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Alter PTT-Tunnel als neue Veloverbindung zwischen Altstadt und Sälipark

Die Stadt Olten lädt die Bevölkerung ein, sich im Rahmen des Projekts neuer Bahnhofplatz zu äussern. Das Vorhaben von Kanton, SBB und der Stadt bietet die Chance für Olten, einen rund sechs Meter breiten und ungenutzten Posttunnel zu einer neuen und sicheren Verbindung zwischen den Stadtseiten für den Veloverkehr zu erschliessen.

Ein kleiner Durchbruch von ein paar wenigen Metern Tunnel würde bereits ausreichen, um im Rahmen des Projekts „neuer Bahnhofplatz“ gleich auch die beiden Stadtseiten für Velofahrer sicher und komfortabel zu erschliessen. Diskussionen um den Veloweg durch die Winkelunterführung wären auf einen Schlag vom Tisch. Denn die Stadt präsentierte jüngst Pläne, wonach im Rahmen der Aufwertung des Bahnhofplatzes auch ein neuer Steg für Velos und Fussgänger über die Aare hin zu einem grossen Veloparking mit 1250 Abstellplätzen geplant ist.

Ab dem Amthausquai wäre die neu zu erstellende unterirdische Velostation beim Bahnhof über den Aaresteg niveaufrei erschlossen. Diese neue Velostation befindet sich nur wenige Meter von einem alten Posttunnel entfernt. Ein Durchbruch wäre mit geringem Aufwand möglich.

Vom neuen Aaresteg durch den Velotunnel sicher bis zur Tannwaldstrasse/Fachhochschule

Alter Posttunnel als neue und sichere innerstädtische Veloverbindung

Mit dem Rückzug der Bahnpost verschwanden bereits vor einigen Jahren die markanten gelben Postlifte auf den Perrons im Bahnhof Olten. Im Untergrund blieb jedoch ein rund sechs Meter breiter Posttunnel bestehen. Er zieht sich unterirdisch von der Lärmschutzwand beim Gleis 12 beim Restaurant Flügelrad bis vor zur Bahnhofstrasse bei Gleis 1.

Unterirdisch noch heute schlummernd, verband der Tunnel einst das ehemalige Bahnpostgebäude im Bahnhof mit der Hauptpost und stellte für Schlepperfahrzeuge mit Anhängern den Zugang zu den Gleisen im Bahnhof sicher. Der Tunnel dient heute als Lagerfläche und könnte mit sehr geringem Aufwand als Velotunnel neu die beiden Stadtseiten verbinden.

Möglicher Durchbruch zwischen Velostation und Posttunnel zur Erschliessung

Erschliessung der Altstadt mit der rechten Stadtseite

Würde ein solches Projekt im Rahmen der Sanierung des Bahnhofplatzes zeitgleich realisiert, könnte für wenig Geld eine direkte Veloverbindung von der Altstadt über das neue Veloparking durch den Velotunnel zur Tannwaldstrasse und damit zur rechten Stadtseite sicher und bequem realisiert werden.

Auf Seite der Tannwaldstrasse wäre ein Aufgang im Bereich der heutigen Parkflächen hinter der Lärmschutzwand ohne viel Aufwand möglich. Diskussionen und millionenschwere Investitionen in die Winkelunterführung für die Erschliessung für den Langsamverkehr wären hinfällig.

Der neue Velotunnel würde erstmals die sichere Verbindung beider Stadtseiten ausserhalb des Autoverkehrs ermöglichen und so zur Steigerung der Lebensqualität für die Oltner Bevölkerung einen entscheidenden Beitrag leisten. Altstadt und Innenstadt wären für Velofahrende endlich sicher und komfortabel mit dem Sälipark, der Fachhochschule und der übrigen rechten Stadtseite verbunden.

Der Unterschied

Diese Tage mussten in der Oltner Velostation am Bahnhof wieder unzählige Velofahrerinnen und Velofahrer wegen Überfüllung der Anlage ihren Drahtesel irgendwo abstellen. Die dafür vorgesehenen Stellplätze waren einmal mehr überfüllt.

