Oltner Bevölkerung genutzt werden», so die neue Stadtpräsidentin in ihrer Eröffnungsrede am Samstag.

Gedeckter Aussenbereich mit Ausgang zur Schützenmatten-Wiese

Denn von Anfang an war klar, dass in Olten zwar eine lebendige Gastroszene besteht und für Grossveranstaltungen diverse Hallen nutzbar wären, für die Vereinsfeier, das grosse Familienfest oder einen zweckmässigen und modernen Ort der Begegnung in Olten fehlte bisher der Raum. «Wir wollten den Pavillion nicht mit einer fixen gastronomischen Nutzung verknüpfen und es den Mietern offen lassen, wie sie den tageweise mietbaren Raum bespielen wollen», so die Stadtpräsidentin weiter.

Sie betont, dass die absolut zentrale Lage im Herzen der Stadt ideal sei und die gleich angrenzenden Parkplätze der Schützenmatte mitgenutzt werden könnten.

Hochzeitsfeier an bester Lage in der Innenstadt

Der rund 400m2 grosse und funktionale Holzbau bietet neu Platz für 50 bis 100 Gäste und durch die weiterhin weitläufig mitnutzbare Rasenfläche entstand in Rekordzeit ein wohl bald sehr stark genutzter Begegnungsraum. Parkplatz und naturnahes Ambiente inbegriffen.

Gemeint ist dabei jenes Stück Land, welches bisher zur Oltner Badi gehörte, nur während den Öffnungen zugänglich war aber kaum genutzt wurde. In den übrigen Monaten war die Fläche durch einen mannshohen Zaun abgesperrt. «Bisher ein Stück toter Raum, mitten in der Oltner Innenstadt», wie die Stadtpräsidentin anlässlich der Eröffnungsfeier betonte.

Areal Schützenmatt-Wiese, bisher 2200m2 umzäunte Rasenfläche

Von der Schmuddelwiese zum Begegnungslokal

Anfangs der 2000er-Jahre musste wegen der damals offenen aber längst verschwundenen Drogenszene die Oltner Schützenmatten-Wiese aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden. «Dass wir nun in so kurzer Zeit einen Ort der Begegnung mit Unterstützung von Sponsoren für die Oltner Bevölkerung realisieren konnten, macht mich stolz», so der Oltner Stadtplaner und eigentliche Kopf hinter dem Projekt «Pavillon der Begegnung».

Frei bespielbare Begegnungsfläche im neuen Pavillon auf der Schützenmatte

Der einstöckige und funktionale Pavillon passe sich perfekt in die urbanen Strukturen der Innenstadt ein, so der Vertreter der Stadt. Der Bau sei bewusst so konzipiert worden, dass er für lokale Aktivitäten individuell genutzt werden könne. Mehrere Buchungen für Hochzeiten und grössere Vereinsversammlungen seien auf der Webseite der Stadt Olten bereits eingegangen. Die Stadt Olten ist überzeugt, dass der Pavillon der Begegnung bald zum festen und unverzichtbaren Bestandteil des Dienstleistungsangebots der Stadt für ihre Bevölkerung gehören wird.

Küchenzeile zur individuellen Nutzung für Feste und Feiern

Fertigung aus regionalen Hölzern

Den verschiedenen Vereinen und Initiativen hinter dem Projekt war es wichtig, dass der für 50 bis maximal 100 Personen konzipierte Holzbau nachhaltig und zweckmässig gebaut werden muss. Auf Basis bestehender Pläne konzipierte die Schreinerei Baumann den Pavillon nach einer Vorlage aus dem solothurnischen Derendingen. «Wir konzipierten die Räume solide und funktional, die lokal verwendeten Hölzer verleihen dem Flachbau ein angenehmes Ambiente», so Andreas Baumann. Die auf dem Dach verbauten Solarpanelen decken den Energieverbrauch des Gebäudes vollständig ab. Der Holzbau sei auch bewusst nicht zu gross konzipiert worden, damit er sich ideal in die Strukturen der Umgebung einbettet und auch noch genügend Freifläche im Aussenbereich zur Verfügung steht.

