Schleichverkehr wegen Umbau Bahnhofquai

Informationsaustausch für Bevölkerung zum möglichen Schleichverkehr.

Mit den am 5. Oktober 2020 startenden Umbauarbeiten des Oltner Bahnhofquais ist zwischen Bahnhof und der Hauptpost mit massiven Verkehrsbehinderungen und Schleichverkehr durch die Quartiere zu rechnen.

Die Achse vom Bahnhof in Richtung Autobahn Aarburg wird wegen der Umbauarbeiten gesperrt. Der Autoverkehr wird weiträumig umgeleitet. Nichtsdestotrotz ist mit Schleichverkehr in den Oltner Quartieren zu rechnen, dass Autofahrende nach Möglichkeit die weiträumig beschildere Ausweichstrecke via Usego meiden und die Strecke durch die Stadtquartiere abkürzen wollen.

Insbesondere die Strassenzüge im unteren Teil das Säliquartiers dürften betroffen sein, weil Autofahrer auf die Achse Aarau-Säliquartier-Sälikreisel-Aarburg ausweichen oder den Weg via Innenstadt durch die Rötzmatt zur ERO wählen.

Die Umbauarbeiten am Bahnhofquai dauern 14 Monate. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn sich die Oltner Bevölkerung zu diesem Thema aktiv untereinander austauschen kann. Dazu ist ab sofort die Telegram Gruppe https://t.me/oltenschleichverkehr eröffnet. Die Gruppe ist nicht moderiert, soll aber soll dem direkten und ungefilterten Infoaustausch der Oltner Bevölkerung untereinander dienen.

Voraussetzung ist einzig der Download der kostenlosen Telegram App (iOS oder Android), um sich in diesen Chat via Smartphone einzubinden. Beim Beitritt in die Gruppe ist eine automatisch generierte und simple Rechenaufgabe zu lösen. Diese dient einzig dem Spamschutz.

Taxi Bur schützt Fahrgäste und Fahrer

Taxi Bur Olten: Schutz für Fahrgäste durch gezielte Hygienemassnahme und Schutzfolie im Fahrgastraum.

Corona trifft die Taxibranche besonders hart. Viele Menschen bleiben zu Hause und wer sich in er Öffentlichkeit bewegt, meidet geschlossene Räume und die Nähe zu Menschen. Taxi Bur aus Olten reagiert auf die Entwicklungen und bietet ab sofort als einziges Oltner Taxiunternehmen den notwendigen Schutz für Fahrgäste durch eine neue Schutzfolie im Fahrgastraum.

Wie Taxi Bur auf Anfrage mitteilt, ist ab sofort in allen eingesetzten Taxis eine Schutzfolie zwischen Fahrgast und Taxifahrer eingezogen. Handgriffe und Oberflächen werden nach jeder einzelnen Fahrt mit Desinfektionsmittel gereinigt. Der Schutz der Fahrgäste hat für das Oltner Traditionsunternehmen oberste Priorität.

Desinfektionsmittel für Fahrgäste, Bezahlung mit Karte

Für alle Fahrgäste befindet sich im neu mit Schutzfolie abgetrennten Fahrgastraum auch Desinfektionsmittel. In der eingezogenen Trennfolie befindet sich ein Schlitz, durch welchen das Geld zwischen Fahrgast und Fahrer beglichen werden kann. Jede Fahrt kann bei Taxi Bur zudem aus hygienischen Gründen auch mit Karte bezahlt werden, um auf den Austausch von Bargeld zu verzichten.

Grösstmögliche Hygiene bei der Fahrt zum Arzt oder für Lieferservices

Durch die permanente Reinigung der Oberflächen und Handgriffe nach jeder Fahrt und der neuen Schutzfolie im Fahrgastraum, bietet Taxi Bur auch in Zeiten von Corona den grösstmöglichen hygienischen Schutz für Taxigäste. Das Unternehmen bietet auch wie bisher Botengänge und Lieferservices an. Beträge können dank mobiler Kartenlesegeräte auch per Kreditkarte oder Debitkarte direkt an der Haustüre beglichen werden.

Die Zentrale von Taxi Bur ist rund um die Uhr unter 062 205 22 22 erreichbar.

Schwerer Verkehrsunfall im Industriequartier

Motorradlenker verletzt sich bei Unfall in Oltner Industriequartier schwer.