Es ist schade, kümmert sich die Stadt Olten nicht um eine aktive Platzbewirtschaftung am Bahnhof Olten. Die mit Steuergeldern finanzierte Anlage ist weiterhin chronisch überlastet. Ziel müsste es aber sein, dass möglichst viele velofahrende Menschen einen Platz für ihr Fahrrand am Bahnhof finden. Denn die Unterschiede mit und ohne Platzbewirtschaftung sind frappant. Dort wo für CHF 150.- pro Jahr (41 Rappen pro Tag) ein Parkplatz gemietet werden kann, füllt sich die Anlage am Morgen und leert sich wieder am Abend. Stehen bleiben nur ein paar wenige Velos von Nutzern, die in Olten arbeiten und mit dem Zug an- und abreisen.

Bewirtschafteter Teil der Veloanlage Gleis 12 Bahnhof Olten

Ein komplett anderes Bild in der kostenlosen und unbewirtschafteten Zone. Hier der Blick gestern Abend um 22.20 Uhr. Der kostenlose städtische Teil des Velokellers ist auch spät am Abend halb gefüllt mit Velos, die man am Bahnhof einfach trocken und warm ein paar Tage stehen lassen kann.

Pendlerinnen und Pendler, die nicht schon in den sehr frühen Morgenstunden zum Bahnhof fahren, müssen dann im Verlauf des Tages ihre Velos irgendwo abstellen, denn mindestens die Hälfte der Abstellfläche ist durch Dauerparkierer belegt.

Kostenlose Abstellfläche Gleis 12 um 22.20 UIhr
Kostenlose Abstellfläche Gleis 12, Blick Richtung Migrolino, um 22.20 Uhr

Kontrolle mit Maler-Klebeband

„Veloleichen“ fallen beim aktuellen System oft erst nach Wochen auf, werden irgendwann durch das Personal vor Ort mit einem Maler-Klebeband markiert, mit einem Datum versehen und es dauert weitere viele Tage, bis die nicht genutzten Velos irgendwann aus den kostenlos nutzbaren Veloständern entfernt werden.

Es wird Zeit für eine professionelle Bewirtschaftung, damit möglichst viele Oltnerinnen und Oltner welche diese Anlage täglich nutzen, endlich wieder Platz für ihr Fahrrad finden. Technische Lösungen am Markt sind verfügbar, nur braucht es die Anstrengung aus der Verwaltung, hier endlich zu handeln, bevor dies über eine Motion durch das Gemeindeparlament geschieht.

Olten-Bern neu mit der BLS

(SDA) Die BLS betreibt neu zwei Fernverkehrsverbindungen der SBB. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) will der BLS ab 2020 die Verbindungen Bern-Biel und Bern-Burgdorf-Olten zusprechen. Zudem muss die SBB einen grösseren Anteil ihres Gewinns abgeben. Diese Eckwerte für die Fernverkehrskonzession ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 hat das BAV am Donnerstag bekannt gegeben.

Die Vorschläge gehen nun bis am 23. Mai in die Anhörung bei Kantonen, Verkehrsverbünden und Unternehmen. Mitte Juni will das BAV die Fernverkehrskonzessionen dann definitiv vergeben. Diese gelten für zehn Jahre bis Ende 2029. Bleibt das BAV bei seinen Plänen, fällt das SBB-Monopol. Diese betreibt den Fernverkehr seit 2004 allein. Nicht zur Freude von Amtsdirektor Peter Füglistaler. Er ist überzeugt, dass Konkurrenz auch im Bahnverkehr für Qualität sorgt.

Kunden profitieren vom „Ideenwettbewerb“
Das Angebot werde besser allein dadurch, dass es einen weiteren Anbieter gebe, sagte er vor den Medien in Ittigen bei Bern. „Wir sind überzeugt, dass ein Mehrbahnenmodell Vorteile hat.“ Die Gotthard-Bergstrecke und die Direktverbindung Chur-Zürich-Bern, die neu von der SOB im Auftrag der SBB betrieben werden, sind laut Füglistaler das Resultat dieses „Ideenwettbewerbs“.