Finanzierung über Spenden und Mieteinnahmen

Für die langfristig ausgerichtete Idee eines «Pavillon der Begegnung» liessen sich mehrere namhafte Gönner motivieren und durch die gemeinsame Sammelaktion verschiedener Vereine konnte der stolze Betrag von 3 Mio. Franken rechtzeitig gesammelt werden. «Insbesondere die durchs Gewerbe organisierte Crowdfunding-Aktion im Internet konnten wir rund 500’000 Franken Spendengelder generieren», so Max Plüss von der Gewerbeaktion Pro Innenstadtraum Olten. Die Miete wurde so angesetzt, dass sie die Aufwendungen für Reinigung und Unterhalt des Gebäudes decken, eine gewinnorientierte Nutzung beim Projekt «Pavillon der Begegnung» ist aber nicht vorgesehen.

Mit der Eröffnung des Pavillons der Begegnung endet ein erfolgreicher und kreativer Prozess in der Stadt Olten, in welchem Dank enger Zusammenarbeit ein nachhaltiges und zukunftsweisendes Projekt gemeinsam umgesetzt wurde.


Beim olteneinfach.ch Blog finden alle Texte ihren Platz. Auch Träumereien wie diese hier, die mit der Oltner Realität nur bedingt in Zusammenhang stehen. Aufgrund der im Artikel genannten Schilderungen sollte aber auch allen sofort klar sein, dass es sich hier vielmehr um eine Gedankenspielerei des Autors handelt. Die Bilder dieses gedanklichen Experiments stammen von der Webseite von https://www.schaerholzbau.ch/ und zeigen ein im Jahr 2017 erfolgreich realisiertes Projekt in der Gemeinde Derendingen.

Blockrandüberbauung: (Alb)Traum in Olten?

Gestaltungsplan Aarauerstrasse liegt zur Mitwirkung auf.

Die Baudirektion Olten legt momentan einen Gestaltungsplan für den letzten Teil der Blockrandbebauung an der Aarauerstrasse 31 zur Mitwirkung auf. Das Projekt soll in Zukunft als Vorbild für weitere Blockrandüberbauungen in Olten dienen. Gemäss dem jetzigen Stand werden allerdings im bereits zubetonierten und uneinladenden Innenhof noch weitere Wohnungen entstehen und die erforderliche Grünfläche wird auf ein Minimum geschrumpft. Dies zeigt, dass die Stadt Olten auch bei kleinen Bauprojekten die Lebensqualität der Bewohner ignoriert.

Bauliche Kuriositäten in Olten

Als Neuzuzüger haben wir uns schon so manches Mal über die baulichen Kuriositäten von Olten gewundert. Seien es die geplante riesige Überbauung an der Rosengasse, das Stadthaus, welches so schön mit der Altstadt kontrastiert, oder die Überbauung im Hammer, die Neubauquartiere in der Agglomeration Zürich geradezu dörflich wirken lässt.

Dann kam die Corona-Krise, und wir waren auf einmal im Homeoffice in Olten gestrandet. Dies gab uns Gelegenheit, die schönen Seiten von Olten zu entdecken. So etwa den Wildpark Mühletäli, die Altstadt, Sonnenuntergänge bei der Wartburg oder die Alpensicht vom Engelberg. Doch dieses schöne Idyll wurde eines Tages im April abrupt gestört, als uns gegenüber Visiere aufgestellt wurden, um die letzte Baulücke in der Blockrandbebauung Unterführungs-/Von Roll-/Aarauer-/Neuhardstrasse zu füllen. Das Füllen dieser Baulücke ist in Zeiten von Verdichtung sinnvoll. Aber darüber, wie genau solche Verdichtung in Olten geplant wird, sollte diskutiert werden.

Luftbild des Innenhofs aus dem Konzept zur Innenhofgestaltung https://www.olten.ch/_docn/2556370/5_Konzept_Innenhofgestaltung_20200325.pdf

Ein trauriger Innenhof

Einige Worte zur aktuellen Situation in unserer Blockrandbebauung. An der Unterführungs- und Von Rollstrasse steht der Neubau Aarepark. In diesem wohnen vor allem junge Singles und Paare, welche die Nähe zum Bahnhof schätzen und bereit sind, einen vergleichsweise hohen Mietzins für die Gegend zu zahlen. An der Aarauer- und Neuhardstrasse stehen Häuser älteren Jahrgangs, mit tiefem Mietzins und vielen Familien und auch älteren Mietern. Insgesamt wohnen einige hundert Menschen in der gesamten Blockrandbebauung. Die Innenhöfe von Blockrandbebauungen sind laut Wikipedia üblicherweise begrünt und ein offener Erholungsraum für die Anwohner. Dieser hier besteht aber vor allem aus Parkplätzen und in der Mitte stehen einige alte Gewerbebauten.