Nach Angaben der Kantonspolizei ist am Dienstagabend in Olten ein Motorradfahrer bei einem Selbstunfall schwer verletzt worden. Er musste mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden.

Am Dienstag, 18. Februar 2020, kurz nach 16 Uhr, war ein Motorradlenker in Olten auf der Haslistrasse in Fahrtrichtung Tannwaldstrasse unterwegs. Wie die Polizei mitteilt, war der 44-jährige Motorradfahrer ohne Motorradhelm unterwegs, als er noch aus zu klärenden Gründen zu Fall kam. Er zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu.

Bis zum Eintreffen des aufgebotenen Rettungshelikopters der AAA Alpine Air Ambulance, wurde er vor Ort durch ein Ambulanzteam betreut. Während der Unfallaufnahme sowie den Bergungsarbeiten musste die Haslistrasse kurzzeitig für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Die Unfallursache bildet Gegenstand polizeilicher Abklärungen.

Bewohner haben Nase voll wegen Untätigkeit im Säliquartier

Unterschriftensammlung für Begegnungszone.

Mit der Einführung der ERO Olten wurde den Bewohnern des Säliquartiers versprochen, durch regelmässige Kontrollen gegen illegale Quartierquerungen ortsfremder Automobilisten vorzugehen. Nach der gefühlt wahrgenommenen Untätigkeit der Polizei des Kantons Solothurn wird nun auf politischer Ebene eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h gefordert. Anwohner lancieren eine Unterschriftensammlung. Unterschriftenbögen können heruntergeladen und unterzeichnet werden.

Im Gegensatz zu den Bewohnern eines Quartiers, wollen ortsfremde Automobilisten dieses möglichst schnell durchqueren. Sicherheitsrelevante Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung sind im Oltner Säliquartier an der Tagesordnung. Die Anwohner leiden unter illegalen Querungen ihrer Quartierstrassen von meist ortsfremden Automobilisten. Autofahrer umfahren in Stosszeiten die überlastete Hauptachse am Postplatz und fahren zügig durchs Säliquartier.

Es ist zu einem überwiegenden Teil der Untätigkeit der Polizei des Kantons Solothurn und der Verwaltung geschuldet, dass die Anwohner nun eine Unterschriftensammlung lancieren und eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h fordern. Viele Kinder und Velofahrende bewegen sich auf diesen Quartierstrassen und werden regelmässig durch zu schnell oder rücksichtslos fahrende Autos gefährdet. Den Anwohnern ist der Kragen geplatzt.

Anwohner fordern Verlangsamung des Verkehrs

Zum Schutz der Bevölkerung werden ab sofort Unterschriften für eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h im Säliquartier gefordert. Der Verkehr in den quer verlaufenden Strassenzügen soll verlangsamt werden. Bei Tempo 20km/h wären zudem in der neu geplanten Begegnungszone die Fussgänger vortrittsberechtigt.

Tempomessung Sälistrasse Olten

Statt im Stadthaus selbst aktiv zu werden und mit der Polizei verbindliche Kontrollmassnahmen zum Schutz der Quartierbewohner zu definieren, werden nun von den Anwohnerinnen und Anwohnern im Säliquartier Unterschriften gesammelt, weil die Bewohner von der Untätigkeit der Verwaltung die Nase voll haben.

Gemeinsam mit Gemeinderat Ruedi Moor (SP), wurde von Quartierbewohnern ein Volksauftrag für die Einführung einer Begegnungszone im Säliquartier definiert.

Seit Jahren Ausreden der Verantwortlichen

Kontrollen im Quartier seien viel zu aufwendig und personalintensiv, weil juristisch eine Durchfahrt lückenlos nachgewiesen werden müsse, so die Standardbegründung der Verwaltung, um nicht auf ein existierendes Problem der Bevölkerung reagieren zu müssen.

So bleiben auch die anfänglich von der Polizei zur Eröffnung der Umfahrung ERO Olten durchgeführten Kontrollen im Säliquartier aus. Heute fährt wer will, unbekümmert quer durch diese Anwohnerzone. Wegen ausbleibender Kontrollen durch die Polizei hat dabei auch niemand etwas zu befürchten.

