Olten ist nicht Düsseldorf und auch nicht Wien

Seien wir realistisch. Olten ist mit seinen 18’482 Einwohnern ein kleines Städtchen. Die Wege sind kurz und wer bei den Pollern vor dem Coop City die Fussgängerzone auf der Baslerstrasse betritt, hat nach gefühlten drei Minuten die Kirchgasse am anderen Ende beim Blumenladen von Arx wieder verlassen. Der Plan der amtlichen Vermessung weist für die Kirchgasse eine Grösse von rund 2767 m2 aus. Das entspricht umgerechnet einer Grundfläche von rund zwanzig grosszügigen 4 ½ Zimmer Wohnungen.

Man stelle sich nun vor, Unbekannte hätten in diese Oltner „90-Zimmer Wohnung Kirchgasse“ ungefragt und nicht genehmigt ein einzelnes Sofa aus Plastik mit dem interessant klingenden Namen „Enzo“ gestellt. Ein von Oltner Einwohnern finanziertes farbiges Objekt, welches gratis und franko der Stadt vermacht werden sollte.

Die Stadt Wien sieht in den „Enzis“ ein Kunstobjekt. Die Farbe der im Wiener Museumsquartier platzierten Enzis wurde bis 2010 jährlich per Internetabstimmung festgelegt. Insbesondere an sonnigen Sommertagen sind alle Enzis restlos belegt.

Im Jahr 2010 wurden Enzis auch im Madrider Museumsdreieck am Paseo del Prado in Gehweite der drei wichtigsten Museen mit Weltruhm aufgestellt. Im gleichen Jahr konnte man die Möbel von Enzo auch vor dem Museu d’Art Contemporani de Barcelona bestaunen. 2013 lancierte Wien Tourismus eine Platzierung im Moskauer Gorki-Park. Die Landeshauptstadt Düsseldorf möblierte 2014 den Schadowplatz mit maiwiesengrünen Enzis. 2015 wurden auch in Hamburg die teils künstlerisch gestalteten Sitzmöbel aufgestellt.

Im Spätsommer 2016 wehrt sich die Stadtverwaltung Olten mit Händen und Füssen dagegen, sich eines der behördlich für die Kirchgasse nicht genehmigten Sitzmöbel Enzo von der eigenen Bevölkerung schenken und in der Kirchgasse stehen zu lassen. Es wurde zwischenzeitlich abtransportiert.

 

 

Ruedi Rüssel Tankstellenshop in Olten überfallen

Am Dienstagnachmittag hat ein Mann die Tankstelle von Ruedi Rüssel  an der Baslerstrasse 77 überfallen und ist auf einem Fahrrad geflohen. Verletzt wurde niemand.

Am Dienstag, 16. August 2016, gegen 16.50 Uhr betrat ein Mann den Verkaufsraum der Rudi Rüssel Tankstelle in Olten. Dort bedrohte er die Angestellte mit einer Stichwaffe und verlangte Geld. Mit einigen Hundert Franken Beute verliess der Täter schliesslich den Shop und floh auf einem Herrenfahrrad in Richtung Trimbach. Verletzt wurde niemand. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem Täter ein. Entsprechende Ermittlungen der Kantonspolizei Solothurn sind im Gang.

855 Mio Franken für Bahnausbau zwischen Olten-Aarau

Zwischen Olten-Aarau wird derzeit der Eppenbergtunnel gebaut. Damit soll der heute nur zweispurige Flaschenhals im Schweizer Schienennetz zwischen Däniken und Aarau auf vier Spuren ausgebaut werden. Bereits 275 Millionen Franken wurden verbaut. Das Projekt ist auf Kurs. Besucher können auf einer neu errichteten und frei zugänglichen Aussichtsplattform die Arbeiten aus nächster Nähe mitverfolgen.

550 Züge und 26’000 Autos auf der Kantonsstrasse befahren täglich den Baustellenabschnitt. Dies stellt die Bauleute vor besondere Herausforderungen, denn nur die kleinste Störung des Bahnbetriebs hätte direkte Auswirkungen auf den Zugverkehr Bern-Zürich.

