4,2 Kilometer Aareschwumm nach Olten

Ein wunderbares Erlebnis für alle Aareschwimmer ist die Tour von der Badi Aarburg nach Olten. 4,2 Kilometer und etwa 40 Minuten nach dem Start in Aarburg trifft man abgekühlt und zufrieden in der Oltner Badi ein. Eine Anleitung zum Glücklichsein. 

Idealer Ausgangspunkt für diesen Aareschwumm ist die Oltner Badi. Dort lässt du dein Badetuch für die spätere Ankunft zurück und verlässt die Badi über den Hinterausgang beim Pontonierhaus. Gleich nach dem Aarebrüggli befindet sich die Bushaltestelle nach Aarburg.

Für gute Schwimmer ein Erlebnis
Für gute Schwimmer gilt es als Highlight der Saison, mit dem Bogg Bus bis nach Aarburg ins Städli zu fahren und von dort aus zu Fuss zur Badi Aarburg zu laufen und den Aareschwumm anzutreten. Direkt bei der Badi Aarburg befindet sich die Einstiegsstelle. Was du für diese Exkursion beachten musst:

  1. Immer als Gruppe schwimmen, diese Tour wegen ihrer Länge niemals alleine unternehmen.
  2. Schwimmsack mitnehmen. Einerseits um trockene Sachen zu verstauen, andererseits um auch eine Schwimmboje in Griffnähe zu haben.
  3. Tour nur antreten, wenn die Aare richtig warm ist, denn du schwimmst 40 Minuten.
  4. Keine Panik vor Untiefen und Verwirbelungen haben.

Mit Schwimmschuhen bequemer
Wenn du bei der Badi in Aarburg in die Aare steigst, kannst du zu Fuss watend rund 10 Meter in die Aare hineinlaufen. Die Aare zieht relativ stark und mit „Schwimmschuhen“ läuft es sich einerseits bequemer vom Bus zur Badi Aarburg, andererseits auch besser auf den Steinen im Wasser.

In Aarburg die Aare auf der linken Seite schwimmen
Nach dem beherzten Sprung ins kühle Nass ist es wichtig, dass du die Aare sofort überquerst und dich in der Aare eng auf der linken Seite und die Kurve in Aarburg treiben lässt, denn durch den Knick den die Aare in Aarburg macht, kommt es auf der rechten Seite zu einem grossen Wirbel.

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Gleich nach dem Knick in Aarburg ist die Aare auf der rechten Seite sehr flach und teilweise sind auch Kiesbänke sichtbar. Bleibe deshalb, nachdem du die Brücke in Aarburg gemütlich auf der linken Seite unterquert hast, noch ein kleines Stück links, lass dich gemütlich treiben und schwimme dann auf Höhe der Kiesbank in die Mitte der Aare.

Durch die Natur nach Olten treiben lassen
Von diesem Zeitpunkt an kannst du dich gemütlich treiben lassen, den Schwimmsack ins Genick klemmen und die grüne Natur geniessen. Wenn du auch nach Aarburg immer schön in der Mitte der Aare schwimmst, siehst du bald das erste Oltner Gebäude aus der Ferne. Der Turm der Kirche St. Marien. Das Aareufer ist rechts und links dicht bewaldet, die Natur sehr grün. Lass dich auch vor Olten, beim Trafohäuschen nach dem Altersheim im Ruttiger weiter in der Mitte der Aare vorbeitreiben.

Beim „Franzoos“ links schwimmen
Die SBB Bahnbrücke Bern–Olten mit ihrem Beton-Doppelpfeiler kannst du entweder leicht rechts des Pfeilers unterqueren oder dich mit den Füssen an den Pfeiler stemmen und dich durch die Strömung noch etwas abkühlen lassen. Schwimmst du direkt unter der Brücke hindurch, kommt gleich des Aareschwimmers erste Sonnenbank, der „Franzoos“. Dieser Fels ragt bei normalem Wasserstand aus der Aare und bietet eine erste Aufwärmmöglichkeit. Sofern du gleich zur Oltner Badi weiterschwimmst, halte dich beim Franzoos links und versuche dann wenn möglich in der Mitte der Aare zu bleiben.