Vor diesem Hintergrund hat das BAV der BLS bei einem gleichwertigen Angebot auf zwei Basislinien den Zuschlag erteilt. Beantragt hatte diese allerdings die Konzession für fünf Verbindungen: Neben den Basislinien Bern-Biel und Bern-Olten die Intercity-Linien Interlaken-Bern-Basel und Brig-Bern-Basel sowie die neu ins Fernverkehrsnetz aufgenommene Strecke Bern La Chaux-de-Fonds NE.

Dass die BLS nur für zwei davon den Zuschlag erhält, hat verschiedene Gründe. Zunächst musste sie ihr Gesuch nachbessern, weil sie das benötigte Rollmaterial nicht rasch genug beschaffen kann. Die Linie Basel–Olten–Interlaken könnte sie 2024 statt 2022 übernehmen, Basel-Olten–Brig erst ab 2025 statt 2023.

Bewährungsprobe für die BLS
Richtung Neuenburg müssen zuerst Infrastrukturprobleme gelöst werden. Zudem ist die Verbindung nach La Chaux-de-Fonds hoch defizitär. Die BLS könnte diese gar nicht tragen, sagte Füglistaler. Insgesamt waren die Unsicherheiten dem BAV zu gross. Die Konzessionen für die drei Verbindungen gehen daher an die SBB.

Die Basislinien nach Biel und Olten kann die SBB hingegen kostendeckend betreiben. „Die BLS hat jetzt die Möglichkeit, sich zu bewähren“, sagte Füglistaler. Ob sie in zehn Jahren allenfalls den Zuschlag für weitere Linien bekommt, liess er offen.

SBB muss Millionen abgeben
Auf die SBB hingegen kommen höhere Kosten zu. Das BAV hat beschlossen, dass die Bahnen einen grösseren Anteil ihres Gewinns im Fernverkehr an die Infrastruktur abgeben müssen. Heute beträgt der Deckungsbeitrag der SBB 13,5 Prozent. Neu wird er für das Basisnetz und das Intercity-Netz separat erhoben und beläuft sich auf 9,5 respektive 21,6 Prozent. Das BAV geht davon aus, dass der höhere Deckungsbeitrag die SBB zusätzlich 100 Millionen Franken pro Jahr kosten wird. Ihre Umsatzrendite beläuft sich dann noch auf geschätzte 6 Prozent. Alternativ kann die Bahn die Billetpreise senken. „Wir sind offen, den Deckungsbeitrag tiefer anzusetzen, wenn uns gezeigt wird, dass die Tarife gesenkt werden“, sagte Füglistaler. Von der BLS will das BAV keinen Deckungsbeitrag erheben.

Aufgeschobener Entscheid
Die Fernverkehrskonzession der SBB ist bereits Ende 2017 ausgelaufen. Ein rechtzeitiger Entscheid über ein Konkurrenzangebot war jedoch nicht möglich gewesen, weshalb das BAV die SBB-Konzession um vorerst zwei Jahre verlängerte. Vor allem die Fristen erwiesen sich als zu kurz: Eingaben können heute bis drei Monate vor dem Fahrplanwechsel gemacht werden.

Das reicht in der Regel nicht aus, um den Betrieb auf einer Strecke umzustellen. Das BAV prüft nun, welche Regelungen angepasst werden müssen, um bei der nächsten Konzessionsvergabe rechtzeitig entscheiden zu können.

Quelle: SDA

Rollende Landstrasse im Bahnhof Olten

Oltner RAlpin bringt 109’000 Lastwagen auf die Schiene

Die in Olten ansässige Transportfirma RAlpin hat im vergangenen Jahr 109’000 Lastwagen auf die Schiene verlagert. Die RAlpin AG mit Sitz in Olten betreibt die Rollende Autobahn (Rola) zwischen Freiburg i. Br. und Novara und zwischen Basel und Lugano.

Die RAlpin als Betreiberin der Rollenden Autobahn (Rola) blickt auf ein solides Geschäftsjahr zurück. Rund 109‘000 LKW wurden auf den Transitachsen über Gotthard und Lötschberg auf der Schiene befördert. Zudem erhält sie erneut den Auftrag vom Bund, für weitere fünf Jahre die Rollende Autobahn zu betreiben und so das Verlagerungsziel des Bundes zu unterstützen.