Der traurige Zustand ist historisch gewachsen, denn das Areal war bis vor einigen Jahren noch keine Blockrandbebauung. Zwar wurden die Autos des Aareparks in eine Tiefgarage verbannt, doch auch dieser neue Teil des Innenhofs bietet nur ein winziges Stück Rasen und drei noch junge, kleinere Bäume. Zusätzlich gibt es eine Kita an der Aarauerstrasse, und die Kinder spielen jeden Tag auf dem Innenhofparkplatz zwischen Autos, dauerausgeliehenen Einkaufswagen und Mülltonnen. Zur Sicherheit wird die Zufahrt jeweils mit Pylonen zugesperrt, damit kein Kind überfahren wird, sollte sich ein Auto auf diesen «Spielplatz» verirren.

Bisher ist dies kein besonders gelungener Innenhof. Aber vielleicht wird ja die Situation mit dem Neubau verbessert, so dachten wir uns. Doch der Gestaltungsplan, der nun zur Mitwirkung im Stadthaus aufliegt, verspricht nichts Gutes.

Kurzer Einschub für Nichtbaujuristen: Der Gestaltungsplan ist dazu gedacht, eine besonders gute Überbauung, Gestaltung und Erschliessung zu ermöglichen (Amt für Raumplanung Solothurn). Durch die Stadt können verbindliche Auflagen aber auch Ausnahmen gegenüber der geltenden Baurechtsordnung gemacht werden. Deshalb würde man erwarten, dass mit Hilfe eines Gestaltungsplans besonders gelungene Bauten mit hoher Lebensqualität herauskommen. Doch in Olten scheinen damit eher maximal rentable Bauvorhaben ermöglicht zu werden, auf Kosten der Lebens- und Wohnqualität (auch Olten Hammer oder das Turuvani-Areal sind nur dank Gestaltungsplänen und Sonderbauvorschriften in dieser verdichteten Form möglich).

Wem dient dieser Gestaltungsplan?

Ausschnitt aus dem Gestaltungsplan mit dem Neubau (A) und den Hofgebäuden (B) die zu Wohnraum umgenutzt werden sollen https://www.olten.ch/_docn/2556358/1_Gestaltungsplan_20200325.pdf

Die Baudirektion weicht für den Investor extra von der normalen Grundordnung ab und erlässt Sonderbauvorschriften zu seinen Gunsten. Darum darf der Neubau einen Stock höher werden als die benachbarten Gebäude und ragt auch weiter in den Innenhof. Doch zusätzlich zu dieser optisch auffälligen Verdichtung, werden in den leerstehenden Gewerbebauten im Innenhof noch mehr Wohnungen gebaut, statt den Hof in eine Grünfläche für alle zu verwandeln. Anstatt die historisch gewachsene, schlechte Situation im Innenhof zu korrigieren, wird sie mit Einverständnis der Stadt zementiert. Die vorgeschriebenen 30% Grünfläche werden vom vorliegenden Projekt nur durch Zahlenakrobatik erreicht. So werden neben dem kleinen Rasen und einem Bäumchen auch noch einige Büsche auf der Dachterrasse zur Grünfläche dazugerechnet. Die Baudirektion scheint dem Investor alle Wünsche zuzugestehen, ohne ihrerseits Auflagen für mehr Lebensqualität zu machen.

Nun, was ist das Problem, könnte man sich fragen. Schlussendlich geht es hier ja nur um eine kleine Überbauung, kein Prestigeprojekt für Olten. Doch im Gestaltungsplan wird explizit erwähnt, dass dieses Projekt als Vorbild für weitere Blockrandbebauungen in Olten dienen soll. Dazu wurden von der Baudirektion auch Landschaftsarchitekten mit einer Studie zur Innenhofgestaltung beauftragt. Aber aus deren Empfehlungen wird im vorliegenden Gestaltungsplan kaum etwas umgesetzt.