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Keine Panik vor dem Chessiloch
Sofern du nach dem Franzoos nicht genügend in die Mitte der Aare steuerst, treibt dich die Aareströmung unweigerlich durch das ganz links gelegene „Chessiloch“ hindurch. Das ist nicht etwa schlimm. Du machst aber einen etwas grösseren Umweg durch die bauchige Verformung in der Aare, die für kleine Verwirbelungen bekannt ist. Falls du es aber geschafft hast in der Mitte zu bleiben, kannst du dich direkt weiter in der Mitte der Aare unter dem Gäubahnsteg und der Aarebrücke ERO Olten in Richtung der Oltner Badi treiben lassen. Jene die durchs Chessiloch treiben, müssen dann leider danach wieder etwas in die Aaremitte steuern.

Ankunft Badi Olten mit Sprung ins Becken
Der Ausstieg aus der Aare in der Oltner Badi nach einigen hundert Metern ist bequem und komfortabel. Die letzten Meter auf der linken Seite der Aare auf Höhe der Badi weisen kaum mehr Strömung auf. Du steigst bequem bei der Ausstiegsstelle Höhe der Badi bei der Dünnern aus dem Wasser.

Wenn du dich nach vierzig Minuten Aareschwumm zufrieden in dein Badetuch einwickeln oder einen Sprung ins warme Badibecken geniessen kannst, dann bist du einfach nur zufrieden und findest Olten gleich noch ein Stückchen attraktiver.

Die Schwimmstrecke als GPS-Track: https://trails.io/s/x5xkeq/ 

Die statistisch gefährlichsten Strassen der Stadt Olten

Wo ereignen sich in der Stadt Olten die meisten Unfälle?  Im ersten Halbjahr 2016 kamen auf Schweizer Strassen 85 Menschen ums Leben, 32 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie aber steht es um die Sicherheit auf Oltens Strassen? Als Problemzonen entpuppen sich nach den Daten des Bundesamts für Strassen (Astra) vor allem die Zufahrtsstrassen aus Dulliken, Trimbach und Aarburg. So ereigneten sich unter anderem vor dem „Violetten Haus“ am Ortseingang von Aarburg her viele Auffahrunfälle. Aber auch die Umfahrung ERO Olten sorgt für Blechschäden. Sowohl im Bereich der Usego und der Einmündung auf die Umfahrung aus Richtung Wangen, als auch auf dem Salikreisel auf der rechten Stadtseite ereigneten sich überdurchschnittlich viele Kollisionen.

Mehrere Fussgängerunfälle beim Sälikreisel
Nicht nur das Einbiegen in den Sälikreisel überfordert die Autofahrer, auch der Abfluss zum Fussgängerübergang gleich nach dem Kreisel in Richtung Postplatz ist gefährlich. Gleich mehrere Fussgänger wurden beim Überqueren an dieser Stelle verletzt. Die virtuelle Unfallkarte des Astra zeigt eindrücklich auf, wo die Verkehrsteilnehmer in Olten überfordert sind.

Gefahrenzone Bahnhofplatz
Gleich mehrere Unfälle auch mit Leichtverletzten ereigneten sich vor dem Bahnhofplatz bei der Abzweigung in Richtung Gösgerstrasse und im Bereich der Aarebrücke auch Auffahrunfälle.

Quartierkreuzungen mit erheblichem Gefahrenpotential
Als äusserst gefährlich entpuppt sich der beim Vögelipark gelegene Minikreisel Gartenstrasse zur Feldstrasse mit mehreren Unfällen und teils auch verletzten Personen. Nur wenige Meter weiter, an der Strassenkreuzung Wilerweg beim Ladengeschäft Velo Reber, ereigneten sich gleich mehrere Unfälle, zum Teil auch mit verletzten Personen. Die Quartiere Hardegg und Schöngrund blieben von Verkehrsunfällen bisher weitgehend verschont.