Am Ostportal des Tunnel in der Wöschnau sind bereits 60 Meter Tunnel bergmännisch ausgebrochen und die Vorarbeiten für den Aufbau der Tunnelbormaschine angelaufen. Bereits im September soll deren 234 Tonnen schwerer Bohrschild montiert und ab Ende des Jahres mit dem maschinellen Vortrieb begonnen werden. Das ganze Jahr 2017 wird sich die rund 100 Meter lange Bohrmaschine dann Tag für Tag rund 10 Meter in Richtung Westen zum Tunnelportal in Richtung Gretzenbach ‚fressen‘. Im Frühling 2018 soll die Tunnelbohrmaschine das westliche Portal des Eppenbergtunnels erreichen und der Durchschlag in Gretzenbach erfolgen. Rund sechzig Prozent des Ausbruchmaterials aus dem Eppenbergtunnel kann wiederverwertet werden.

Am Installationsplatz in der Wöschnau waren im Bereich des Tunneleingangs umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Der Wald oberhalb der Kantonsstrasse wurde gerodet und eine Stützmauer mit 1300 Felsankern errichtet. Diese Anker sind bis zu 25 Meter lang und wurden ins Erdreich getrieben. Sie sorgen dafür, dass in der darunterliegenden Baugrube mit dem Aufbau der Tunnelbohrmaschine, einer eigentlichen fahrenden Fabrik begonnen werden kann.

Optisch etwas weniger eindrücklich aber nicht weniger wichtig sind die Ausbauarbeiten des Tunnelportals in Gretzenbach und der Ausbau im Bahnhof Dulliken. Bereits im November wird dort ein neues Perrons eröffnet. Zudem werden sämtliche Perrondächer komplett erneuert, Gleis- und Fahrleitungsanlagen angepasst.

Mit der Fertigstellung des Projekts des Gesamtprojekts Eppenberg wird die Bahnlinie Olten-Aarau durchgehend vierspurig befahrbar und weitere Bahnangebote für Kunden möglich sein.

Weitere Informationen zum Bauprojekt unter www.sbb.ch/eppenberg

 

Aus Julia’s Bar wird „Il Gustolino“

Mitte September 2016 öffnet an der alten Aarauerstrasse in Olten in den ehemaligen Räumlichkeiten von „Julia’s Bar“ ein neues Takeaway-Restaurant „Il Gustolino“, so berichtet dies das Oltner Tagblatt in seiner heutigen Ausgabe.

Die aus Lostorf stammende Famile Perri übernimmt die Räumlichkeiten gleich gegenüber der Fachhochschule FHNW, lässt diese umbauen und wird sie künftig als italienisches Imbiss-Restaurant führen. Im Lokal sollen Gäste auch fische Pasta, Olivenöl und typische italienische Süssigkeiten kaufen können. Pastamenus werden für um die 10 Franken zu haben sein. Die neuen Betreiber rechnen mit viel Kundschaft von der Oltner Fachhochschule. Weitere Informationen sind in Facebook unter https://www.facebook.com/barilgustolino/ abrufbar.

Il Gustolino, Aarauerstrasse 10, +41 62 296 04 49

Olten in Twitter für Sexwerbung missbraucht

Der Hashtag #Olten wird derzeit im Kurznachrichtendienst Twitter für Sexwerbung missbraucht. Hashtags bieten im sozialen Netzwerk Twitter die Möglichkeit, themenspezifische Informationen durch die Markierung mit einem sogenannten Hashtag zu besser auffindbar zu publizieren. Leider wird #Olten derzeit für Sexanzeigen dubioser Anbieter missbraucht.

Nutzer von Twitter können auf einfache Weise selber mithelfen, diese Accounts zu sperren. Durch Anklicken des Einstellungsrädchens im jeweiligen Profil von Twitter, öffnet sich ein Menu in welchem man Accounts „Melden“ auswählen kann. Dort das Profil als „Spam“ markieren und gleich blockieren. Solche Meldungen helfen http://www.twitter.com , entsprechende Accounts innerhalb von wenigen Tagen zu löschen. Melden dies mehrere Nutzer, erfolgt die Löschung in der Regel sehr zeitnah innerhalb von wenigen Tagen und Oltner Twitter User werden von der störenden Sexwerbung befreit.