Das wirtschaftliche Ergebnis der Rollenden Autobahn zeichnet im 2017 ein positives Bild. Mit rund 109’000 Sendungen konnte dieses Jahr der Rekordwert aus dem Jahr 2015 knapp gehalten werden. Die Auftragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr stabilisiert. Mit 100‘000 verlagerten Lastwagen auf der Strecke Freiburg i. Br. (D) – Novara (I) und 9‘000 auf der Strecke Basel – Lugano liegt das verlagerte Volumen gegenüber dem Vorjahr insgesamt rund 5,9% höher.

Kollision zwischen Fussgänger und Taxi – Zeugenaufruf

Am späten Mittwochabend kam es in Olten zu einer Kollision zwischen einem Fussgänger und einem Taxi. Der Fussgänger wurde dabei verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

Auf dem Bahnhofquai in Olten kam es am Mittwoch, 13. Dezember 2017, gegen 23.30 Uhr, zu einer Kollision zwischen einem Taxi und einem Fussgänger. Das Taxi fuhr von Dulliken herkommend auf dem Bahnhofquai in Richtung Stadtzentrum. Unmittelbar vor dem Bahnhof kam es zur Kollision mit dem Fussgänger, welcher die Strasse an einer nicht dafür vorgesehenen Stelle überquerte. Der Fussgänger verletzte sich dabei und musste zur Kontrolle in ein Spital gebracht werden.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen. Insbesondere wird der zurzeit unbekannte männliche Fahrgast im Taxi gebeten, sich zu melden. Personen, die Angaben zum Unfall machen können sind gebeten, sich mit der Kantonspolizei in Olten in Verbindung zu setzen (Telefon 062 311 80 80).

Veloparkierung: Das kann Olten von Zürich lernen

Olten hat gefühlt den zweitgrössten Bahnhof der Schweiz, fast so gross wie Zürich aber eben doch ein bisschen kleiner. Was die beiden Städte verbindet ist die sehr hohe Nutzung des Öffentlichen Verkehrs und viele Menschen die ihr Velo am Bahnhof abstellen. Der Parkraum am Bahnhof in Olten voll belegt. Zürich hat für die Velofahrer eine clevere digitale Möglichkeit gefunden, um das Veloproblem zu lösen. Einfach bedienbare Veloparkautomaten sorgen für Ordnung.

Im Januar 2017 investierte die Stadt Olten nochmals 28’000 Franken in den Ausbau neuer Veloständer unter dem Gleis 12 des Oltner Bahnhofs. Gleichzeitig opferte man praktische und nigelnagelneue Helmfächer. Ziel der Massnahme war es, die Stellfläche in der sehr gut genutzten Anlage voll auszuschöpfen. Ein paar Abstellplätze kamen hinzu.

Nur ein halbes Jahr später ist der neu hinzugewonnene Parkraum an einzelnen Tagen und je nach Tageszeit bereits wieder belegt. Pendler stellen ihre Velos bereits wieder auf gesperrten Flächen ab, weil die Anlage überläuft. Wie also löst man das Problem nachhaltig und geht möglichst effizient mit dem Platz in der bestehenden Anlage um?

Velostation Olten Herbst 2017

Velostation Olten Herbst 2017

Die Lösung des Problems besteht nicht in der weiteren Investition in Veloständer, sondern muss über eine intelligente Bewirtschaftung des bestehenden Parkraums erfolgen. Der Grund: Immer noch blockieren eine Unmenge an dauergeparkten „Veloleichen“ den öffentlichen und begrenzten Parkraum. Weil der Parkraum auch für Langzeitparkierer vollkommen kostenlos zur Verfügung steht, besteht für einzelne Nutzer keinerlei Anreiz, ihr nicht gebrauchtes Velo möglichst schnell wieder aus der Anlage zu holen.