Untertunnelung ERO bis Dulliken wäre sinnvoll
Schon fast erschreckend sind die Unfallkennzahlen für die Aarauerstrasse in Richtung Dulliken. Beinahe bei jeder Strassenquerung sind Abbiegeunfälle zu verzeichnen. Vom Postplatz übers Bifang bis hin zum Friedhof Meisenhard. Zudem, dies ist viel tragischer, wurden beinahe an jedem Fussgängerstreifen der Aarauerstrasse Passanten verletzt, einzige Ausnahme die Querung beim Joggibrunnen. Die Unfallstatistik würde nicht nur längerfristig für eine Untertunnelung und damit für eine Verlängerung der ERO bis nach Dulliken sprechen, auch müsste sofort Rechtsvortritt auf Stadtgebiet und damit eine Verlangsamung des gesamten Autoverkehrs auf der Aarauerstrasse eingeführt werden, um die Oltner Bevölkerung vor noch mehr Unfällen zu schützen. Der Ampelwald auf diesem Abschnitt scheint dafür nicht die richtige Lösung zu sein. Die aktuelle Unfallkarte des Astra spricht eine deutliche Sprache.

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„Tschüss, schöni Wiehnachte“

Sagt eine Besucherin der Oltner Badi ihrer Kollegin scherzhaft nach dem Duschen direkt beim Restaurant Palmaares am Beckenrand. Am Nachbartisch beisst ein dreijähriges Mädchen gerade splitterfasernackt in ein heisses Pommes Frites. Am Tisch daneben spielen vier ältere Damen Karten.

Es ist 18.52 Uhr, ein lauer Spätsommerabend und aus dem Lautsprecher der Badi Olten gongt es gerade dreimal. Der deutsch mit Schweizer Akzent sprechende Bademeister ruft mit blechiger Stimme durch die Lautsprecher „Um Siebeni schliesst die Badi, mir wünsche euch no ä schöne Herbscht und Winter“. Den Frühling hat er ausgeblendet, so spontan die Ansage des Bademeisters, der wohl bereits Mai 2017 im Kopf hat, als er sich über Lautsprecher von den Badegästen verabschiedet.

Die Badi schliesst ihre Pforten. Punkt 18.59 Uhr verlässt die letzte offizielle Schwimmerin das 50-Meter-Becken. Zwei junge Frauen können es nicht bleiben lassen und setzen noch zum letzten offiziellen Sprung der Saison an. Danach Feierabend im Wasser. Kästli räumen. Den letzten Apérol trinken und sich darüber unterhalten, wie schön doch die Badisaison 2016 trotz Wetterkapriolen war. Die Badi ist am letzen Abend erstaunlich gut besucht.

Um 19.13 Uhr steuert der Wirt vom Restaurant Palmaares vorbei und serviert allen Gästen zum Abschluss der Saison ein Glas Rotwein. Was für ein schöner Abend. Die Gläser klirren, es wird geprostet und wehleidig über die vergangene Saison diskutiert.

Kurz nach 20 Uhr, es ist bereits dunkel, steuert eine Gruppe junger Schwimmer zum Hinterausgang in Richtung Aarburg. Ziel der Gruppe ist der Einstieg in die Aare beim Chessiloch. Ein letzter „Aareschwumm“. Eine junge Frau setzt sich auf Sprungturm Nummer 8 des grossen Beckens und formt ihre Hände zu einem Herz.

Rund fünfzehn Minuten später landet unter Führung des Nordschweizerischen Bademeisters die letzte Truppe in der Aare am Badisteg. Ein kleines Trüppchen Badigäste, die traditionell den letzten Baditag symbolisch feiern. Dazu gehört auch der nachtägliche Hupf ins geheizte grosse Becken und der Sprung vom 5-Meter-Brett. Das lustige Grüppchen stürmt zum Schluss noch den Turm mit der Wasserrutsche und gleitet im Dunkel der Nacht zum letzten Mal ins Becken. Ruhig ist es, nur die Flutlichtscheinwerfer beleuchten die Kulisse.

20.30 Uhr. Die letzten Wellen klingen aus. Das Wasser spiegelglatt. Die vier Damen spielen ihr letztes Blatt. Aus dem Lautsprecher des Restaurant Palmaares trällert die letzte Musik. Die Badi leer. Bonne nuit! Je t’aime, cher Badi, à bientôt!

Radarkontrolle im Oltner Wohnquartier

Die Kantonspolizei Solothurn führte gestern an der Gartenstrasse eine Radarkontrolle in der 30er-Zone durch. Die auch als „Quartierautobahn“ bekannte Querstrasse zwischen Säli und Wilerfeld wird von sehr vielen Autofahrern frequentiert, denn die Strasse eignet sich seit der Einführung der Umfahrung ERO Olten trotz Zufahrtsbeschränkung als ideale Verbindung um von Aarburg oder dem Gäu her in Richtung Dulliken zu gelangen.