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Oltner Chilbi läutet Spätsommer ein

Wie in jedem Jahr zieht die Oltner Chilbi Mitte August in der Innenstadt tausende begeisterte Besucher an. „Brönnti Mandle“, Fackelspiess und Soft Ice ergänzen das Kribbeln im Magen beim Besteigen einer Chilbi-Bahn. Die Chilbi gehört zu Olten wie der Europapark nach Rust. Auf dem Munzingerplatz finden sich eher die kleinen Besucher ein, während auf der „Schützi“, also dem Parkplatz auf der Schützenmatte, mehrheitlich die grossen Bahnen ihr Publikum anlocken.

Oltner Chilbi, jedes Jahr Mitte August am Wochenende der Streetparade Zürich und des Heitere Open Airs Zofingen, jeweils von Freitag bis Montag in der Innenstadt Olten.

 

Sicherheit wechselt zum Präsidium

Die Direktion Präsidium der Stadt Olten übernimmt von der aufzulösenden Direktion Sicherheit die Abteilungen Ordnung und Sicherheit, Feuerwehr und Zivilschutz, während die Publikumsdienste zur Direktion Finanzen und Informatik wechseln werden.

Im April hatte der Stadtrat festgelegt, dass künftig jedes Stadtratsmitglied, auch der Stadtpräsident oder die Stadtpräsidentin, je einer Direktion vorstehen wird. Bisher hatte der Stadtpräsident neben der Direktion Präsidium jeweils eine weitere Direktion, aktuell die Direktion Bildung und Sport, geführt. Als Folge davon wurde beschlossen, dass die nach der Übergabe der Stadtpolizei an die Polizei Kanton Solothurn verbliebenen Aufgaben der heutigen Direktion Öffentliche Sicherheit in andere Direktionen verschoben werden sollen.

Ein gutes Jahr vor Inkrafttreten mit dem Beginn der neuen Legislaturperiode hat der Stadtrat nun die Details beschlossen: Die Abteilung Ordnung und Sicherheit, bestehend aus den Bereichen Gewerbe, Verkehr und Empfang, wechselt per 1. August 2017 in die Direktion Präsidium, die Abteilung Publikumsdienste in die Direktion Finanzen und Informatik, welche dann in Finanzen und Dienste umbenannt wird. Neu wird die Direktion Präsidium zudem auch für die Feuerwehr, die Regionale Zivilschutzorganisation und den Regionalen Führungsstab zuständig sein. Bei weiteren Abteilungen hat sich ergeben, dass sich keine Änderung aufdrängt; so verbleiben die Abteilung Informatik bei der Finanzdirektion, die Hauswartungen bei der Baudirektion und das Aufgabengebiet Jugend bei der Direktion Bildung und Sport.

Die geplanten Änderungen werden nun in die Totalrevision der Geschäftsordnung des Stadtrates einfliessen, welche noch dieses Jahr dem Gemeindeparlament unterbreitet werden soll. Als Ergänzung dazu wird der Stadtrat eine Verwaltungsverordnung erlassen, welche die bisherigen Organisationsreglemente der Direktionen zusammenführt und auch die direktionsübergreifende Zusammenarbeit regelt.

Der Samstagsmarkt an der Bifangstrasse

Ein kleiner aber schön sortierter Samstagsmarkt gehört zum festen Bestandteil des Oltner Einkaufserlebnisses. Ob frische Forellen aus dem Berner Jura, Milchprodukte von der Chäsi in Melchnau, Obst von den regionalen Gemüseproduzenten, der Markt am Samstag an der Bifangstrasse ist immer wieder ein Einkaufserlebnis. Leider ist bereits um 11 Uhr Schluss aber wer den Einkauf verlängern will, geht einfach in den über die Strasse gelegenen Sälipark einkaufen.

Olten Bifangstrasse, jeden Samstag bis 11 Uhr.