Trotz der Kleinheit des Projekts betrifft es Hunderte von Anwohnern, ob Familien mit Kindern, junge Pendler oder ältere Paare. Wenn dieses Projekt so durchkommt, wird die letzte Baulücke in unserer Blockrandüberbauung geschlossen, und weder Hitze noch Lärm können entweichen. Durch den starken Hall ohne dämmende Elemente im Innenhof (wie bsp. Begrünung, grosse Bäume) hört sich schon jetzt ein Kindertraktor wie ein ausgewachsener John Deere an. Wie es sich wohl anhören wird, wenn bald die zusätzlichen Bewohner des Innenhofgebäudes ein Grillfest auf der Dachterrasse schmeissen? Durch die vielen Betonflächen im Innenhof wird es bereits heute im Sommer unangenehm heiss, aber wenn auch kein Lüftchen mehr von aussen hereinweht, könnte hier ohne zusätzliche Pflanzen wohl Wüstenklima vorherrschen.

Wie sie unseren Ausführungen entnehmen können, sind wir enttäuscht vom geplanten Projekt. Die Baudirektion in Olten scheint nicht nur bei grossen Projekten (siehe Hammer), sondern auch bei Kleinen die nötige Attraktivität von Wohnraum nicht zu berücksichtigen. Der vorliegende Gestaltungsplan, der die Lebensqualität der Anwohner mit Füssen tritt, sollte von der Stadt eigentlich gar nicht aufgelegt werden. Doch vielleicht können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Blockrandbebauung trotz Verdichtung, dafür mit durchgehend grünem Innenhof, lebenswert wird. Dadurch hätten Anwohner und Kinder einen würdigen Spiel- und Erholungsraum, der auch tatsächlich als zukunftsweisendes Vorbild für andere Blockrandbebauungen in Olten dienen kann.

Was können Sie tun: Nehmen Sie Teil im Mitwirkungsverfahren. Der Gestaltungsplan für die Ergänzung der Blockrandbebauung ist online unter: https://www.olten.ch/aktuellesinformationen/918892 und liegt noch bis am 9. Juni im Stadthaus auf. Im Stadthaus steht zudem ein Modell, das die Situation zeigt.

Die Mitwirkungseingabe, mit Antrag und Begründung dazu, muss schriftlich per Post mit Adressangabe bis Dienstag 9. Juni eingereicht werden. An die Adresse: Stadt Olten, Direktion Bau, Dornacherstrasse 1, 4601 Olten. Eingeben können Sie alle Ideen, wie dieser Teil der Blockrandbebauung verbessert werden könnte.

Falls sie Kontakt zu Parlamentariern, Stadträten oder Personen in der Bauverwaltung haben, würden wir uns freuen, wenn Sie diese auf unser Anliegen aufmerksam machen. Sind Sie direkt betroffen und wissen Sie nicht, wie Sie sich wehren können, oder haben sonstige Anliegen, so schreiben sie uns gerne ein E-Mail unter: thomasbeerli@hotmail.com.

Drei Oltner auf dem Berg

Ausflug am Wochenende für Wanderer und Familien.

Die Bergwirtschaft auf dem Allerheiligenberg wird derzeit auf ungewöhnliche Weise von drei Oltnern geführt. Im „Shiggy’s“ Foodtruck werden leckere Hamburger gebrutzelt und auch der „Suri Moscht“ fehlt nicht im Angebot. Geöffnet ist vorerst am Samstag und Sonntag.

Seit Samstag kann man in der Bergwirtschaft auf dem Allerheiligenberg bei Olten wieder einkehren. Der Oltner Roman Schild bewirtet mit seinem Oltner Team auf dem Allerheiligenberg seit gestern hungrige Wanderer und Ausflügler.

Genügend Abstand unter freiem Himmel

Die Vorbereitungen für das Engagement liefen gut zwei Wochen und weil die klassische Bergwirtschaft wegen Corona ohnehin geschlossen war, kam es zum aussergewöhnlichen Engagment auf dem Ausflugsberg. Der Beizer baute bei den freistehenden Holzbänken Zwischenwände ein, damit die 4er-Regel auch unter freiem Himmel eingehalten wird. Drei Oltner kümmerten sich ihrerseits um den Aufbau des Imbisswagens und den Einkauf und das Verpflegungsangebot.

Nebst Hamburger & Frittes oder Würsten gibt es auch Glace und Getränke zu kaufen. Das Angebot auf dem Allerheiligenberg oberhalb von Hägendorf soll den ganzen Sommer über angeboten werden. Der Allerheiligenberg ist von Olten aus in gut 15 Autominuten bequem erreichbar.