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Die von der Polizei nach der Eröffnung der ERO und zur Verhinderung des Schleichverkehrs angekündigten Kontrollen, wurden nur zu Beginn realisiert. Heute sieht man in den Morgen- und Abendstunden sehr viel „fremde“ Fahrzeuge mit auswärtigen Nummernschildern diese Strassenverbindung nutzen.

Ob alle Fahrzeuge zutrittsberechtigt sind und es sich um berechtigte Zubringerdienste ins Quartier handelt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Gesicherte Angaben von offizieller Seite sind dazu ebenfalls nicht erhältlich, da Durchgangskontrollen immer mit der Begründung eines enormen personellen Aufwands in Frage gestellt wurden. Juristisch müsste eine illegale Querung des Quartiers lückenlos dokumentiert sein, um fehlbare Fahrzeuglenker büssen zu können, so die Erklärung.

Sicher ist, dass Autofahrer zur Querung der Stadt Olten die Hauptstrasse via Postplatz nutzen müssten. Dieser Abschnitt ist aber zur Hauptverkehrszeit stark belastet und die vielen Ampelanlagen erschweren zusätzlich die Zirkulation in Richtung Dulliken und Aarau. Bedingt durch fehlende Kontrollen im Quartier, nutzten deshalb sicherlich einige Autofahrer den Weg durchs Säli- und Wilerfeldquartier.

Weil diese auswärtigen Fahrzeuglenker im Transit möglichst schnell von A nach B gelangen wollen, kommt es auf dem besagten Strassenabschnitt trotz Tempo 30km/h ab und an zu rücksichtslosen Situationen. Gut, hat die Kantonspolizei Solothurn dies erkannt und kümmert sich als erste Massnahme mit Geschwindigkeitskontrollen um eine Verbesserung der Verkehrssituation. Zu hoffen bleibt, dass auch Durchgangskontrollen stattfinden, um die Oltner Wohnquartiere der rechten Stadtseite vor unnötigem Schleichverkehr zu schützen.

 

Warum man in Olten immer mit Waze herumfahren sollte

Die sich von Trimbach oder Aarburg in den Abendstunden nach Olten wälzende Blechlawinie an Autos nimmt teilweise beängstigende Formen an. Wie gut wäre es da, wenn man zu Hause die exakte Ankunftszeit kenne würde. Mit der für Andorid und iPhone Smartphones entwickelten kostenlosen Navigationssoftware von http://www.waze.com, macht Autofahren gleich wieder etwas mehr Spass, denn jeder Nutzer sendet seine Verkehrsdaten in anonymisierter Form an einen zentralen Server und dieser berechnet für alle anderen Wazer bei Stau gleich die optimale Ausweichroute.

Einfach ausgedrückt, jeder Oltner der auch nur passiv im Auto  die Waze App auf seinem Smartphone mitlaufen lässt, hilft allen anderen Nutzern, dass diese einen Stau umfahren und die optimalste Route nach Hause finden. Je mehr Nutzer die App auch auf kurzen Strecken mitlaufen lassen, desto präzisier sind die Verkehrsprognosen und Verkehrsinformationen, denn mit Waze kann man auch auf einfachste Weise Unfälle oder Baustellen über die App melden.

Ebenso sind Radarfallen und Polizeikontrollen oder Pannenfahrzeuge sichtbar, denn sobald ein Nutzer einen Hinweis absetzt, erhalten alle übrigen Wazer diese Info übermittelt. Das Prinzip heisst Social Routing und das ursprünglich keine Startup-Unternehmen wurde aufgrund seines Erfolgs zwischenzeitlich durch Google geschluckt.

In Waze sind auch viele Oltner Geschäfte hinterlegt, die einfach via Suche angesteuert werden können. Das mühsame Eintippen von Strasse und Hausnummer entfällt. Schön wäre es, wenn auch jeder Oltner Taxifahrer die App verwenden würde, denn diese Profis auf Oltner Strassen sind nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten unterwegs. Die voraussichtliche Ankunftszeit lässt sich übrigens von der App problemlos auch an andere Nutzer senden. Karten lassen sich umgehend editieren und Nutzer von Waze haben zudem die Möglichkeit, Verkehrsströme anhand von Karten zu analysieren.