Gedankenlosigkeit einzelner Nutzer führt zu Engpässen

Frei nach dem Motto einzelner Nutzer: „Was kümmert mich das Velo der andern. Meins hat einen trockenen und videoüberwachten sicheren Platz. Wenn dieser schon nichts kostet, so lass ich meinen Göppel hier einfach so lange stehen bis ich ihn wieder mal brauche.“

Velostation Olten - Herbst 2017

Velostation Olten – Herbst 2017

Die fleissigen Mitarbeitenden der Velostation erkennen mit Glück bereits nach einigen Tagen, vielleicht aber auch erst nach Wochen, dass ein Velo nicht bewegt wurde. Sie kleben mit einer Malerrolle ein Band ans Velo, schreiben von Hand das Datum auf den Kleber und später hängen sie einen Zettel an den abgestellten Drahtesel. Dies ist heute die einzige Handhabe Besitzer auf die Dauerparkierung aufmerksam zu machen.

Erst nach weiteren Tagen wird das Velo dann entsorgt. Dieses Ritual wiederholt sich tagtäglich und nimmt in der Oltner Anlage kein Ende und frisst automatisch Ressourcen und wertvollen Parkraum auf.

Von Zürich lernen und clevere Parkplatzbewirtschaftung einführen

Direkt unter den Gleisen des Bahnhofs hat die Stadt Zürich in diesen Tagen eine topmoderne Veloanlage – analog der Oltner Anlage unter der Tannwaldstrasse – eröffnet. Jedoch anders als in Olten geht man in Zürich nicht von einer Gratismentalität für Langzeitparkierer aus. Zentraler bewachter Parkraum darf ein paar Rappen kosten, so die Meinung der Stadt Zürich. Für umgerechnet 50 Rappen pro Tag können Besitzer der Jahreskarte die Anlage nutzen. Besitzer mit einer Jahreskarte kleben einen QR-Code unter den Sattel oder ans Schutzblech ihres Velos und erhalten einen maschinenlesbaren stabilen Zutrittsbadge als Türöffner zur Anlage.

QR Code Jahreskarte Velostation Zürich

Scannbarer QR Code Jahreskarte Velostation Zürich

Tages- oder Wochenparker lösen am Automat eine Veloetikette

Am Eingang der Veloabstellanlage befindet sich ein zentraler Parkautomat. Kunden lösen dort für den Kurzaufenthalt eine scannbare Etikette und markieren damit wie einen Koffer am Flughafen damit ihr abgestelltes Velo selber. Den mitgedruckten QR-Code reisst man ab und steckt ihn ins Portemonnaie. Darauf aufgedruckt ist die Gültigkeit des Veloparktickets und mit dem QR-Code lässt sich Tag und Nacht die Tür zum gesicherten Parking öffnen.

Die in der Anlage beschäftigten Mitarbeiter erkennen dank der intelligenten und scannbaren Etiketten an den Velos sofort, ob beim abgestellten Zweirad die Parkzeit überschritten wurde und können die Velos umgehend entfernen. Durch eine Gebührenstaffelung können für Tages-, Mehrtages- oder Wochenpässe unterschiedliche Preise definiert werden. Nutzer finanzieren damit die Löhne der Angestellten mit einem kleinen Beitrag mit. Der Hauptnutzen liegt aber darin, dass der öffentliche Parkraum nur solange genutzt wird, wie man ihn effektiv benötigt. Intelligent, wirtschaftlich und einfach.

Veloparkierautomat Zürich Europplatz Firma "abaleo"

Veloparkierautomat Zürich Europplatz Firma „abaleo“

Automaten am Bahnhof Olten würden viele Probleme lösen

Der Einsatz von zwei bis drei dieser selbsterklärenden Veloetikettendrucker würde es auch in Olten ermöglichen, die heute teilweise überstellten Parkflächen beim Bahnhofbrunnen, bei der P+R-Anlage und im Bereich UG Tannwald intelligent zu bewirtschaften. Eine Win-Win-Win-Situation für alle, denn Nutzer hätten mehr Parkraum, die Stadt könnte Geld für teure Ausbauprojekte sparen und Angestellten der Veloparkieranlage können ihre Arbeit noch professioneller erledigen.

Scannbare Tagesetikette Veloabstellanlage Zürich Europaplatz

Scannbare Tagesetikette Veloabstellanlage Zürich Europaplatz

Drogen und Bargeld sichergestellt

Bei Kontrollen in einem Lokal in Olten stellte die Kantonspolizei Solothurn eine grössere Menge Betäubungsmittel und Bargeld sicher. Mehrere Personen werden angezeigt.

Am Donnerstagabend, 2. März 2017, kontrollierte die Kantonspolizei Solothurn wegen des Verdachts auf Widerhand­lungen gegen das Betäubungsmittel­gesetz ein Lokal in Olten. Dabei kam auch ein Drogenspürhund zum Einsatz. Bei der Kontrolle fand die Polizei mehrere Hundert Gramm Haschisch und Marihuana, eine geringe Menge Kokain sowie Verpackungsmaterialien für den Drogenhandel. Zudem stellte sie mehrere Tausend Franken Bargeld, eine verbotene Stichwaffe und ein Samurai-Schwert sicher.

Der Patentinhaber des Lokals, ein 26-jähriger Kosovare, wird wegen diverser Widerhandlungen angezeigt. Einige der anwesenden Gäste waren im Besitz von Betäubungsmitteln. Sie werden ebenfalls angezeigt oder mussten eine Ordnungsbusse bezahlen. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

Gleichzeitig führte die Kantonspolizei am Donnerstag beim Bahnhof Olten eine Kontrolle durch. Bei zwei Personen wurden ebenfalls wenige Gramm Marihuana gefunden und sichergestellt. Sie mussten eine Ordnungsbusse entrichten.

360 Veloparkplätze um 23.45 Uhr belegt

Die Veloabstellanlage im Oltner Bahnhof ist eines der am besten genutzten und erfolgreichsten Projekte der Stadt Olten. Wie die Stadt Olten im Januar mitteilte, sind die 700 Plätze im Sommerhalbjahr vollständig belegt. So stark, dass die Stadt nun für rund 28’000 Franken an Stelle von Helmfächern nochmals 60 neue Veloständer montiert.

Am Samstag, 17. Februar 2017, zeigte sich folgendes Bild: Um 23.45 Uhr waren in der Anlage total 362 Parkplätze kurz vor Mitternacht belegt. Dies entspricht jedem zweiten Abstellplatz. Würde man 100 Velos von Leuten abziehen, die eventuell nur in Olten arbeiten und ihr Velo über Nacht in der Anlage stehen lassen und würde man nochmals 100 Velos von Leuten abziehen, die eventuell nach Mitternacht oder erst am Sonntag ihr Velo nach dem Ausgang abholen, so wären immer noch rund 160 Velos unnötig abgestellt, welche den Zugang für Berufspendler blockieren und teure Investitionen in den Ausbau der Veloinfrastruktur notwendig machen.

Velos die sehr lange nicht bewegt werden – die Erfassung erfolgt durch das Personal nach dem Bauchgefühl – werden aktuell mit einem Kleber markiert, das Datum notiert und die nicht bewegen Vehikel später in einem Veloraum abgestellt.

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Die von der Stadt angekündigte Erhöhung der Veloparkplätze um 60 Abstellplätze für CHF 28’000 Franken wird das Problem vermutlich nur temporär entschärfen.

In Japan werden in modernen Veloabstellanlagen Fahrräder mit RFID-Chips markiert. Damit kann jedes Velo dem Besitzer zugeordnet und die exakte Aufenthaltsdauer eines Fahrrands jederzeit ermittelt werden. Mit einem simplen und kostengünstigen Chip könnte ein ähnliches Kontrollsystem auch in der Oltner Anlage am Bahnhof umgesetzt werden. Die täglich vor Ort arbeitenden Betreuer der Anlage könnten so ungenutzte und länger abgestellte Fahrräder wesentlich schneller erkennen, entsorgen und könnten so kostengünstig mehr Parkraum für Oltner Velofahrende schaffen, welche auf den beschränkten Parkraum angewiesen sind.

Von Olten aus werden 750 Kilometer Bahnnetz überwacht und gesteuert

(sda) – Im Kommandoraum der Betriebszentrale Mitte der SBB in Olten sorgen Zugverkehrsprofis für einen reibungslosen Ablauf des Bahnverkehrs. Ein 750 Kilometer langes Schienennetz wird von dort aus zentral gesteuert.

Meist läuft alles automatisch und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebszentrale (BZ) können sich auf die Überwachung des Zugverkehrs oder auf die Rangierbewegungen konzentrieren, welche sie von Hand über eines der wenigen noch freien Gleise steuern. So können die knappen Restkapazitäten auf dem Bahnnetz ausgeschöpft werden.

Kommt es zu Abweichungen vom Fahrplan oder einer Störung, haben die Mitarbeitenden der BZ jedoch alle Hände voll zu tun: Dann läuft nichts mehr automatisch, die Zugverkehrsleiter greifen steuernd ein.

Für den Laien ist es auf den ersten Blick kaum denkbar, dass das „Strickmuster“ auf einem Bildschirm, das an einen Luftüberwachungsraum erinnert, nichts anderes als den aktuellen Zugverkehr abbildet: Rot sind die Intercity-Züge, orange der Regionalverkehr und blau der Güterverkehr.

„Da werden in der Rushhour schätzungsweise 200 bis 250 Züge pro Stunde überwacht und gesteuert“, sagt der Leiter Operatives der Betriebszentrale Mitte, Thomas Wirz, auf einem Rundgang der Nachrichtengagentur sda.

Die Zahlen sind eindrücklich: 750 Kilometer Bahnnetz werden in der BZ Mitte überwacht und gesteuert. Dazu gehören 188 Bahnhöfe, 2850 Weichen und 3050 Signale. 500 Rechner und Server stehen für die Zugsteuerung zur Verfügung.

Insgesamt arbeiten in der BZ Mitte rund 350 Mitarbeitende. Noch vor zehn Jahren waren für die Zugsteuerung im Gebiet Basel, Bern, Brugg und Luzern 630 Mitarbeitende an 30 Standorten notwendig.

Zuständig für die Überwachung sind Teams, die insgesamt sechs Sektoren in geografischer Anordnung nach dem Abbild der Landkarte bilden. So kann sich jedermann rasch zurechtfinden, wer wo für welche Strecke zuständig ist.

Hauptakteur ist der Zugverkehrsleiter, der über den Rechnerraum direkt Befehle an ein örtliches Stellwerk abgeben kann. Das Stellwerk löst beispielsweise eine Weichenumstellung aus oder stellt ein Signal auf rot. Das voll automatisierte Stellwerk ist auch zuständig für die Betriebssicherheit und sorgt beispielsweise dafür, dass nicht plötzlich zwei Züge auf dem gleichen Gleis aufeinander zufahren.

Die Züge auf der West-Ost-Achse werden in Flamatt FR von der BZ West in Lausanne übernommen und bis in den Heitersbergtunnel begleitet. Anschliessend werden die Züge der BZ Ost in Zürich übergeben. Das Gleiche geschieht auf der Nord-Süd-Achse auf den Zubringerstrecken zu den beiden Alpenbasistunnels Gotthard und Lötschberg, wo die Züge an die BZ Tessin beziehungsweise an die BZ der BLS in Spiez übergeben werden.

Im Fall einer Störung wie etwa einem stehengebliebenen Zug oder einer Verspätung kann der Zugverkehrsleiter sofort eingreifen. Jeder seiner Eingriffe ist für das ganze Team auf den anderen Bildschirmen sichtbar.

Aber auch ausserhalb des Gebäudes bekommen die Zugpassagiere die Änderungen mit. Jede Veränderung der Situation, zum Beispiel während einer Betriebsstörung, wird den Reisenden aktuell mit Verspätungsanzeigen und über Lausprecherdurchsagen mitgeteilt.

Handelt es sich um eine schwerwiegendere Störung, so besteht eine Stabsorganisation, die je nachdem ausgebaut werden kann. Mit bunten Westen werden in der „Hot Zone“, dem Stabstisch, die Verantwortlichkeiten verteilt und für alle erkennbar gemacht. So finden sich die jeweils nötigen Ansprechpartner rasch im Raum.

„Früher hat man eher noch abgewartet, ob sich ein Problem rasch von selber löst“, sagt Wirz zur Einsatzorganisation. „Heute jedoch fahren wir die Organisation sehr schnell hoch.“ Abgebaut werden könne dann immer.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Kommandozentrale im Störungsfall auf die Kundeninformation. Neben der Kundeninformation in allen Sektoren gibt es seit vergangenem Juli auch einen übergeordneten Supervisor – Disponent genannt – für die Kundeninformation.

Im Ereignisfall wird ein Stab gebildet, welcher vom Leiter des Kommandoraums geführt wird. Er gibt die jeweils neusten Informationen protokollartig in das hauseigene „Chat-System“ ein, dem sogenannten Alarmierungs- und Ereignisassistenten (ALEA).

Falls beispielsweise die ganze Ost-West-Achse lahmgelegt werden sollte, so kommt der Führungsstab zum Tragen, bei dem auch der Leiter Operatives ins Geschehen eingreift. Möglich ist als weitere höhere Stufe beispielsweise bei einem Unfall oder Tunnelbrand der Notfallstab Betrieb. In diesem Fall wird die Entscheidungskompetenz von Olten an die Netzleitung in Bern delegiert. Die Steuerung des Zugverkehrs bleibt aber in jedem Fall in Olten.

Gewappnet ist die BZ Mitte auch für einen Stromausfall. Der Strom stammt von zwei Kraftwerken. Es gibt zudem ein Batterielager, das einen einstündigen Batteriebetrieb erlaubt. Eine Notstromgruppe könnte die BZ Mitte zudem für drei Tage mit Strom versorgen.

Gegen Cyberangriffe ist die BZ insofern gerüstet, als die Leittechnik ein eigenes System unabhängig vom Internet ist.

Sollte beispielsweise die ganze BZ Mitte ausfallen, so gibt es dort in jeder der vier anderen BZ leere Sektoren für auswärtige Teams. Die Fachleute der einzelnen Sektoren würden also in ein anderes BZ gefahren und übernehmen von dort aus die Disposition der Züge in ihrem Gebiet. Dies ist bei allen BZ so organisiert und wurde am vergangen 8. November auch erfolgreich getestet, wie Wirz sagt.

 

Quelle: SDA – Schweizerische Depeschenagentur
Erschienen: 04.01.2017, 09:00 Uhr

Recycling Station SBB

Neue Recycling-Stationen im Bahnhof Olten

(Quelle SBB) Ab heute wird der Bahnhof Olten mit insgesamt 63 Recycling-Stationen und 61 Aschenbechern ausgerüstet. Damit ermöglicht die SBB ihren Kundinnen und Kunden die getrennte Entsorgung von PET, Alu, Zeitungen sowie Restmüll und somit umweltbewusstes Verhalten auch unterwegs. Die Bahnhöfe Basel SBB, Bern, Genf Cornavin, Luzern und Zürich Hauptbahnhof wurden bereits im November 2014 mit Recycling-Stationen und Aschenbechern ausgestattet – in den Bahnhöfen Lausanne, St. Gallen, Winterthur und Zug besteht die Möglichkeit zur Abfalltrennung seit Dezember 2015.

Die Bilanz nach der Lancierung der Recycling-Stationen in den neun Bahnhöfen ist erfreulich: Dank der aktiven Unterstützung der Kundinnen und Kunden wird sich bis Ende dieses Jahres die Trennquote bei zirka 45 Prozent einpendeln. In absoluten Zahlen ausgedrückt heisst dies für die neun Bahnhöfe, dass von insgesamt 2256 Tonnen Abfall 1490 Tonnen Restmüll, 202 Tonnen PET, 86 Tonnen Alu und 478 Tonnen Papier gesammelt werden. Insgesamt können somit rund 900 Tonnen Wertstoffe in den Recycling-Prozess zurückgeführt werden, was die Umwelt massgeblich entlastet.

Dank den Aschenbechern wird zudem der Abfall von Zigarettenstummeln im Gleisfeld reduziert – dies aufgrund einer gut sichtbaren Stele, die direkt am Aschenbecher angebracht ist. Die Reinigung des Gleisfeldes kostet die SBB jährlich knapp 4 Millionen Franken und ist nur mit grossem Sicherheitsaufwand zu bewältigen. IGORA (Alu-Recycling) und PRS (PET-Recycling Schweiz) unterstützen die SBB bei diesem partnerschaftlichen Projekt. Die SBB wird bis Ende Jahr insgesamt 25 Bahnhöfe in allen Landesteilen mit Recycling-Stationen und Aschenbechern ausrüsten.

Aschenbecher SBB

Aschenbecher SBB