Schleichverkehr wegen Umbau Bahnhofquai

Informationsaustausch für Bevölkerung zum möglichen Schleichverkehr.

Mit den am 5. Oktober 2020 startenden Umbauarbeiten des Oltner Bahnhofquais ist zwischen Bahnhof und der Hauptpost mit massiven Verkehrsbehinderungen und Schleichverkehr durch die Quartiere zu rechnen.

Die Achse vom Bahnhof in Richtung Autobahn Aarburg wird wegen der Umbauarbeiten gesperrt. Der Autoverkehr wird weiträumig umgeleitet. Nichtsdestotrotz ist mit Schleichverkehr in den Oltner Quartieren zu rechnen, dass Autofahrende nach Möglichkeit die weiträumig beschildere Ausweichstrecke via Usego meiden und die Strecke durch die Stadtquartiere abkürzen wollen.

Insbesondere die Strassenzüge im unteren Teil das Säliquartiers dürften betroffen sein, weil Autofahrer auf die Achse Aarau-Säliquartier-Sälikreisel-Aarburg ausweichen oder den Weg via Innenstadt durch die Rötzmatt zur ERO wählen.

Die Umbauarbeiten am Bahnhofquai dauern 14 Monate. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn sich die Oltner Bevölkerung zu diesem Thema aktiv untereinander austauschen kann. Dazu ist ab sofort die Telegram Gruppe https://t.me/oltenschleichverkehr eröffnet. Die Gruppe ist nicht moderiert, soll aber soll dem direkten und ungefilterten Infoaustausch der Oltner Bevölkerung untereinander dienen.

Voraussetzung ist einzig der Download der kostenlosen Telegram App (iOS oder Android), um sich in diesen Chat via Smartphone einzubinden. Beim Beitritt in die Gruppe ist eine automatisch generierte und simple Rechenaufgabe zu lösen. Diese dient einzig dem Spamschutz.

Blockrandüberbauung: (Alb)Traum in Olten?

Gestaltungsplan Aarauerstrasse liegt zur Mitwirkung auf.

Die Baudirektion Olten legt momentan einen Gestaltungsplan für den letzten Teil der Blockrandbebauung an der Aarauerstrasse 31 zur Mitwirkung auf. Das Projekt soll in Zukunft als Vorbild für weitere Blockrandüberbauungen in Olten dienen. Gemäss dem jetzigen Stand werden allerdings im bereits zubetonierten und uneinladenden Innenhof noch weitere Wohnungen entstehen und die erforderliche Grünfläche wird auf ein Minimum geschrumpft. Dies zeigt, dass die Stadt Olten auch bei kleinen Bauprojekten die Lebensqualität der Bewohner ignoriert.

Bauliche Kuriositäten in Olten

Als Neuzuzüger haben wir uns schon so manches Mal über die baulichen Kuriositäten von Olten gewundert. Seien es die geplante riesige Überbauung an der Rosengasse, das Stadthaus, welches so schön mit der Altstadt kontrastiert, oder die Überbauung im Hammer, die Neubauquartiere in der Agglomeration Zürich geradezu dörflich wirken lässt.

Dann kam die Corona-Krise, und wir waren auf einmal im Homeoffice in Olten gestrandet. Dies gab uns Gelegenheit, die schönen Seiten von Olten zu entdecken. So etwa den Wildpark Mühletäli, die Altstadt, Sonnenuntergänge bei der Wartburg oder die Alpensicht vom Engelberg. Doch dieses schöne Idyll wurde eines Tages im April abrupt gestört, als uns gegenüber Visiere aufgestellt wurden, um die letzte Baulücke in der Blockrandbebauung Unterführungs-/Von Roll-/Aarauer-/Neuhardstrasse zu füllen. Das Füllen dieser Baulücke ist in Zeiten von Verdichtung sinnvoll. Aber darüber, wie genau solche Verdichtung in Olten geplant wird, sollte diskutiert werden.

Luftbild des Innenhofs aus dem Konzept zur Innenhofgestaltung https://www.olten.ch/_docn/2556370/5_Konzept_Innenhofgestaltung_20200325.pdf

Ein trauriger Innenhof

Einige Worte zur aktuellen Situation in unserer Blockrandbebauung. An der Unterführungs- und Von Rollstrasse steht der Neubau Aarepark. In diesem wohnen vor allem junge Singles und Paare, welche die Nähe zum Bahnhof schätzen und bereit sind, einen vergleichsweise hohen Mietzins für die Gegend zu zahlen. An der Aarauer- und Neuhardstrasse stehen Häuser älteren Jahrgangs, mit tiefem Mietzins und vielen Familien und auch älteren Mietern. Insgesamt wohnen einige hundert Menschen in der gesamten Blockrandbebauung. Die Innenhöfe von Blockrandbebauungen sind laut Wikipedia üblicherweise begrünt und ein offener Erholungsraum für die Anwohner. Dieser hier besteht aber vor allem aus Parkplätzen und in der Mitte stehen einige alte Gewerbebauten.

Der traurige Zustand ist historisch gewachsen, denn das Areal war bis vor einigen Jahren noch keine Blockrandbebauung. Zwar wurden die Autos des Aareparks in eine Tiefgarage verbannt, doch auch dieser neue Teil des Innenhofs bietet nur ein winziges Stück Rasen und drei noch junge, kleinere Bäume. Zusätzlich gibt es eine Kita an der Aarauerstrasse, und die Kinder spielen jeden Tag auf dem Innenhofparkplatz zwischen Autos, dauerausgeliehenen Einkaufswagen und Mülltonnen. Zur Sicherheit wird die Zufahrt jeweils mit Pylonen zugesperrt, damit kein Kind überfahren wird, sollte sich ein Auto auf diesen «Spielplatz» verirren.