Anfängliche Verkehrskontrollen 2013 anlässlich Eröffnung ERO Olten

Unterschriftenbogen zum Download

Der Unterschriftenbogen kann auf olteneinfach.ch heruntergeladen und im Anschluss an eine erstunterzeichnende Person retourniert werden. Je mehr Unterschriften zusammenkommen, desto stärker der Druck auf die Verantwortlichen, auf die Missstände im Säliquartier endlich zu reagieren. Alle Oltnerinnen und Oltner können Anwohner des Säliquartiers mit ihrer Unterschrift bei der Bestrebung nach einer Lösung unterstützen.

Die totale Überwachung

Neue Parkraumbewirtschaftung in Olten sorgt für kontroverse Diskussionen.

Olten hat jüngst seine Parkuhren durch ein elektronisches Modell ersetzt. Die Vorteile sind, dass kein Parkticket mehr hinter die Scheibe gelegt und bequem mit einer Kreditkarte bezahlt werden kann. Die Registrierung wird über die Autonummer vorgenommen. 2020 folgt eine App, über welche man noch bequemer via Smartphone bezahlen kann. Und bereits geistern im Netz Verschwörungstheorien umher, wonach die Stadt Olten nun ihre Bürger gezielt überwachen wolle. Ein Realitätscheck.

Weil die Stadt Olten neue Parkuhren aufgestellt hat, überschlagen sich in der Facebook Gruppe Olten und ähnlichen Foren die Gerüchte, wonach die Stadt Olten mit den neuen Uhren nun gezielt ihre Bürger überwachen wolle. Dazu ein paar Fakten.

  • Der Datenschutz geniesst in der Schweiz einen grossen Stellenwert. Sowohl eidgenössische als auch kantonale Datenschutzbeauftragte gehen Meldungen über Verstösse rigoros nach. Eine Firma, welche heute entsprechende Dienstleistungen wie Parkuhren anbietet, achtet schon alleine aus wirtschaftlichen Gründen penibel darauf, dass Geschäftsprozesse strikte entlang den geltenden gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.
  • Durch die Eingabe der Autonummer in einen Automaten der Firma IEM Prestopark, dem Hersteller der Oltner Parkuhrensystems, wird damit nur der Datensatz übermittelt, dass für ein bestimmtes Auto eine Bezahlung vorgenommen wurde. Ob sich das Auto tatsächlich im Perimeter der Parkuhr befindet oder wo genau es abgestellt wurde, weiss aufgrund dieser Angabe und dem technischen Ausrüstungsstand in Olten niemand. Theoretisch könnte jederzeit auch durch Dritte eine fiktive Zahlung für eine Autonummer vorgenommen werden. Ob und wann ein Fahrzeug wirklich abgestellt wurde, lässt sich mit dem neuen Uhrensystem nicht ermitteln, sondern nur bei einer Kontrolle.
  • Die neuen Uhren und die dahinter liegenden Geschäftsprozesse sollen vielmehr dazu dienen, den begrenzten Parkraum als Ganzes gezielter zu bewirtschaften, die Bezahlung für Nutzer zu vereinfachen und Kontrollen zu erleichtern, indem Fahrzeugdaten im Bedarfsfall zentral abgeglichen werden können. Man spricht dabei auch von Smart-City-Lösungen, welche zunehmend in Städten Einzug halten.
  • Vollständig unbeachtet der äusserst emotional geführten Diskussion der möglichen gezielten Überwachung via Parkautomaten, geht interessanterweise die Frage nach den digitalen Parkkarten für Autos von Quartierbewohnern in der Stadt Olten vollständig unter. Diese weissen Kärtchen hinter der Windschutzscheibe fast jedes Oltner Autos, liessen viel präzisere Fahrzeugortungen zu. Denn in jedem dieser weissen Kärtchen ist ein RFID-Chip verbaut, der bei einer Kontrolle geprüft und Halterdaten ausgelesen werden. Ein Aufschrei der Empörung zu diesem Umstand? Fehlanzeige. Und er ist genau so wenig notwendig, denn auch hier greifen die gesetzlichen Grundlagen des Datenschutzes.
Neuer PrestoPark Bezahlterminal am Bifangplatz

Menschen die sich aus Gründen des Datenschutzes über die neuen Parkautomaten in der Stadt Olten aufregen, müssen gleichzeitig auch bedenken, das Nutzerinnen und Nutzer eines Smartphones mit dem Betriebssystem iOS oder Android durch deren in Amerika beheimateten Herstellerfirmen jederzeit getrackt werden. Ebenso speichern die Mobilfunkanbieter Swisscom, Salt und Sunrise die Bewegungsdaten der Gerätenutzer aus gesetzlichen Gründen. Man kann Menschen technisch bereits heute jederzeit präzise orten, sollten diese ein Mobiltelefon nutzen. Parkautomaten braucht es dazu nicht.