Versuchsballon

Neuer Oltner Infokanal auf dem Messenger Telegram

Social Media Kanäle kommen und gehen. Bei monatlich 400 Millionen aktiven Nutzern darf man aber bei „Telegram“ von einer festen Grösse sprechen. Deshalb der Test mit dem Kanal „Olten News“ unter https:/t.me/oltennews

Olten ist bereits mit einer 8’000 Mitglieder umfassenden Facebook-Gruppe präsent. Bei Twitter lesen über 1’300 Personen beim Account @olten mit. Warum also nicht den Versuch wagen, die Präsenz der Stadt Olten auf Telegram zu lancieren? Der Messenger Telegram ist kostenlos und für alle mobilen Plattformen aber auch für Windows Computer und alle Geräte von Apple verfügbar.

Bündelung der Nachrichten und keine Algorithmen

Über den Kanal https://t.me/oltennews werden zu Testzwecken seit einigen Tagen Nachrichten verschickt. User können dann von dort aus direkt auf die Nachrichtenquellen des Oltner Tagblatts, des Stadtanzeigers oder der Stadt Olten klicken. Weitere Quellen können jederzeit integriert werden.

Wer lieber diskutieren will, kann sich über https://t.me/stadtolten in der Chatgruppe anmelden. Der Vorteil von Telegram liegt darin, dass keine Algorithmen wie bei Facebook die Inhalte sortieren und der Content ungefiltert angezeigt werden kann. Die Einstellmöglichkeiten der Telegram-App sind für Userinnen und User umfangreich und Telegram ist auch für mobile Nutzer sehr einfach zu bedienen. Und wie immer bei neuen Social Media Kanälen gilt das Prinzip des Ausprobierens. Lassen wir den Versuchsballon steigen.

Olten einfach bitte!

Wer Oltner Gewerbebetriebe jetzt unterstützt, hilft lokale Arbeitsplätze zu erhalten.

Am 11. Mai beginnt in Olten langsam aber sicher wieder das Leben zu pulsieren. Von der chemischen Reinigung über die Schulen bis hin zu den Gastrobetrieben, viele Gewerbebetriebe öffnen ihre Türen. Jetzt gilt es das Oltner Gewerbe aktiv zu stützen und gezielt in Olten einzukaufen.

In den vergangenen Wochen hatten die Paketlieferanten Hochkonjunktur. Es zeigten sich die Vorteile des digitalen Business. Wer seine Lieferketten digitalisiert und über Internet den Kunden anbieten konnte, war klar im Vorteil. Wenn wir jetzt etwas Gutes tun wollen, müssen wir unsere Einkäufe wo immer wie möglich lokal tätigen, auch wenn dies eventuell einen zusätzlichen Aufwand auslöst und vielleicht ein paar Rappen mehr kostet.

In Olten einkaufen und sich liefern lassen

Umso wichtiger ist es nun in der Phase nach dem 11. Mai, die sehr komfortablen Shops von Digitec, Galaxus, Brack und wie sie alle heissen mögen, gegen lokale Services zu ersetzen. Auch wenn es anders vielleicht bequemer wäre. Solidarität ist jetzt wichtig und das Oltner Gewerbe braucht unsere Unterstützung.

Heimlieferung auch lokal bei vielen Geschäften

Wie die ersten Wochen der Corona-Krise zeigten, liefern auf Nachfrage auch viele Oltner Gewerbebetriebe nach Hause. Oft noch schneller, als über die nationalen Lieferketten, denn Collectors liefert sehr schnell. Viele Gewerbebetriebe stellen aber auch selber nach Feierabend noch ein Paket vor die Haustüre. Mit Olten4Olten präsentiert eine weitere Plattform Dienstleistungen zur Verfügung, die lokal verankert sind. Auch vooute.ch mischt mit und präsentiert einzelne regionale Artikel.

Lokale Bäcker und Metzger benötigen unsere Unterstützung

Wer den Preisvergleich mit lokalen Metzgern, Gemüsehändlern oder Bäckereien gegenüber den Grosshändlern anstellt, sieht schnell, dass die Preisunterschiede oft marginal sind, die Qualität der lokalen Produkte aber meist besser abschneidet. In Zeiten von Corona ist es umso wichtiger, dass wir jetzt die lokal gebeutelten Betriebe aktiv unterstützen. Es stecken Arbeitsplätze und Steuerzahler hinter jedem Quartierladen oder jedem Oltner Fachbetrieb.