Bisher ist dies kein besonders gelungener Innenhof. Aber vielleicht wird ja die Situation mit dem Neubau verbessert, so dachten wir uns. Doch der Gestaltungsplan, der nun zur Mitwirkung im Stadthaus aufliegt, verspricht nichts Gutes.

Kurzer Einschub für Nichtbaujuristen: Der Gestaltungsplan ist dazu gedacht, eine besonders gute Überbauung, Gestaltung und Erschliessung zu ermöglichen (Amt für Raumplanung Solothurn). Durch die Stadt können verbindliche Auflagen aber auch Ausnahmen gegenüber der geltenden Baurechtsordnung gemacht werden. Deshalb würde man erwarten, dass mit Hilfe eines Gestaltungsplans besonders gelungene Bauten mit hoher Lebensqualität herauskommen. Doch in Olten scheinen damit eher maximal rentable Bauvorhaben ermöglicht zu werden, auf Kosten der Lebens- und Wohnqualität (auch Olten Hammer oder das Turuvani-Areal sind nur dank Gestaltungsplänen und Sonderbauvorschriften in dieser verdichteten Form möglich).

Wem dient dieser Gestaltungsplan?

Ausschnitt aus dem Gestaltungsplan mit dem Neubau (A) und den Hofgebäuden (B) die zu Wohnraum umgenutzt werden sollen https://www.olten.ch/_docn/2556358/1_Gestaltungsplan_20200325.pdf

Die Baudirektion weicht für den Investor extra von der normalen Grundordnung ab und erlässt Sonderbauvorschriften zu seinen Gunsten. Darum darf der Neubau einen Stock höher werden als die benachbarten Gebäude und ragt auch weiter in den Innenhof. Doch zusätzlich zu dieser optisch auffälligen Verdichtung, werden in den leerstehenden Gewerbebauten im Innenhof noch mehr Wohnungen gebaut, statt den Hof in eine Grünfläche für alle zu verwandeln. Anstatt die historisch gewachsene, schlechte Situation im Innenhof zu korrigieren, wird sie mit Einverständnis der Stadt zementiert. Die vorgeschriebenen 30% Grünfläche werden vom vorliegenden Projekt nur durch Zahlenakrobatik erreicht. So werden neben dem kleinen Rasen und einem Bäumchen auch noch einige Büsche auf der Dachterrasse zur Grünfläche dazugerechnet. Die Baudirektion scheint dem Investor alle Wünsche zuzugestehen, ohne ihrerseits Auflagen für mehr Lebensqualität zu machen.

Nun, was ist das Problem, könnte man sich fragen. Schlussendlich geht es hier ja nur um eine kleine Überbauung, kein Prestigeprojekt für Olten. Doch im Gestaltungsplan wird explizit erwähnt, dass dieses Projekt als Vorbild für weitere Blockrandbebauungen in Olten dienen soll. Dazu wurden von der Baudirektion auch Landschaftsarchitekten mit einer Studie zur Innenhofgestaltung beauftragt. Aber aus deren Empfehlungen wird im vorliegenden Gestaltungsplan kaum etwas umgesetzt.

Trotz der Kleinheit des Projekts betrifft es Hunderte von Anwohnern, ob Familien mit Kindern, junge Pendler oder ältere Paare. Wenn dieses Projekt so durchkommt, wird die letzte Baulücke in unserer Blockrandüberbauung geschlossen, und weder Hitze noch Lärm können entweichen. Durch den starken Hall ohne dämmende Elemente im Innenhof (wie bsp. Begrünung, grosse Bäume) hört sich schon jetzt ein Kindertraktor wie ein ausgewachsener John Deere an. Wie es sich wohl anhören wird, wenn bald die zusätzlichen Bewohner des Innenhofgebäudes ein Grillfest auf der Dachterrasse schmeissen? Durch die vielen Betonflächen im Innenhof wird es bereits heute im Sommer unangenehm heiss, aber wenn auch kein Lüftchen mehr von aussen hereinweht, könnte hier ohne zusätzliche Pflanzen wohl Wüstenklima vorherrschen.

Wie sie unseren Ausführungen entnehmen können, sind wir enttäuscht vom geplanten Projekt. Die Baudirektion in Olten scheint nicht nur bei grossen Projekten (siehe Hammer), sondern auch bei Kleinen die nötige Attraktivität von Wohnraum nicht zu berücksichtigen. Der vorliegende Gestaltungsplan, der die Lebensqualität der Anwohner mit Füssen tritt, sollte von der Stadt eigentlich gar nicht aufgelegt werden. Doch vielleicht können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Blockrandbebauung trotz Verdichtung, dafür mit durchgehend grünem Innenhof, lebenswert wird. Dadurch hätten Anwohner und Kinder einen würdigen Spiel- und Erholungsraum, der auch tatsächlich als zukunftsweisendes Vorbild für andere Blockrandbebauungen in Olten dienen kann.

Was können Sie tun: Nehmen Sie Teil im Mitwirkungsverfahren. Der Gestaltungsplan für die Ergänzung der Blockrandbebauung ist online unter: https://www.olten.ch/aktuellesinformationen/918892 und liegt noch bis am 9. Juni im Stadthaus auf. Im Stadthaus steht zudem ein Modell, das die Situation zeigt.

Die Mitwirkungseingabe, mit Antrag und Begründung dazu, muss schriftlich per Post mit Adressangabe bis Dienstag 9. Juni eingereicht werden. An die Adresse: Stadt Olten, Direktion Bau, Dornacherstrasse 1, 4601 Olten. Eingeben können Sie alle Ideen, wie dieser Teil der Blockrandbebauung verbessert werden könnte.

Falls sie Kontakt zu Parlamentariern, Stadträten oder Personen in der Bauverwaltung haben, würden wir uns freuen, wenn Sie diese auf unser Anliegen aufmerksam machen. Sind Sie direkt betroffen und wissen Sie nicht, wie Sie sich wehren können, oder haben sonstige Anliegen, so schreiben sie uns gerne ein E-Mail unter: thomasbeerli@hotmail.com.

Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter V

Die Oltner Bevölkerung erwartet die Öffnung der Läden per 11. Mai.

(Stand, 06. Mai 2020) In den Gruppenchats auf Whatsapp und auch auf der Webseite www.olteneinfach.ch/corona kehrte in den letzten Tagen Ruhe ein. Noch zwei bis drei Anfragen pro Woche erreichen uns über die Hotline 062 296 46 00 und die Menschen erwarten die Öffnung der Läden per 11. Mai. – Die „Corona-Normalität“ ist eingekehrt.

Wie von Beginn weg erwartet, entspannt sich die Lage nach den angekündigten Lockerungsmassnahmen des Bundes merklich. Viele Läden öffnen am kommenden Montag wieder und der gefühlt angespannten Situation zu Beginn der Corona-Krise ist eine gewisse „Corona-Normalität“ gewichen. 

Bereits wurden wir angefragt, ob die Whatsapp-Chats bald aufgelöst werden. Dabei müssen wir allerdings bedenken, dass trotz extrem niedriger Fallzahlen die weiteren Entwicklungen derzeit noch nicht abschätzbar sind. Ein Aufflackern der Pandemie im Herbst ist denkbar und ein Neuaufbau der Nachbarschaftshilfe-Strukturen wäre kraftraubend.

Zielführender ist es deshalb, die eingespielten Strukturen der Corona Nachbarschaftshilfe vorläufig gemächlich weiterzuführen. Wir sind zudem sehr dankbar, dass sich bei vielen Oltnerinnen und Oltern die Einkaufsrituale eingespielt haben und die Nachbarschaftshilfe einen wichtigen Beitrag zur gegenseitigen Hilfestellung leisten konnte. 

Statt Gewerbeseite wieder Newsbeiträge zu Neuerungen

Durch die Wiedereröffnung vieler Geschäfte am 11. Mai erübrigt sich die auf www.olteneinfach.ch eingerichtete Seite fürs Gewerbe. Gewerbetreibende, die News zu ihrem Angebot zu vermelden haben, können dies gerne samt einem Bild an info@olteneinfach.ch melden und diese Infos werden dann in Form von Newsbeiträgen veröffentlicht. Der Einkauf beim lokalen Gewerbe sichert Arbeitsplätze und umso wichtiger ist es, auf lokale Dienstleistungen hinzuweisen. 

Corona bleibt noch viele Wochen ein Thema

In diesem Zusammenhang wollen wir auch prüfen, wie wir die WhatsApp-Chats für die kommenden Wochen weiterentwickeln können. Für Rückmeldungen dazu sind wir sehr dankbar und freuen auf eure Kommentare oder Mails via corona@olteneinfach.ch.  

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig

Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter III

Gut eingespielte Nachbarschaftshilfe in Olten und Tipps für Familien.

(Stand, 20. April 2020) Ostern ist vorbei und die ersten Massnahmen des Bundesrats zur schrittweisen Öffnung der Infrastruktur sind kommuniziert. Im Bereich der Nachbarschaftshilfe ist es ruhiger geworden. Man spürt, dass sich viele Menschen organisiert haben. Nichtsdestotrotz muss klar sein, dass die aktuelle Situation, insbesondere für Risikogruppen, noch lange andauern wird. Der Dank gilt deshalb allen helfenden Händen in der Nachbarschaftshilfe Olten, die zwischenzeitlich direkt mit hilfesuchenden Personen den Austausch suchen.

Die Unruhe der ersten drei Wochen Corona-Krise hat sich gelegt. Im Nachbarschaftshilfe-Chat ist es ruhiger geworden. Im Schnitt gehen fünf Calls pro Tag ein. Zudem werden auch weiterhin vereinzelte Hilfestellungen direkt in die Oltner Whatsapp-Quartierchats gepostet.  

Aufgrund der vom Bundesrat kommunizierten Lockerungsmassnahmen spürt man auch in der Oltner Bevölkerung eine gewisse Entspannung. Die Menschen gehen vermehrt ins Freie und die Zahl der persönlichen Kontakte, insbesondere in den letzten Tagen, hat subjektiv auch in Olten wieder zugenommen. 

Wir wiegen uns in einer trügerischen Sicherheit, denn die Disziplin in der Umsetzung der Covid-Hygienemassnahmen bleibt entscheidend, um das Virus weiter einzudämmen. Die Rücksicht auf Risikogruppen und ältere Menschen ist deshalb umso wichtiger und es ist davon auszugehen, dass es Hilfestellungen noch längere Zeit brauchen wird. 

Nachbarschaftshilfe sehr geschätzt

Auch wenn es in den Oltner Nachbarschafts-Chats etwas ruhiger als am Anfang geworden ist, bleibt die Dienstleistung im Quartier sehr wertvoll. Der Dank gilt deshalb allen Helferinnen und Helfern, die weiterhin am Ball bleiben und Botengänge und Hilfestellungen anbieten.

Soziale Spannungen aufgrund Einschränkungen

Das Familienleben erfährt aufgrund der gesellschaftlichen Einschränkungen eine Berg- und Talfahrt. Für Familien ein paar wichtige Tipps, um die Zeit bis zur schrittweisen Öffnung optimal zu gestalten:

Tipp der Woche – lokales Gewerbe unterstützen

Auch die Kinobranche trifft es besonders hart und deshalb können unter https://www.youcinema.ch/ mit der Aktion #JederEintrittZählt Kinoeintritte zum Vorzugspreis eingekauft werden. Die Eintritte können dann nach Corona eingelöst werden und unterstützen so eine Oltner Traditionsbranche.   

Wöchentlicher Livestream von Refugees Welcome in Olten

Corona ist auch für die ausländische Oltner Wohnbevölkerung ein Thema. Oft bilden Verständigungsschwierigkeiten die grössten Hürden. Jeden Sonntag um 19:00 Uhr findet unter https://meet.jit.si/RefugeesWelcomeinOlten ein digitaler Austausch statt. Es sind alle Interessierten eingeladen sich einzuklinken, die etwas mehr über dieses Projekt erfahren wollen.  

Aktuelle Zahlen aus aus den Quartierchats

Der wöchentliche Stand an Quartierchats und Teilnehmenden:

  • Bannfeld (49) 
  • Frohheim (79)
  • Säli (135)
  • Bifang (107)
  • Hübeli (33)
  • Kleinholz (63)
  • Trimbach (49) 
  • Starrkirch-Wil (12) 

Wer sich “sein” Quartier abonnieren will, kann dies weiterhin unter olteneinfach.ch/corona tun.

Feedback und Kontakt erwünscht

Die Corona-Nachbarschaftshilfe von Olten ist jederzeit auch per E-Mail unter  corona@olteneinfach.ch erreichbar. Wir versuchen schrittweise alle Fragen zu klären und auch auf neue Entwicklungen situativ zu reagieren.  

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig

Schattenwurf XXL

Olten Südwest: Verschlimmbesserung durch Gigantismus.

Kurz vor Anordnung der Corona-Massnahmen wurde im Stadthaus am 24. März 2020 unter „Öffentliche Planauflage Olten SüdWest“, ein Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften und weiteren Dokumenten öffentlich aufgelegt und im Internet publiziert. Das Problem ist nur, dass das Stadthaus während Corona nicht wie normal frei zugänglich und die Bewegung der Bevölkerung stark eingeschränkt ist. Gleichzeitig ist das Dossier mehr als heikel, verändert dessen Umsetzung das Oltner Stadtbild irreparabel. Da sich viele Menschen derzeit mit Corona und nicht mit Planauflagen beschäftigen, wird es wohl kaum zu Einsprachen kommen.

Wer in diesen Tagen die Regeln des Bundesamts für Gesundheit befolgt und nur Spaziergänge in der Gemeinde und mit genügend Distanz unternimmt, weicht zum Beispiel aufs Gheid aus. Spätestens draussen beim Flugplatz, zwischen Sportstrasse und Gheidweg, erschrickt man über die Höhe der aktuell ausgesteckten Bauprofile auf dem Areal von Olten Südwest. Denn erst vor Ort wird richtig sichtbar, welche Dimensionen die künftige Überbauung aufweisen wird.

Planauflage mit 43 Meter hohen Wohntürmen beim Bahnhof Olten Hammer

Statt 16 Meter neu 43 Meter

Die Überbauung Olten Südwest mit ihren 16 Meter hohen Wohneinheiten war bisher optisch nur durch die Gäubahnlinie der SBB von der Stadt abgetrennt und in eine Landschaftsmulde eingebettet. Bald wird eine zur Stadt hin gerichtete Mauer aus Wohntürmen hinzukommen und die Siedlung hufeisenförmig umranden. Olten Südwest wird sich optisch noch stärker abgrenzen. Denn die neu geplanten Gebäude werden nicht nur gross, sie werden riesig.

Um die Grössenordnungen zu verstehen: Das Oltner Getreidesilo im Hammerquartier hat eine Höhe von 50 Metern, das Stadthaus ist 44 Meter hoch.

Rote Kreise sind die Höhenprofile der künftigen Wohntürme von Olten Südwest

Irreparable Schäden am Oltner Stadtbild

Die Siedlungen der Innenstadt Olten fügten sich bisher mit Ausnahme des Stadthauses und des Getreidesilos in das Landschaftsbild der hügeligen Juralandschaft ein. Betrachtet man jetzt die ausgesteckten Bauprofile von Olten Südwest vor Ort, so wird schnell klar, dass nach dem Bau von Westen her nur gerade noch die Spitzen der Martinskirche sichtbar sein werden.

Fahne auf dem Stadthaus verschwindet hinter Beton

Je nach Blickwinkel werden auch die am Hang gebauten Schulhäuser Frohheim und Kanti nicht mehr zu sehen sein. Selbst das markante Stadthaus mit seinen 44 Metern Höhe wird vom Flugplatz aus gesehen hinter einer Häuserwand von Wohntürmen verschwinden.

Hammerquartier am meisten betroffen

Zu welchem allabendlichen Schattenwurf die geplanten Wohntürme im Hammerquartier beitragen werden, darüber darf spekuliert werden. Die Silhouette der Stadt Olten wird nachhaltig beeinflusst. Spätestens nach einem Spaziergang im Gheid wird klar, dass jetzt der wirklich allerletzte Zeitpunkt ist, dieses landschaftlich beherrschende und das Stadtbild komplett verändernde Projekt ganz grundsätzlich in seiner Grösse zu hinterfragen.

Brauchen wir in Olten ein von einem Zürcher Investor gesteuertes Megaprojekt dieser Dimension überhaupt? Hat man sich im Stadthaus nicht komplett verrannt, nachdem bereits die Gestaltungspläne des Ursprungsprojekts sich nicht bewährt haben? Es wäre jetzt der richtige und letztmögliche Zeitpunkt, dieses gigantische Projekt zu stoppen, damit wir uns gegenüber unseren nachfolgenden Generationen nicht verantworten müssen, wer das Südwest-Quarter so geplant und dessen Bau so zugestimmt hat.

Intransparenz und Verschlimmbesserung

Statt eine ökologisch nachhaltige und zeitgemässe Bauweise eines neuen Stadtteils zu realisieren, wurde bereits beim ersten Baufeld durch die Terrana AG Rüschlikon eindrücklich bewiesen, wie in der Realität gebaut wird. Ölheizungen inklusive.

Um dies nochmals zu verdeutlichen, die damaligen 3D-Visualisierungen aus der Ursprungszeit und wie der Oltner Bevölkerung die ursprüngliche Quartierüberbauung schmackhaft gemacht wurde. Von Balkonen, begrünten und schattenspendenden Flächen und parkähnlichen Gestaltungen mit Sonnenschirmen und grosszügigen Aussenanlagen ist kaum etwas geblieben.

Ursprüngliche Visualisierung von Olten Südwest

Stadthaus drängt auf den Bau der Passage Hammer

Gerade in Zeiten von Corona und den sich noch weiter abzeichnenden gravierenden wirtschaftlichen Folgen und Steuerausfällen, müssen Finanzmittel noch stärker priorisiert und noch gezielter eingesetzt werden.

Jetzt auf Biegen und Brechen rund 20 Mio. Franken zweckgebundene Steuergelder (Mehrwertabgabe) dem Investor in Form einer neuen Passage zwischen Bahnhof Olten Hammer und Olten Südwest auf Vorrat zur Verfügung zu stellen, hat in Zeiten von Corona und seinen weiteren Folgen einfach keinen Platz mehr.

Es ist auch nicht der richtige Zeitpunkt, alleine mit der Realisierung einer 20 Mio. teuren neuen Unterführung zu hoffen, dass ähnlich wie beim Düngen eines Rasens nun endlich ein Quartier zu wachsen und aufblühen beginnt.

Gigantismus keine Lösung für verpatzte Planung eines ganzen Stadtteils

Wenn wir uns ehrlich eingestehen, wurde das Projekt Olten Südwest schon von Beginn weg schlecht aufgesetzt. Jetzt stellt sich die Frage, warum sich nun im Grundsatz wesentliche Änderungen ergeben sollten, indem der Bevölkerung nun neue Gestaltungspläne der Dimension mit XXL-Wohntürmen aber in der gleichen Machart vorgelegt werden?

Spätestens wer die verschiedenen Bauprojekte der Terrana AG Rüschlikon im Grossraum Zürich einmal besichtigt hat, wird sich bei dieser Frage kaum Hoffnungen machen, dass in Olten am neu aufgelegten Projekt grundlegend anders gebaut werden wird.

Dass man nachhaltig, qualitativ und zeitgemäss bauen könnte, zeigen Oltner Siedlungen wie Platanen oder Bornfeld. Gerade in Zeiten der Corona-Krise wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt, sich grundsätzliche Fragen zur XXL-Planauflage von Olten Südwest zu stellen.


Öffentliche Planauflage Olten SüdWest

Die Stadt Olten publizierte am 24. März 2020 auf ihrer Internetseite folgende Information:

Auf Grund der Bestimmungen des kantonalen Planungs- und Baugesetzes werden in der Zeit vom Montag, 30. März, bis Dienstag, 28. April 2020, die Teiländerung Zonenplan «Olten SüdWest 2018», der Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften «Olten SüdWest 2018» sowie der Erschliessungsplan «Olten SüdWest 2018» GB Olten Nrn. 6310, 6311, 6312, 6313, 6314, 6315, 6316, 6317, 6318, 2341 und (Strassen-Nr.) 90324, 6409, 6410, 6411, 6412 öffentlich aufgelegt.

Auflageort: Stadthaus, Dornacherstrasse 1, Olten, Empfang im Erdgeschoss

Das Auflagedossier ist auch hier aufgeschaltet.

Einsprachen sind schriftlich und begründet im Doppel bis am 28. April 2020 (Poststempel) an die Stadt Olten, Direktion Bau, Dornacherstrasse 1, 4601 Olten, einzureichen.

Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter II

Enorme Einsatzbereitschaft der Helferinnen und Helfer.

(Stand, 4. April 2020) Die Oltner Nachbarschaftshilfe hat sich gut eingespielt. Acht bis zehn Hilfestellungen werden aktuell täglich vermittelt. Gegenüber der Vorwoche zwar ein Rückgang, dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass viele Hilfsangebote nach dem ersten Kontakt bilateral abgewickelt werden. Neue Services sind am entstehen und wir dürfen nicht vergessen, dass wir erst am Anfang der Corona-Krise stehen.  

Hilfestellungen über die zentrale Hotline haben sich gut eingependelt. Waren zu Beginn vor allem Hilfe rund um Lebensmittel das Thema, kommen neue Fragestellungen hinzu. So geht es auch um Umzugshilfen oder andere schwierige Fragestellungen welche über olteneinfach.ch/corona oder die Hotline eingehen.

Die Corona-Krise dauert erst drei Wochen und es ist davon auszugehen, dass wir uns noch über mehrere Wochen organisieren müssen. Acht bis zehn Hilfestellungen werden aktuell täglich vermittelt. 

Enorme Einsatzbereitschaft der Helferinnen und Helfer

Ein grosses Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern in den verschiedenen Whatsapp-Quartierchats, welche die eingehenden Anfragen nach wie vor mit sehr hoher Qualität und Einsatzbereitschaft abwickeln. Die Gemeinde Trimbach ist nun ebenfalls offizieller Teil der Nachbarschaftshilfe-Struktur und die Trimbacher Exekutive unterstützt das Projekt aktiv. Aktuelle Quartierchats und Teilnehmende:

  • Bannfeld (49) 
  • Frohheim (82)
  • Säli (138)
  • Bifang (108)
  • Hübeli (33)
  • Kleinholz (62)
  • Trimbach neu (52)

Auch über das gesamte Gemeindegebiet von Starrkirch-Wil wurden Nachbarschaftshilfe-Flyer verteilt. Die Nachfrage dort ist allerdings noch sehr bescheiden.

Appell an Risikogruppen zu Hause zu bleiben

Pro Senectute Solothurn hat in ihrer letzten Mitgliederinfo die Nachbarschaftshilfe von Olten aktiv erwähnt. Die Gesundheit der Risikogruppen hat oberste Priorität und es ist besser, wenn sich Senioren und Senioren auf einem Waldspaziergang bewegen, als sich durch Einkäufe in Läden oder Shopping-Centern einem unnötigen Infektionsrisiko aussetzen. Hilfe zu beanspruchen ist richtig und wichtig. Dafür ist die Nachbarschaftshilfe www.olteneinfach.ch/corona da!

Neue Services in Zeiten von Corona

Da mehr Geschäfte an der Haustür abgewickelt werden, bleibt das Bezahlen aus sicherer Distanz an der Haustür entscheidend. Wer TWINT auf seinem Smartphone installieren kann, soll dies bitte tun. 

Weiter bietet Coop für Seniorinnen und Senioren einen neuen Hauslieferservice unter https://www.coop.ch/de/unternehmen/heimlieferdienst.htm an. Die Bestellung der Grundnahrungsmittel erfolgt via PDF-Bestellung oder telefonisch und Coop schickt eine Rechnung. 

Der Oltner Lieferservice www.collectors-olten.ch baut das Liefernetz an Oltner Gewerbebetrieben ebenfalls laufend aus. Ab Montag kann zum Beispiel auch das Mittag- oder Nachtessen ab Restaurant Aarhof bestellt werden. Die Bestellung und Bezahlung erfolgt telefonisch direkt über das Restaurant, die Lieferpauschale von CHF 6,50 wird in der Rechnung ebenfalls integriert. Bezahlen kann man im Restaurant Aarhof ebenfalls mit TWINT. 

Feedback und Kontakt erwünscht

Die Corona-Nachbarschaftshilfe von Olten ist jederzeit auch per E-Mail unter  corona@olteneinfach.ch erreichbar. Wir versuchen schrittweise alle Fragen zu klären und auch auf neue Entwicklungen situativ zu reagieren.  

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig

Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter I

Aktuelle Infos zum Stand des Corona-Nachbarschaftshilfeprojekts in Olten.

(Stand, 27. März 2020) Corona bringt einschneidende Veränderungen in den Lebensalltag mit sich. Die Zahl der Corona-Infektionen nimmt exponentiell zu und es ist eine Frage der Zeit, bis sich vermehrt Familien in Olten isolieren müssen und die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle zunehmen. Zwischenzeitlich haben sich über olteneinfach.ch/corona rund 150 Helferinnen und Helfer gemeldet. Deren Adressen sind hinterlegt. 900 Personen sind in der Oltner Facebook-Gruppe vernetzt. 

Auch die Hotline verzeichnet täglich steigende Anrufzahlen. Wurde die Hotline von Montag bis Mittwoch täglich rund 30 Mal kontaktiert, wuchs das Volumen am Donnerstag und Freitag auf täglich 40 Telefonate an. Viele Oltnerinnen und Oltner sind derzeit gesund, wollen sich aber primär jetzt erkundigen, wie im Ereignisfall etwas bestellt werden kann.

Gleichzeitig konnten aber bereits zahlreiche Hilfsaufträge in die verschiedenen Quartiere weitergegeben werden. Die Oltner WhatsApp-Quartierchats umfassen aktuell jeweils (Anzahl Personen):

Bannfeld (44) 
Frohheim (81)
Säli (134)
Bifang (95)
Hübeli (33)
Kleinholz (64)

Vielen Dank für das rege Interesse, die Vernetzung und auch den Helferinnen und Helfern herzlichen für ihre ersten Einsätze! Die “Gruppenleiter/innen” der Quartierchats beobachten die jeweiligen Gruppen und geben wo notwendig auch Infos ans Kernteam weiter. 

Flyerverteilung in Olten weitgehend abgeschlossen

Es ist davon auszugehen, dass wir noch einen langen Schnauf benötigen und das Engagement ist über einige Wochen hinweg notwendig, bevor wir wieder in den gewohnten Alltag übergehen können. Nachbarschaftshilfe-Flyer wurden dazu fast flächendeckend in Briefkästen der Stadt Olten verteilt oder an Hauseingänge geklebt. Wer noch Handzettel benötigt, findet auf olteneinfach.ch/corona die Vorlage zum Ausdrucken. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön all jenen Oltnerinnen und Oltner, die zum Teil mehrere Hundert Handzettel gedruckt und auch zur Verteilung weitergegeben haben! 

Hilf-jetzt.ch in unserer Region

Schweizweit haben sich rund 850 lokale Initiativen gebildet. Sowohl in Wangen bei Olten als auch in Trimbach engagiert sich die Gemeindeverwaltung aktiv in der Nachbarschaftshilfe. Absprachen mit dem Gemeindepräsidenten von Trimbach als auch dem Gemeinderat Wangen bei Olten sind erfolgt. Die Exekutive engagiert sich in diesen beiden Nachbargemeinden aktiv. Ebenso hat sich in Winznau eine eigene Initiative gebildet. Der Stadtrat von Olten hat angeboten, für die Corona Nachbarschaftshilfe Olten Flyer zu kopieren.

Aufgrund des enormen Tempos erfolgte diese Zusage leider etwas spät, weshalb die Handzettel über private Initiativen dezentral gedruckt wurden. Die Verteilung über das gesamte Stadtgebiet ist mittlerweile weitgehend abgeschlossen. An dieser Stelle an Stadtverwaltung trotzdem der Dank für das mögliche Angebot zum Druck von Handzetteln. 

Rolle von Collectors für das Projekt Corona Nachbarschaftshilfe Olten

Um auch für ältere Menschen ohne WhatsApp und Smartphone den Zugang zur Corona Nachbarschaftshilfe Olten zu ermöglichen, hat uns Collectors ihre Hotline unter 062 296 46 00 zur Verfügung gestellt. Eingehende Anfragen von hilfesuchenden Menschen werden von Collectors aufgenommen und in die verschiedenen Oltner Quartierchats weitergeleitet. In diese WhatsApp-Gruppen werden aus Gründen des Datenschutzes nur Nachname/Strasse der hilfesuchenden Person gepostet. Details wie Hausnummer oder sonstige Angaben werden nur jener hilfeleistenden Person mitgeteilt, die den Auftrag übernimmt.  

Collectors als Sozialprojekt bietet zudem seine Dienste als Fahrdienst auch kommerziell an. Dieses Engagement erfolgt ausserhalb des Projekts “Corona Nachbarschaftshilfe Olten”. Unter https://collectors-olten.ch können diese Angebote wie zum Beispiel Jahresabos für Liefer- und Entsorgungsservices eingesehen werden. 

Migros am Start mit Pro Senectute

Die Migros startet mit Pro Senectute derzeit überregional eine neue Möglichkeit zur Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenlosen Heimlieferservice für Lebensmittel für Risikogruppen an. Bestellt werden kann unter https://www.amigos.ch/de/produkte-bern/ und Helfer benötigen eine App auf ihrem Handy.

Die Grundhaltung des Oltner Nachbarschaftsprojekts zum Engagement der Migros: Jedes Projekt der Nachbarschaftshilfe ist sinnvoll, auch der direkte Kontakt mit den Nachbarn von nebenan. Entscheidend ist,  dass Hilfestellungen angeboten und vor allem gewissenhaft und zeitnah ausgeführt werden. Beim Nachbarschaftsprojekt in Olten ist dies derzeit der Fall. 

Gewerbe Olten

Das Oltner Gewerbe kann sich mit seinen Dienstleistungen weiterhin unter olteneinfach.ch/gewerbe eintragen lassen. Dort werden diese Informationen laufend nachgetragen.  

Kontinuierliche Infos – Rückmeldungen erwünscht

Wir versuchen, ab sofort wöchentlich über den aktuellen Stand des Oltner Nachbarschaftshilfe-Projekts zu informieren. Habt ihr Fragen oder Wünsche, dann meldet euch per WhatsApp bei euren “Gruppenleiter/innen” im Quartierchat oder schreibt eine Nachricht an corona@olteneinfach.ch und wir werden die gestellten Fragen kontinuierlich beantworten. Dazu trifft sich das Kernteam aktuell alle zwei Tage virtuell, bespricht sämtliche Anliegen und informiert wieder laufend. 

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig

Oltner Kinderhort und Kinderkrippen müssen schliessen

Oltner Kinderkrippen und Hort nur noch für Notfälle zugänglich.

Wie die Staatskanzlei des Kantons Solothurn heute mitteilt, müssen sämtliche Kinderhorte und Kinderkrippen im Kanton ihr Betreuungsangebot einstellen. Dies betrifft auch Spielgruppen. Sämtliche Massnahmen dienen der Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus.

Zum Schutz einer zu raschen Verbreitung des Coronavirus hat das Departement des Innern hat beschlossen, den Schutz vor schneller Ausbreitung des Coronavirus zu verstärken und die bereits getroffenen Massnahmen auf Kindertagesstätten, Horte und Spielgruppen auszuweiten, um den Schutz vor einer schnellen Ausbreitung zu verstärken.

Kinderkrippen stellen ab 17. März ordentlichen Betrieb ein

Kindertagesstätten und Horte haben damit den ordentlichen Betrieb ab Dienstag, den 17. März 2020 einzustellen. Diese Massnahme gilt vorerst bis und mit 19. April 2020 (Ende der Frühlingsferien). Sie sind jedoch gebeten, für Erziehungsberechtigte, die in Gesundheitsberufen arbeiten oder zwingende Arbeitsverpflichtungen haben und nicht in der Lage sind, eine alternative Kinderbetreuung zu organisieren, ein Notangebot aufrecht zu erhalten. Zugang sollen auch Eltern haben, denen eine Betreuung ausschliesslich durch Grosseltern möglich ist.

Betreuung in Spielgruppen komplett untersagt

Der Betrieb von Spielgruppen wird vollständig untersagt. Nicht betroffen von der Einschränkung sind hingegen Tagesfamilien. Diese sind jedoch gehalten, nur so viele Kinder zu betreuen, dass zusammen mit den eigenen nicht mehr als 5 Kinder zu beaufsichtigen sind. Sie haben zudem erhöhte Präventions- und Vorsorgemassnahmen einzuhalten.

Das Departement des Innern ist sich bewusst, dass nicht nur Eltern durch diese Massnahme vor schwierige Herausforderungen gestellt werden, sondern auch die Trägerschaften der Kindertagesstätten und Horte. Das Amt für soziale Sicherheit bietet deshalb ab Montag eine Beratung für die Institutionen an.

Quelle: https://so.ch/staatskanzlei/medien/medienmitteilung/news/kindertagesstaetten-horte-und-spielgruppen-muessen-den-regulaeren-betrieb-einstellen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa7ffa01dcbf9fa59cb8e11e331030e3

Olten und das Coronavirus

Digitale Vernetzung in Zeiten des Coronavirus für den Austausch in Olten.

Die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen haben einschneidende Konsequenzen auf das soziale Zusammenleben. Auch in der Stadt Olten. Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt besonders gefährdeten Menschen, Orte mit vielen anderen Personen möglichst zu meiden.

Verschiedene private Initiativen in Olten sind am Anlaufen, damit auch in unserer Stadt ältere Menschen oder vom Virus betroffene Personen unterstützt werden können, z.B. Einkäufe erledigen, Medikamente besorgen, andere Tätigkeiten in der Öffentlichkeit auszuführen. Wichtig dabei ist die Vernetzung. Folgende Gruppen stehen aktuell in Olten zur Verfügung.

Auch der olteneinfach.ch Bürgerblog steht allen Oltnerinnen und Oltnern als Informations- oder Publikationskanal offen. Über olteneinfach.ch können sehr schnell und unkompliziert entsprechende Meldungen versendet werden.

Olten als Teil der Aktion „Hilf-jetzt“
Die hier erstellten Informationen und Links sind ebenfalls auf https://www.hilf-jetzt.ch/ abrufbar. Dort finden sich auch Links auf weitere Gruppen, welche sich in der ganzen Schweiz gegründet haben.

Wichtig: Es handelt sich hier um rein private Initiativen und diese ersetzen nicht die offiziellen Anordnungen des BAG oder der Stadt Olten!

Bewohner haben Nase voll wegen Untätigkeit im Säliquartier

Unterschriftensammlung für Begegnungszone.

Mit der Einführung der ERO Olten wurde den Bewohnern des Säliquartiers versprochen, durch regelmässige Kontrollen gegen illegale Quartierquerungen ortsfremder Automobilisten vorzugehen. Nach der gefühlt wahrgenommenen Untätigkeit der Polizei des Kantons Solothurn wird nun auf politischer Ebene eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h gefordert. Anwohner lancieren eine Unterschriftensammlung. Unterschriftenbögen können heruntergeladen und unterzeichnet werden.

Im Gegensatz zu den Bewohnern eines Quartiers, wollen ortsfremde Automobilisten dieses möglichst schnell durchqueren. Sicherheitsrelevante Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung sind im Oltner Säliquartier an der Tagesordnung. Die Anwohner leiden unter illegalen Querungen ihrer Quartierstrassen von meist ortsfremden Automobilisten. Autofahrer umfahren in Stosszeiten die überlastete Hauptachse am Postplatz und fahren zügig durchs Säliquartier.

Es ist zu einem überwiegenden Teil der Untätigkeit der Polizei des Kantons Solothurn und der Verwaltung geschuldet, dass die Anwohner nun eine Unterschriftensammlung lancieren und eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h fordern. Viele Kinder und Velofahrende bewegen sich auf diesen Quartierstrassen und werden regelmässig durch zu schnell oder rücksichtslos fahrende Autos gefährdet. Den Anwohnern ist der Kragen geplatzt.

Anwohner fordern Verlangsamung des Verkehrs

Zum Schutz der Bevölkerung werden ab sofort Unterschriften für eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h im Säliquartier gefordert. Der Verkehr in den quer verlaufenden Strassenzügen soll verlangsamt werden. Bei Tempo 20km/h wären zudem in der neu geplanten Begegnungszone die Fussgänger vortrittsberechtigt.

Tempomessung Sälistrasse Olten

Statt im Stadthaus selbst aktiv zu werden und mit der Polizei verbindliche Kontrollmassnahmen zum Schutz der Quartierbewohner zu definieren, werden nun von den Anwohnerinnen und Anwohnern im Säliquartier Unterschriften gesammelt, weil die Bewohner von der Untätigkeit der Verwaltung die Nase voll haben.

Gemeinsam mit Gemeinderat Ruedi Moor (SP), wurde von Quartierbewohnern ein Volksauftrag für die Einführung einer Begegnungszone im Säliquartier definiert.

Seit Jahren Ausreden der Verantwortlichen

Kontrollen im Quartier seien viel zu aufwendig und personalintensiv, weil juristisch eine Durchfahrt lückenlos nachgewiesen werden müsse, so die Standardbegründung der Verwaltung, um nicht auf ein existierendes Problem der Bevölkerung reagieren zu müssen.

So bleiben auch die anfänglich von der Polizei zur Eröffnung der Umfahrung ERO Olten durchgeführten Kontrollen im Säliquartier aus. Heute fährt wer will, unbekümmert quer durch diese Anwohnerzone. Wegen ausbleibender Kontrollen durch die Polizei hat dabei auch niemand etwas zu befürchten.

Anfängliche Verkehrskontrollen 2013 anlässlich Eröffnung ERO Olten

Unterschriftenbogen zum Download

Der Unterschriftenbogen kann auf olteneinfach.ch heruntergeladen und im Anschluss an eine erstunterzeichnende Person retourniert werden. Je mehr Unterschriften zusammenkommen, desto stärker der Druck auf die Verantwortlichen, auf die Missstände im Säliquartier endlich zu reagieren. Alle Oltnerinnen und Oltner können Anwohner des Säliquartiers mit ihrer Unterschrift bei der Bestrebung nach einer Lösung unterstützen.