Die Diskussion um die Digitalisierung kann man gut oder schlecht finden, nur die neuen Oltner Parkuhren in diesem Gesamtkontext als Teufelszeug zu brandmarken, ist in der Gesamtbetrachtung komplett überzogen.

Prestopark als verlässlicher Partner für viele Gemeinden

Bezahllösungen der Firma IEM, welche über das Label PrestoPark entsprechende Leistungen anbietet, werden heute bereits in den Gemeinden Adliswil, Baar, Baden, Biel, Brienz, Brig, Brugg, Carouge, Chur, Crans-Montana, Gruyères, Delémont, Dietikon, Disentis, Döttingen, Engelberg, Fribourg, Genf, Horw, Langenthal, Le Landeron, Naters, Neuchâtel, Oberglatt, Oberried, Ostermundigen, Porrentruy, Rothenburg, Rüschlikon, Schaffhausen, Schötz, Schwyz, St. Gallen, Versoix, Wetzikon, Willisau, Yverdon, Pontresina und Zürich verwendet. Rund 10’000 Parkuhren der Firma sind in der Schweiz in Betrieb.

Vorteile der Digitalisierung nutzen

Es muss im Interesse einer zukunftsgerichteten Bevölkerung sein, dass die öffentliche Verwaltung den Aufwand für die Parkraumbewirtschaftung möglichst gering halten kann. Gleichzeitig wird mit der Einführung einer entsprechenden Bezahllösung via Smartphone der Aufwand für Nutzende verringert und Einnahmen zu Gunsten der Stadtkasse im besten Fall optimiert.

Wir sollten uns in Olten vielmehr darüber freuen, dass die Stadtverwaltung moderne Smart-City-Lösungen in unserer Gemeinde einführt. Olten geht einen Schritt vorwärts und hoffentlich werden weitere digitale Services folgen, welche das Leben der Bürgerinnen und Bürger weiter vereinfachen werden.

Alter PTT-Tunnel als neue Veloverbindung zwischen Altstadt und Sälipark

Velotunnel unter dem Bahnhof als sichere und kostengünstige Alternative

Die Stadt Olten lädt die Bevölkerung ein, sich im Rahmen des Projekts neuer Bahnhofplatz zu äussern. Das Vorhaben von Kanton, SBB und der Stadt bietet die Chance für Olten, einen rund sechs Meter breiten und ungenutzten Posttunnel zu einer neuen und sicheren Verbindung zwischen den Stadtseiten für den Veloverkehr zu erschliessen.

Ein kleiner Durchbruch von ein paar wenigen Metern Tunnel würde bereits ausreichen, um im Rahmen des Projekts „neuer Bahnhofplatz“ gleich auch die beiden Stadtseiten für Velofahrer sicher und komfortabel zu erschliessen. Diskussionen um den Veloweg durch die Winkelunterführung wären auf einen Schlag vom Tisch. Denn die Stadt präsentierte jüngst Pläne, wonach im Rahmen der Aufwertung des Bahnhofplatzes auch ein neuer Steg für Velos und Fussgänger über die Aare hin zu einem grossen Veloparking mit 1250 Abstellplätzen geplant ist.

Ab dem Amthausquai wäre die neu zu erstellende unterirdische Velostation beim Bahnhof über den Aaresteg niveaufrei erschlossen. Diese neue Velostation befindet sich nur wenige Meter von einem alten Posttunnel entfernt. Ein Durchbruch wäre mit geringem Aufwand möglich.

Vom neuen Aaresteg durch den Velotunnel sicher bis zur Tannwaldstrasse/Fachhochschule

Alter Posttunnel als neue und sichere innerstädtische Veloverbindung

Mit dem Rückzug der Bahnpost verschwanden bereits vor einigen Jahren die markanten gelben Postlifte auf den Perrons im Bahnhof Olten. Im Untergrund blieb jedoch ein rund sechs Meter breiter Posttunnel bestehen. Er zieht sich unterirdisch von der Lärmschutzwand beim Gleis 12 beim Restaurant Flügelrad bis vor zur Bahnhofstrasse bei Gleis 1.

Unterirdisch noch heute schlummernd, verband der Tunnel einst das ehemalige Bahnpostgebäude im Bahnhof mit der Hauptpost und stellte für Schlepperfahrzeuge mit Anhängern den Zugang zu den Gleisen im Bahnhof sicher. Der Tunnel dient heute als Lagerfläche und könnte mit sehr geringem Aufwand als Velotunnel neu die beiden Stadtseiten verbinden.

Möglicher Durchbruch zwischen Velostation und Posttunnel zur Erschliessung

Erschliessung der Altstadt mit der rechten Stadtseite

Würde ein solches Projekt im Rahmen der Sanierung des Bahnhofplatzes zeitgleich realisiert, könnte für wenig Geld eine direkte Veloverbindung von der Altstadt über das neue Veloparking durch den Velotunnel zur Tannwaldstrasse und damit zur rechten Stadtseite sicher und bequem realisiert werden.

Auf Seite der Tannwaldstrasse wäre ein Aufgang im Bereich der heutigen Parkflächen hinter der Lärmschutzwand ohne viel Aufwand möglich. Diskussionen und millionenschwere Investitionen in die Winkelunterführung für die Erschliessung für den Langsamverkehr wären hinfällig.

Der neue Velotunnel würde erstmals die sichere Verbindung beider Stadtseiten ausserhalb des Autoverkehrs ermöglichen und so zur Steigerung der Lebensqualität für die Oltner Bevölkerung einen entscheidenden Beitrag leisten. Altstadt und Innenstadt wären für Velofahrende endlich sicher und komfortabel mit dem Sälipark, der Fachhochschule und der übrigen rechten Stadtseite verbunden.

Der Unterschied

Kein Platz für Velos am Oltner Bahnhof. Zeit ist reif für eine aktive Platzbewirtschaftung.

Diese Tage mussten in der Oltner Velostation am Bahnhof wieder unzählige Velofahrerinnen und Velofahrer wegen Überfüllung der Anlage ihren Drahtesel irgendwo abstellen. Die dafür vorgesehenen Stellplätze waren einmal mehr überfüllt.

Es ist schade, kümmert sich die Stadt Olten nicht um eine aktive Platzbewirtschaftung am Bahnhof Olten. Die mit Steuergeldern finanzierte Anlage ist weiterhin chronisch überlastet. Ziel müsste es aber sein, dass möglichst viele velofahrende Menschen einen Platz für ihr Fahrrand am Bahnhof finden. Denn die Unterschiede mit und ohne Platzbewirtschaftung sind frappant. Dort wo für CHF 150.- pro Jahr (41 Rappen pro Tag) ein Parkplatz gemietet werden kann, füllt sich die Anlage am Morgen und leert sich wieder am Abend. Stehen bleiben nur ein paar wenige Velos von Nutzern, die in Olten arbeiten und mit dem Zug an- und abreisen.

Bewirtschafteter Teil der Veloanlage Gleis 12 Bahnhof Olten

Ein komplett anderes Bild in der kostenlosen und unbewirtschafteten Zone. Hier der Blick gestern Abend um 22.20 Uhr. Der kostenlose städtische Teil des Velokellers ist auch spät am Abend halb gefüllt mit Velos, die man am Bahnhof einfach trocken und warm ein paar Tage stehen lassen kann.

Pendlerinnen und Pendler, die nicht schon in den sehr frühen Morgenstunden zum Bahnhof fahren, müssen dann im Verlauf des Tages ihre Velos irgendwo abstellen, denn mindestens die Hälfte der Abstellfläche ist durch Dauerparkierer belegt.

Kostenlose Abstellfläche Gleis 12 um 22.20 UIhr
Kostenlose Abstellfläche Gleis 12, Blick Richtung Migrolino, um 22.20 Uhr

Kontrolle mit Maler-Klebeband

„Veloleichen“ fallen beim aktuellen System oft erst nach Wochen auf, werden irgendwann durch das Personal vor Ort mit einem Maler-Klebeband markiert, mit einem Datum versehen und es dauert weitere viele Tage, bis die nicht genutzten Velos irgendwann aus den kostenlos nutzbaren Veloständern entfernt werden.

Es wird Zeit für eine professionelle Bewirtschaftung, damit möglichst viele Oltnerinnen und Oltner welche diese Anlage täglich nutzen, endlich wieder Platz für ihr Fahrrad finden. Technische Lösungen am Markt sind verfügbar, nur braucht es die Anstrengung aus der Verwaltung, hier endlich zu handeln, bevor dies über eine Motion durch das Gemeindeparlament geschieht.

In verkehrsberuhigter Konradstrasse in Plakatwand gefahren

Angetrunkener Lenker verursacht Unfall mit Verletzten.

In der Nacht auf den 1. August ereignete sich in der Oltner Innenstadt ein Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Ein 35-jähriger Schweizer verlor in angetrunkenem Zustand die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte beim Parkplatz Munzingerplatz mit einer Werbetafel.

Sämtliche Fahrzeuginsassen wurden mit leichten bis mittelschweren Verletzungen ins Spital überführt. Den Führerausweis musste der Lenker des Unfallwagens auf der Stelle abgeben.

Tragischer Unfall auf dem Bahnhofplatz

Fussgängerin durch Auto schwer verletzt.

Am Montagabend wurde eine Fussgängerin beim Überqueren des Fussgängerstreifens am Bahnhof schwer verletzt. Ein auf dem Bahnhofplatz rückwärts fahrendes Auto erfasste die Frau und diese wurde dabei schwer verletzt.

Am Montagabend, 15. Juli 2019 gegen 19 Uhr, fuhr gemäss Angaben der Kantonspolizei Solothurn eine 24-jährige deutsche Automobilistin zum Hauptbahnhof Olten und lud im Bereich vom Perron 1 ihren Beifahrer aus. Beim anschliessenden Rückwärtsfahren übersah die Autolenkerin eine 76-jährige Frau, welche die Bahnhofstrasse vom Perron 1 herkommend auf dem Fussgängerstreifen in Richtung Aare überqueren wollte.

Die Fussgängerin wurde vom Heck des Autos touchiert und stürzte in
der Folge auf den Asphalt. Dabei zog sie sich schwere Verletzungen zu. Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort wurde die Verunfallte mit einer Ambulanz ins Spital überführt. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde nach Polizeiangaben eine Untersuchung eingeleitet.

Wir Oltner sind schon äs bizeli verrückt

Auf dem Weg ans Schulfest ist mir heute durch den Kopf geschossen, dass wir Oltner schon ein bisschen verrückt sind, uns vom Durchgangsverkehr so viele schöne Flächen klauen zu lassen. Aber gerade an einem solchen Sonntag, wo unsere Kinder und damit unsere Zukunft durch Olten läuft, darf man doch mal den Gedanken etwas spinnen und sich überlegen wie es wäre, wenn wir nicht jeden Oltner Quadratmeter dem Strassenverkehr opfern würden. Also etwa so ähnlich wie einem Raucher aufzeigen, der sich nicht vorstellen kann, dass man auch ohne Zigarette gut und vor allem gesünder leben kann.

Stellen Sie sich also mal einfach vor, wie der Munzigerplatz als Parkanlage aussehen würde, mit Grasflächen und Bänkli, irgendwo vorne links ein kleiner Pavillon der im Sommer Getränke verkauft, etwas Musik dudelt unter dem Schatten der Bäume und die städtischen Stühle von Fermob, die einfach so in diesem bunten Stadtgarten stehen, sind von Müttern belegt, die ihren Kindern beim Spielen zusehen.

Munzingerplatz mit Bäumen, Parkplatz an zentralster Lage

Oder noch verrückter. Stellen Sie sich mal vor, man würde die Strasse beim Bahnhofquai mit all ihrem Durchgangsverkehr eine Etage tiefer legen und vom Bahnhof bis zur Holzbrücke würde die ganze Fläche in einen Spielplatz für Fussgänger und Veloverkehr umgestaltet. Schönster Lebensraum wo man gerne verweilen würde. An der Kante vorne zur Aare hin würden die farbigen Möbel von Enzo stehen, die man der Stadt schenkte. Die Leute könnten von oben auf die Aare blicken und im Erdgeschoss in den Gebäuden von Swisscom wären keine Büros sondern kleine Snackstände, wo sich die 80’000 Leute, die täglich an Oltner Bahnhof frequentieren, kurz mal auf ein Bier oder einen Apéro in Olten an der Aare gemütlich unter einem Sonnenschirm treffen würden. Eine Etage tiefer, eingepackt in einem Betontunnel, würde sich der motorisierte Verkehr durchwälzen und oben an bester Lage wieder Leben stattfinden.

Bahnhofquai vom Postplatz zum Bahnhof, heute eine Stadtautobahn.

Leider beherrsche ich kein Photoshop, sonst würde ich das gerne mal für diesen Blog visualisieren und um eine kleine Inspiration zu schaffen, wie es am Aareufer aussehen könnte, würden wir nicht jeden Zentimeter dem Durchgangsverkehr verschenken, sondern uns wieder mehr auf unsere Oltner Anliegen fokussieren und diese auch gegenüber dem Kanton klar kommunizieren. Einfach mal nicht abnicken sondern auf die Hinterbeine stehen und eine Vision präsentieren und konkrete Massnahmen einfordern.

Welche Breite und welches Potential die Ringstrasse vom Café Ring bis hin zur Citykreuzung hat, sieht man erst, wenn sich Menschen darauf bewegen können. In den 1950er und 1960er Jahren war der wirtschaftliche Aufschwung eng mit dem Strassenbau verbunden. Die Strassen mussten möglichst breit sein und der Fokus lag klar beim Auto. Die Kehrtwende machen nun Länder wie Holland und Dänemark, also funktionierende Wirtschaftssysteme ohne eigene Autoindustrie, wo schrittweise Rückeroberung des Strassenraums durch Velos und Fussgänger stattfindet. Es werden Bäume gepflanzt und Lebensraum für Menschen geschaffen, die in ihrer Stadt wohnen möchten.

Ringstrasse, die heutige Automeile der Stadt Olten

In Holland bestehen Verkehrskonzepte, bei welchen in Städten der komplette Strassenraum von Verkehrsinseln befreit, die Troittoirs aufgehoben, Fahrbahnmarkierungen übermalt und sämtliche Verkehrsschilder und Signalisationen entfernt wurden. Die riesige Verkehrsfläche kann nun gleichberechtigt durch alle Menschen genutzt werden, ob nun zu Fuss, auf dem Velo oder im Auto. Es hört sich verrückt an, aber dieses Experiment zeigt, dass ein neues Miteinander entsteht, Autofahrer viel vorsichtiger den Verkehrsraum befahren, wenn nicht Ampeln und Pfeile den Weg durch die Stadt weisen und der Verkehr genauso fliesst. Denn es ist klar, dass man in Olten den Verkehr nicht wegzaubern kann. Aber man kann ihn neu denken und gestalten.

Verkehrsführung aus den 1960er Jahren, weil man es schon immer so machte.

Was für ein realitätsfremder Spinner werden nun die einen denken, was für ein Utopist. Aber hey, manchmal sind es genau diese Sonntage im Sommer, die einem den Blick dafür eröffnen, dass es auch anders gehen könnte. Und dass es eben funktionieren würde, zeigt die Tatsache, dass trotz Strassensperrung der Verkehr am heutigen Schulfest in Olten nicht etwa zusammengebrochen ist. Nein, wir haben uns damit arrangiert.

Ein Parkplatzleitsystem für Oltens Parkäuser wird nun auch realisiert und für Besucher von Olten wird man auch in Zukunft Parkraum benötigen, nur stellt sich die Frage, ob unsere Stadt auch in Zukunft dem Durchgangsverkehr weiterhin diese hohe Priorität einräumen will oder ob wir Olten wieder attraktiver gestalten und für Besucher wieder ansprechender entwickeln sollten. Gerade an zentralsten Lagen der Innenstadt.

Aarburgerstrasse aus Richtung Aarburg bis zum Postplatz, an normalen Tagen eine meist stehende Autoschlange in der Hauptverkehrszeit

Ich wünsche mir für Olten ein paar visionäre Köpfe, die ausserhalb der bestehenden Muster unseren Oltner Verkehr überdenken. Eine Vision für unsere Stadt entwickeln, sich überlegen, wo wir Olten und unseren gemeinsamen Lebensraum in 20 Jahren sehen wollen, damit die Kinder, die wir heute am Schulfest gesehen haben, ihren Kindern einmal etwas vom Aufbruch in der Stadt Olten erzählen können.