Wenn viele Oltnerinnen und Oltner sich über lokale Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe beliefern lassen oder einkaufen, so helfen wir uns allen in diesen Tagen am meisten.

10 Millionen im Plus – Olten macht einen Überschuss mit Gschmäckle

Der Rechnungsabschluss 2019 der Stadt Olten ist da. Der Stadtrat jubiliert und das OT titelte „Stadt Olten macht fast 10 Millionen Gewinn – auch ohne Steuererhöhung“. Aber …

Der Rechnungsabschluss 2019 der Stadt Olten ist da. Der Stadtrat jubiliert mit „Hoher Gewinn dank Sondererträgen und Ausgabendisziplin“ und das OT machte daraus prompt „Stadt Olten macht fast 10 Millionen Gewinn – auch ohne Steuererhöhung“.

Kaum hatte der Stadtrat seine Medienmitteilung publiziert, freute sich SVP im Facebook riesig und betonte, dass sie es ja schon beim Budget-Referendum gesagt hätte und man solle doch am besten gleich Mitglied werden bei ihnen. Auch Exponenten der FDP waren begeistert. Einer empfahl sogar, dass die „linken“ Politiker*innen, die sich für das Budget 2019 und die geplante Steuererhöhung eingesetzt hatten, nun den Rücktritt des gesamten Stadtrat fordern sollten, da der Stadtrat den unerwarteten Geldsegen nicht budgetiert hatte.

Die Grafik aus der Pressemitteilung des Stadtrates zeigt, wie sich der Gewinn zusammensetzt.

Fünf Mal Jackpot

Zehn Millionen Gewinn sind eine beträchtliche Summe, doch wie kam das Geld zusammen? Fünf Mal Jackpot sozusagen:

  1. Die juristischen Personen haben zwar 4.4 Millionen mehr Steuern abgeliefert; eine erkleckliche Summe, aber von der Stadt ist das nicht beeinflussbar. #yeywirhabenimlottogewonnen
     
  2. Der Ertrag von 2.7 Millionen aus dem Verkauf der Alpiq-Aktien ist de facto eine reine Umwandlung des (etwas korrodierten) Tafelsilbers in Cash. Die Aktien mussten verkauft werden, da die Alpiq ihre Aktien Mitte Dezember 2019 von der Börse nahm. Die Alpiq-Grossaktionäre hatten beschlossen, pro Aktie 70 Franken zu bezahlen. Daraus ergab sich dann der scheinbar hohe Betrag von 2.7 Millionen als Geschenklein für die Stadtkasse. Verschiedene Investoren monierten jedoch, dass ein Preis zwischen 100 und 140 Franken angebracht gewesen wäre. Es hätten also auch gut 5 Millionen sein können. Und wenn die Aktien im Jahr 2007 verkauft worden wären, dann lägen 26.5 Millionen zusätzlich in der Stadtkasse. #aktienrechtzeitigverkaufenhaettevielgebracht
     
  3. Die halbe Million, welche die a.en zusätzlich an die Stadt ablieferte, wurde in Form von überhöhten Energiekosten durch die Oltner Bevölkerung bezahlt, natürlich ohne Progression und damit zulasten der mittleren und tiefen Einkommen. #gebuehrenstattsteuern
     
  4. Die Einsparung von 0.9 Millionen beim Sachaufwand ist vor allem auf das Budget-Referendum und die dadurch verzögerte Ausführung von Projekten und Arbeiten zurückzuführen.
    #einhalbesjahrnichtsausgegeben
     
  5. Auch die Auflösung von Rückstellungen und Vorfinanzierungen in der Höhe von 1.2 Millionen ist hübsch für die Rechnung, aber eine einmalige Sache. #warumgraddiesesjahr

Alles in allem bleiben also noch rund 5 Prozent des grandiosen Ergebnisses übrig.

Investition für nachhaltige Entwicklung

Die Investitionen in Unterhalt und Erneuerung der städtischen Infrastruktur sind eine wichtige Kenngrösse für eine nachhaltige Stadtentwicklung. In den letzten Jahren war dieser Betrag jeweils sehr tief angesetzt, was zur heutigen Situation mit diversen anstehenden Grossprojekten führte. 16 Millionen sind in etwa der Betrag, der für eine Stadt in der Grösse von Olten für eine nachhaltige Entwicklung jährlich investiert werden sollte.

Die Nettoinvestitionen 2019 betrugen 11.7 Millionen, wogegen im Budget Version 2 lediglich 9.5 Millionen eingeplant waren. Es wurden also 2.2 Millionen mehr investiert als budgetiert. Das ist an und für sich eine erfreuliche Nachricht. Es fehlen aber immer noch 4.3 Millionen bis zum angestrebten Nettoinvestitionsvolumen von 16 Millionen.

Ein ganzes Jahr Steuern für ein halbes Budget

Das abgelehnte Budget-Referendum hatte der Stadt einen fast halbjährigen Stillstand beschert. Ein Stillstand, während dem lediglich die „obligatorischen“ Ausgaben (#fasnachtsobligatorium) getätigt wurden. Die Oltner*innen jedoch haben für das ganze Jahr 2019 Steuern gezahlt. Zwar ohne Steuererhöhung, aber eben doch – und dabei nur sozusagen für ein halbes Jahr Leistungen bezogen. Kein Wunder bleiben da ein paar Millionen übrig. #schwurbelnkoennenwirauch

Glück und Einmaleffekte

Kein Wunder, sieht am Schluss die Rechnung gut aus. Daraus zu schliessen, dass wir auch in Zukunft ohne Steuererhöhungen durchkommen werden, wie das die Finanzexperten von SVP und FDP auf Facebook verkünden, braucht doch eine erheblich eingeschränkte Sicht der Realitäten.

(Das Orginal ist auf der Website von olten.jetzt erschienen)

Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter V

Die Oltner Bevölkerung erwartet die Öffnung der Läden per 11. Mai.

(Stand, 06. Mai 2020) In den Gruppenchats auf Whatsapp und auch auf der Webseite www.olteneinfach.ch/corona kehrte in den letzten Tagen Ruhe ein. Noch zwei bis drei Anfragen pro Woche erreichen uns über die Hotline 062 296 46 00 und die Menschen erwarten die Öffnung der Läden per 11. Mai. – Die „Corona-Normalität“ ist eingekehrt.

Wie von Beginn weg erwartet, entspannt sich die Lage nach den angekündigten Lockerungsmassnahmen des Bundes merklich. Viele Läden öffnen am kommenden Montag wieder und der gefühlt angespannten Situation zu Beginn der Corona-Krise ist eine gewisse „Corona-Normalität“ gewichen. 

Bereits wurden wir angefragt, ob die Whatsapp-Chats bald aufgelöst werden. Dabei müssen wir allerdings bedenken, dass trotz extrem niedriger Fallzahlen die weiteren Entwicklungen derzeit noch nicht abschätzbar sind. Ein Aufflackern der Pandemie im Herbst ist denkbar und ein Neuaufbau der Nachbarschaftshilfe-Strukturen wäre kraftraubend.

Zielführender ist es deshalb, die eingespielten Strukturen der Corona Nachbarschaftshilfe vorläufig gemächlich weiterzuführen. Wir sind zudem sehr dankbar, dass sich bei vielen Oltnerinnen und Oltern die Einkaufsrituale eingespielt haben und die Nachbarschaftshilfe einen wichtigen Beitrag zur gegenseitigen Hilfestellung leisten konnte. 

Statt Gewerbeseite wieder Newsbeiträge zu Neuerungen

Durch die Wiedereröffnung vieler Geschäfte am 11. Mai erübrigt sich die auf www.olteneinfach.ch eingerichtete Seite fürs Gewerbe. Gewerbetreibende, die News zu ihrem Angebot zu vermelden haben, können dies gerne samt einem Bild an info@olteneinfach.ch melden und diese Infos werden dann in Form von Newsbeiträgen veröffentlicht. Der Einkauf beim lokalen Gewerbe sichert Arbeitsplätze und umso wichtiger ist es, auf lokale Dienstleistungen hinzuweisen. 

Corona bleibt noch viele Wochen ein Thema

In diesem Zusammenhang wollen wir auch prüfen, wie wir die WhatsApp-Chats für die kommenden Wochen weiterentwickeln können. Für Rückmeldungen dazu sind wir sehr dankbar und freuen auf eure Kommentare oder Mails via corona@olteneinfach.ch.  

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig