Tragischer Unfall auf dem Bahnhofplatz

Fussgängerin durch Auto schwer verletzt.

Am Montagabend wurde eine Fussgängerin beim Überqueren des Fussgängerstreifens am Bahnhof schwer verletzt. Ein auf dem Bahnhofplatz rückwärts fahrendes Auto erfasste die Frau und diese wurde dabei schwer verletzt.

Am Montagabend, 15. Juli 2019 gegen 19 Uhr, fuhr gemäss Angaben der Kantonspolizei Solothurn eine 24-jährige deutsche Automobilistin zum Hauptbahnhof Olten und lud im Bereich vom Perron 1 ihren Beifahrer aus. Beim anschliessenden Rückwärtsfahren übersah die Autolenkerin eine 76-jährige Frau, welche die Bahnhofstrasse vom Perron 1 herkommend auf dem Fussgängerstreifen in Richtung Aare überqueren wollte.

Die Fussgängerin wurde vom Heck des Autos touchiert und stürzte in
der Folge auf den Asphalt. Dabei zog sie sich schwere Verletzungen zu. Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort wurde die Verunfallte mit einer Ambulanz ins Spital überführt. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde nach Polizeiangaben eine Untersuchung eingeleitet.

Verein Olten Digital gegründet

Ziel des neu gegründeten Vereins Olten Digital ist die Förderung der Digitalisierung in Olten mit Fachwissen und Beratungen in den Bereichen Medien, Technologie und Gesellschaft.

Das Betreiben und Administrieren von Online-Plattformen in Social Media wird anspruchsvoller. Dies mussten jüngst auch die Administratoren der seit mehreren Jahren existierenden Facebook Gruppe Olten erfahren. Die rein ehrenamtlich ausgeführte Administratorentätigkeit wurde einer juristischen Bewährungsprobe ausgesetzt, denn es standen Drohungen im Raum, rechtlich gegen die Administratoren vorzugehen.

Olten Digital neu für Administration der Gruppendiskussionen verantwortlich

Die bisher als Privatpersonen tätigen Administratoren Christian Ginsig, Thomas Schenker, Oliver Meister und Marcel Arx haben als ersten Antrag alle Rechte, Pflichten und Kompetenzen der Facebook Gruppen und Seiten

Olten
Olten Flohmarkt
Digital Olten
Solothurn

an den neu gegründeten Verein übertragen. Der Verein wiederum hat die bestehenden Administratoren damit beauftragt, ihre Tätigkeit fortzuführen aber für jegliche juristische Fragen haften neu nicht mehr die Administratoren als Privatpersonen sondern Olten Digital als Verein.

Gründungsvorstand Olten Digital 2019

Keine kommerziellen Interessen sondern Sensibilisierung für digitale Anliegen der Oltner Bevölkerung

Der Verein Olten Digital beabsichtigt mit einer Jahresmitgliedschaft von CHF 10.- primär dem ideellen Zweck nachzukommen, die Digitalisierung in Olten auf allen Ebenen zu fördern und gesellschaftliche Diskussionen parteiunabhängig voranzutreiben. Olten Digital wird sein Engagement je nach Entwicklung in den kommenden Monaten weiter ausbauen.

Zum Gründungsvorstand von „Olten Digital“ gehören: Christian Ginsig, Olten als Präsident, Thomas Schenker, Olten als Aktuar und stellvertretender Präsident, Oliver Meister, Solothurn für die Geschäftsführung und Marcel von Arx, Olten als CFO (Kassier).

Kinderkrippe Sonnhalde vergibt Praktikumsplatz

Praktikum in Olten.

Die Kinderkrippe Olten sucht per August 2019 einen Praktikant oder eine Praktikantin für die Kinderbetreuung. Die an der Sonnhaldenstrasse gelegene Krippe betreut Kinder in Kleingruppen und zur Verstärkung des Teams wird eine Ausbildungsstelle frei.

Bewerbungen nimmt die Kinderkrippe gerne per Post oder E-Mail entgegen. Für weitere Auskünfte steht Anne Peter, Sonnhaldenstrasse 44, 4600 Olten oder sonnhalde@kinderkrippe-olten.ch gerne zur Verfügung.

Digitalisierung: «Es kommt am Schluss nur darauf an, wie offen die Haltung ist»

Anlässlich des Digitaltages lud die CVP der Stadt Olten zu einem öffentlichen Gespräch ins Magazin zum Thema Digitalisierung ein. Der Stadtpräsident von Zug und die Datenschutzbeauftragte des Kantons Solothurn, kreuzten dabei die Klingen. 650 Firmen mit 3000 Arbeitsplätzen sind im «Crypto Valley» der Schweiz entstanden und der Stadtpräsident von Zug plädiert in seinen Ausführungen für eine offene Haltung, demgegenüber wurden in Sachen Datenschutz Bedenken geäussert.

Der Kanton und die Stadt Zug gelten als Vorreiter in der Digitalisierung. Die Stadt fördert Digitalisierungsprojekte aktiv. Und so erstaunt die Haltung von Dolfi Müller, Stadtpräsident und Mitglied der SP denn auch ein bisschen, denn er führt zum Thema Digitalisierung aus: «Zug lebt von Offenheit, von einer Staatsidee die nicht sehr steuernd ist. Man muss die Leute machen lassen.» Eine Aussage, die man eher von einem liberalen Politiker erwarten würde. So ist im Jahr 2013 im «Crypto Valley Zug» ein Raumschiff gelandet. Mittlerweile arbeiten 3’000 Spezialisten in der Zentralschweizer Metropole an sogenannten Blockchain-Projekten, 650 Firmen sind entstanden.

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Von der Idee des Stadtrats zur Crypto Industrie in der Zentralschweiz
Der Zuger Stadtrat fokussierte sich analog der Stadt Olten auf klassische Investitionsprojekte zur Aufwertung der Innenstadt und scheiterte damit vor dem Parlament. Die Stadtregierung definierte daraufhin eine Vision zur weiteren Entwicklung der Stadt. Jeder Stadtrat konnte dabei ein Schwerpunktthema einbringen und musste dafür aber auch einstehen. Daraus entstanden fünf Leuchtturmprojekte. Für Dölfi Müller ist klar: «Es ist Aufgabe des Stadtrates, Strategien zu definieren. Wir hatten eine Budgethoheit bis CHF 200’000 und schöpften diese aus.»

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Stadtrat mit Visionen
Entstanden ist in Zug eine «Vision 2035», kein Massnahmenplan mit tausend Projekten, sondern die Definition einer Stossrichtung, weit über die Legislaturperiode der einzelnen Stadträte hinaus. Und so definierte der Stadtrat von Zug auch die Vision der Digitalisierung und ermöglichte beispielsweise die Bezahlung mit der Kryptowährung Bitcoin für Gemeindegeschäfte. «Wir fragen unsere Experten im Haus erst gar nicht», der Stadtrat definierte schlicht die Vorgaben für die Verwaltung. Dies sorgte medial für eine breite internationale Aufmerksamkeit und war der Startschuss für den Aufbau des heutigen «Crypto Valleys».

30’000 Einwohner – 40’000 Arbeitsplätze
Die Stadt Zug ist ein Phänomen. In Zug leben 30’000 Einwohner und die Stadt zählt mehr Arbeitsplätze als Bewohner. Heute ist Zug einer der wichtigsten globalen Standorte für Kryptowährungen und Blockchain-Projekte. Und die Blockchain ist wie die die Dezentralität der Schweiz, führt der Stadtpräsident weiter aus. «Die Stadtregierung hat Startups, Anwälte und Banken zusammengebracht.» Klar hören von 100 Startup-Firmen wieder 95 auf. Aber rund 650 sind geblieben, darunter fünf Unicorns mit einem Marktwert von über 1 Mia Franken.

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Verwaltung als Start-up: Just do it!
Auch die digitale ID wurde in Zug vorangetrieben. 250 Zuger machen beim Testbetrieb mit. Die App Uport auf dem Handy dient dabei als Schlüssel. Die Stadt hatte dabei nur noch die Aufgabe, die digitale Identität zu bestätigen. Die Blockchain sorgt dafür, dass Daten nicht mehr zentral abgespeichert werden. Die Stadt Zug hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens drei konkrete Anwendungsfälle für die Nutzer der digitalen ID im lokalen Bereich zum Fliegen zu bringen. E-Voting, ein Türöffner bei städtischen Bikesharing-Angeboten und ein Verleihsystem für die Stadtbibliothek wurden definiert.

Enge Zusammenarbeit der Stadt mit der Industrie
SAP und BMW wollen jüngst einen Parking Hub in Zug entwickeln. In einem gestapelten Parkhaus sollen zusammengeschoben wesentlich mehr Fahrzeuge Platz finden als in einem normalen Parkhaus. Der Transport in die Innenstadt mit dem öV ist im System eingeschlossen. Aber auch der Einsatz eines selbstfahrenden Busses in Zusammenarbeit mit der SBB steht kurz vor dem Praxistest. Zug drückt mächtig aus digitale Gaspedal.

Visionen haben und den Mut diese umzusetzen
Für Dölfi Müller ist klar: «Man muss Visionen haben. Es kommt am Schluss nur darauf an, wie offen die Haltung ist». Der Exekutivpolitiker plädiert dafür, auch Versuche zu machen und bei einem Irrtum zu scheitern. Häme gehöre bei solchen Projekten dazu, so Müller. Wichtig sei es, mit der Motivation «mach einfach» voranzuschreiten. Nicht lange diskutieren, sondern umsetzen. Der ganze Zuger Stadtrat mache dabei begeistert mit. «Wenn man offen ist, liegt einem die Welt zu Füssen», so der Stadtpräsident.

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Kritisch bleiben, so die Datenschutzbeauftragte
Mit einem kritischen Votum führte Judith Petermann Büttler, kantonale Datenschutzbeauftragte SO aus, dass Digitalisierung eben nicht nur Segen sondern auch ein Fluch sei. Sie informierte über die Entwicklungen in China. Die Gefahr bestehe, dass Kritiker der Digitalisierung als «ewig Gestrige» dargestellt würden. Für die Datenschützerin war dann auch klar, dass Datenerhebungen und Sammlungen nur dann sinnvoll seien, wenn ein echtes Bedürfnis und ein echter Mehrwert bestehe.

Olten erst am Anfang
Gesprächsorganisator Chistoph Fink präsentierte zudem die digitalen Services der Stadt Olten und eine Mehrheit war sich einig, dass diese Dienste noch weiter ausgebaut werden müssen, gleichwohl aber sichergestellt werden muss, dass auch Menschen ohne Internetzugang zum gleichen Preis einen Service der Stadt Olten beziehen können.

 

 

Die Tannwaldstrasse sieht rot

Rotlicht stoppt Velofahrer.

Gut möglich, dass die Baustellenabschrankung an der Tannwaldstrasse, das Trottoir wird dabei von der Fahrbahn abgetrennt, einem Zweck dient. Fakt ist, die als Baustelle mit Ampel signalisierte Strasse ist gleich breit wie vorher der Signalisation, das Trottoir ebenso.

Auswärtspendler, die auf der rechten Stadtseite am frühen Morgen über die Tannwaldstrasse an den Bahnhof fahren, werden neuerdings auf Höhe der Fachhochschule von einem Baustellenrotlicht gestoppt. Über den Sinn und Zweck der Bauabschrankung samt Rotlicht darf nur spekuliert werden. Am Abend das gleiche Bild von der Gegenseite. Wer aus dem Velokeller die Tannwaldstrasse beim Flügelrad in Richtung Fachhochschule fährt, sieht wieder rot. Grund dafür: Unbekannt.

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Baustellensignalisation Tannwaldstrasse

Dient die Abschrankung eventuell am Tag einem Zweck? Wir wissen es nicht. Ebenso ist unklar, warum am frühen Morgen und am Abend Velofahrer, um die Strassenverkehrsordnung einzuhalten, ihr Velo zum Stillstand bringen müssen, bevor 10 Sekunden später die Ampel wieder auf blinkendes orange umstellt. Es bleibt aktuell ein Rätsel.

Kennst du das Naturfreundehaus Rumpelweide oberhalb der Stadt Olten?

Das Naturfreundehaus Rumpelweide oberhalb der Stadt Olten ist ein kleiner Ruhepunkt und bietet nebst einem ausgebauten Kinderspielplatz auch eine sensationelle Aussicht auf die Stadt Olten.

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Blick auf die Stadt Olten vom Naturfreundehaus Rumpelweide.

Wer am Sonntag von Olten zu Fuss oder über Trimbach bis zum Restaurant Rumpel oder von Wangen bis zur Rumpelhöhe hochfährt, erklimmt die letzten Höhenmeter zu Fuss und kann sich im Gegenzug über eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt Olten und die umliegenden Jurahügel freuen.

Das auf 775 Metern gelegene Naturfreundehaus ist jeden Sonntag geöffnet und bietet einfache Speisen zu unschlagbaren Preisen an. Wer gerne eine Bratwurst oder einen Wurst-Käsesalat mit Traumaussicht geniessen will, findet hoch oben über Olten einen idealen Platz für seinen Sonntagsausflug.

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Die Speisen werden frisch zubereitet und rund ums Haus bieten Sitzgelegenheit genügend Platz für hungrige oder durstige Besucher des Naturfreundehauses. Der Ausflug lohnt sich alleine der Aussicht wegen und wer etwas länger bleiben und übernachten will, kann dies im Dachgeschoss der Hütte auch gerne tun.

 

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Wo sich das Naturfreundehaus genau befindet, siehst du hier.

 

Sie ist wieder da!

Die Badi ist wieder offen. Rund fünfzig Frühaufsteher waren zum Saisonstart vor Ort.

Die Badisaison 2018 hat begonnen. Rund fünfzig Oltner Frühaufsteher haben es sich nicht nehmen lassen, bei strahlend blauem Himmel und dampfendem 50-Meter-Becken die Badisaison 2018 zu eröffnen. Neue Saisonkärtli samt Scanner, eine Warmwasserdusche beim Becken, neue Türen für die Saisonkabinen und ein neuer Spielturm im Sandkasten auf der Spielwiese warten auf.

In diesem Jahr haben gefühlt besonders viele Frühschwimmer die Badesaison in Olten eröffnet. Wie üblich öffnete die Badi 2018 bereits etwas vor 6.30 Uhr und rund fünfzig Oltnerinnen und Oltner haben den stahlblauen Morgen genutzt, um mit einem Sprung ins angenehm warme Wasser in die Saison 2018 zu starten.

Spielturm für Kinder

Der sichtlich gutgelaunte Bademeister freute sich über den Start am heutigen 9. Mai 2018, denn in den letzten Tagen wurden noch letzte Vorbereitungen für den Saisonstart getroffen. Der Rasen wurde millimetergenau geschnitten und im hinteren Teil der Badi ein neuer Spielturm aus Holz installiert.

Warmwasserdusche beim Becken

Zum Glück gibt es neu nun auch eine Warmwasserdusche beim Aussenbecken. Auch für ältere Herrschaften, die vereinzelt direkt das Becken ansteuerten, gibt es damit keinen Grund mehr, die aufgetragene Kosmetika nicht schon vor dem Betreten des Beckens abzuduschen. Gerade für die Frühschwimmer waren die durch Kosmetika verursachten Wasserverunreinigungen gut spürbar, denn in Verbindung mit Chlorwasser entsteht ein unangenehmer Wassergeruch. Für das ohnehin bestehende Duschobligatorium gibt es nun definitiv keine Ausreden mehr.

Neue Saisonkärtli und Türen für die Saisonkabinen

Die Badi Olten hat 2018 aber mit weiteren Neuerungen aufzuwarten. Die bisher etwas lieblos gestalteten Saisonkarten 2017 wurden durch ein neues Kärtli mit neuem Sujet mit Palmen und den farbigen Enzo-Möbeln ersetzt. Bestehende Kärtli werden kostenlos an der Kasse der Badi ausgetauscht. Die Kärtli mit neuem Sujet lassen darauf schliessen, dass die durch Freiwillige gekauften Enzo-Möbel zur Aufwertung der Innenstadt nun endgültig ihren Platz in der Badi gefunden haben. Auch wurden die bei der Bevölkerung sehr begehrten Saisonkabinen modernisiert und die Türen ersetzt. Die vorher provisorisch aufgesetzten Zahlenschlössser passen nun perfekt auf die neuen Türblätter.

Wer an Auffahrt die Badi für einen ‚Schwumm‘ aufsuchen will, kann frühestens um 8 Uhr ins Becken springen. Aufgrund des Feiertags öffnet die sonst bereits um 6.30 Uhr geöffnete Badi etwas später.

Olten-Bern neu mit der BLS

(SDA) Die BLS betreibt neu zwei Fernverkehrsverbindungen der SBB. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) will der BLS ab 2020 die Verbindungen Bern-Biel und Bern-Burgdorf-Olten zusprechen. Zudem muss die SBB einen grösseren Anteil ihres Gewinns abgeben. Diese Eckwerte für die Fernverkehrskonzession ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 hat das BAV am Donnerstag bekannt gegeben.

Die Vorschläge gehen nun bis am 23. Mai in die Anhörung bei Kantonen, Verkehrsverbünden und Unternehmen. Mitte Juni will das BAV die Fernverkehrskonzessionen dann definitiv vergeben. Diese gelten für zehn Jahre bis Ende 2029. Bleibt das BAV bei seinen Plänen, fällt das SBB-Monopol. Diese betreibt den Fernverkehr seit 2004 allein. Nicht zur Freude von Amtsdirektor Peter Füglistaler. Er ist überzeugt, dass Konkurrenz auch im Bahnverkehr für Qualität sorgt.

Kunden profitieren vom „Ideenwettbewerb“
Das Angebot werde besser allein dadurch, dass es einen weiteren Anbieter gebe, sagte er vor den Medien in Ittigen bei Bern. „Wir sind überzeugt, dass ein Mehrbahnenmodell Vorteile hat.“ Die Gotthard-Bergstrecke und die Direktverbindung Chur-Zürich-Bern, die neu von der SOB im Auftrag der SBB betrieben werden, sind laut Füglistaler das Resultat dieses „Ideenwettbewerbs“.

Vor diesem Hintergrund hat das BAV der BLS bei einem gleichwertigen Angebot auf zwei Basislinien den Zuschlag erteilt. Beantragt hatte diese allerdings die Konzession für fünf Verbindungen: Neben den Basislinien Bern-Biel und Bern-Olten die Intercity-Linien Interlaken-Bern-Basel und Brig-Bern-Basel sowie die neu ins Fernverkehrsnetz aufgenommene Strecke Bern La Chaux-de-Fonds NE.

Dass die BLS nur für zwei davon den Zuschlag erhält, hat verschiedene Gründe. Zunächst musste sie ihr Gesuch nachbessern, weil sie das benötigte Rollmaterial nicht rasch genug beschaffen kann. Die Linie Basel–Olten–Interlaken könnte sie 2024 statt 2022 übernehmen, Basel-Olten–Brig erst ab 2025 statt 2023.

Bewährungsprobe für die BLS
Richtung Neuenburg müssen zuerst Infrastrukturprobleme gelöst werden. Zudem ist die Verbindung nach La Chaux-de-Fonds hoch defizitär. Die BLS könnte diese gar nicht tragen, sagte Füglistaler. Insgesamt waren die Unsicherheiten dem BAV zu gross. Die Konzessionen für die drei Verbindungen gehen daher an die SBB.

Die Basislinien nach Biel und Olten kann die SBB hingegen kostendeckend betreiben. „Die BLS hat jetzt die Möglichkeit, sich zu bewähren“, sagte Füglistaler. Ob sie in zehn Jahren allenfalls den Zuschlag für weitere Linien bekommt, liess er offen.

SBB muss Millionen abgeben
Auf die SBB hingegen kommen höhere Kosten zu. Das BAV hat beschlossen, dass die Bahnen einen grösseren Anteil ihres Gewinns im Fernverkehr an die Infrastruktur abgeben müssen. Heute beträgt der Deckungsbeitrag der SBB 13,5 Prozent. Neu wird er für das Basisnetz und das Intercity-Netz separat erhoben und beläuft sich auf 9,5 respektive 21,6 Prozent. Das BAV geht davon aus, dass der höhere Deckungsbeitrag die SBB zusätzlich 100 Millionen Franken pro Jahr kosten wird. Ihre Umsatzrendite beläuft sich dann noch auf geschätzte 6 Prozent. Alternativ kann die Bahn die Billetpreise senken. „Wir sind offen, den Deckungsbeitrag tiefer anzusetzen, wenn uns gezeigt wird, dass die Tarife gesenkt werden“, sagte Füglistaler. Von der BLS will das BAV keinen Deckungsbeitrag erheben.

Aufgeschobener Entscheid
Die Fernverkehrskonzession der SBB ist bereits Ende 2017 ausgelaufen. Ein rechtzeitiger Entscheid über ein Konkurrenzangebot war jedoch nicht möglich gewesen, weshalb das BAV die SBB-Konzession um vorerst zwei Jahre verlängerte. Vor allem die Fristen erwiesen sich als zu kurz: Eingaben können heute bis drei Monate vor dem Fahrplanwechsel gemacht werden.

Das reicht in der Regel nicht aus, um den Betrieb auf einer Strecke umzustellen. Das BAV prüft nun, welche Regelungen angepasst werden müssen, um bei der nächsten Konzessionsvergabe rechtzeitig entscheiden zu können.

Quelle: SDA

Verkehr in Olten mal kurz neu gedacht

Olten erstickt am Durchgangsverkehr. Höchste Zeit Mobilität neu zu denken.

Es ist ein Fakt, wir ersticken auch trotz Ortsumfahrung ERO am Durchgangsverkehr. Unsere Stadt wird auch in Zukunft von Kantonsstrassen durchquert. Es ist ein Fakt, dass Herr und Frau Schweizer der älteren Generation ihr Auto nach wie vor lieben und es ist auch ein Fakt, dass die Stadt Olten durch die SBB und die Aare durchschnitten wird. Lösungsansätze für eine innerstädtische Mobilität wären vorhanden. Dafür wäre ein Konsens in der Politik notwendig, von dem man in der aktuellen Ratsdebatte wenig spürt.

Der Verkehr ist Fluch uns Segen in unserer Stadt zugleich. Die verkehrliche Lage hat uns gross gemacht, die täglichen Staus auf vielen Zufahrtsachsen – trotz ERO –  sind aber gleichzeitig weiterhin eine Plage und der verkehrliche Pferdefuss von Olten zugleich. Wieso wir uns nicht endlich zusammenraufen und eine Lösung für „unser“ Olten anstreben, bleibt mir ein Rätsel. Mögliche Lösungsansätze, die ideologiefrei von rechts und links begrüsst werden könnten:

Das „Balinger Modell“ für Olten
Die Süddeutsche Kleinstadt Balingen mit ihren rund 30’000 Einwohnern macht es vor. Im Rathaus der Schwäbischen Kleinstadt hat man schlicht den Spiess umgedreht, die Parkraumsituation neu gedacht und die auch teilweise privaten Parkhäuser bieten heute zu Geschäftszeiten sämtliche Parkplätze gratis an.

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In der Innstadt selbst hat man sämtliche Parkfelder auf blaue Zone umgestellt. In erster Priorität steuern deshalb Autofahrer die frei zugänglichen Parkhäuser an, Kurzzeitparker fahren direkt vor ihren Laden , die blaue Scheibe genügt. Diese Lösung ist einfach und kundenfreundlich zugleich. Die Stadt konnte dadurch deutlich belebt werden und ihr Image massiv aufpolieren.

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Durch den Mehrumsatz beim Gewerbe ist es diesem möglich, die Parkgebühren der Kunden anteilsmässig indirekt zu tragen. Eine Win-win-Situation für Kunden, das Gewerbe und die Stadt. Und auch am Sonntag flanieren viele Menschen durch die Innenstadt, essen bei den diversen Eiscafés ein Glace und lassen ihre Kinder an den in der Fussgängerzone eingerichteten Wasserspielen plantschen.

Die Stadt war sogar so innovativ, für den jeweils am Samstag stattfindenden Wochenmarkt, gleich versenkbare Stromanschlüsse in die Fussgängerzone für die mobilen Marktfahrer zu verbauen. Für mich ein Zeichen, dass Stadt und Gewerbe auf Augenhöhe miteinander diskutieren.

Die Oltner Velobahn für Gleichberechtigung von Velo und Auto
Es wird endlich Zeit, dass wir Oltner geeint und geschlossen im Solothurner Rötihof, Sitz des Solothurner Amts für Verkehr, auf den Tisch klopfen und uns geeint und geschlossen für eine Lösung für das heute katastrophale Velonetz in der Stadt Olten einsetzen. Diese Wortwahl ist bewusst gewählt, denn es ist heute lebensgefährlich, ein Kind durch den Sälikreisel zu schicken.

Es ist schon fast skandalös, welche Priorität dem motorisierten Durchgangsverkehr eingeräumt wird und wie wir Oltner am Ende der alten Holzbrücke alle 2 Minuten gnädigst für ein paar Sekunden mit dem Velo zur rechten Stadtseite in unser eigenen Stadt die Kantonsstrasse überqueren dürfen. Olten links und rechts bleiben velotechnisch getrennt. Wir brauchen Lösungen, im Minimum ein innerstädtisches Velonetz, welches sicher, durchgehend markiert und mit Priorität durch Velos befahren werden kann!

Es ist beschämend, dass ich vom städtischen Veloparking an der Tannwaldstrasse am Hinterausgang des Bahnhofs nur auf komplizierteste Art und Weise in die Innenstadt gelange. Garantiert blockiert von einer aufgestauten Autoschlange in der Neuhardstrasse, die seelenruhig die Velospur blockiert. Später dann abgestoppt von einer gefühlt minutenlang nicht auf grün schaltenden Veloampel, währenddessen Auto um Auto an mir vorbeizieht.

Es ist ein Trauerspiel, wenn ich es kaum schaffe, vom Bachweg mit Veloanhänger meine Tochter in die Krippe an der Sonnhalde unterhalb der Kanti zu bringen, weil ich wegen des Durchgangsverkehrs die Aaraustrasse zwischen Waldheim und Joggibrunnen mit dem Velo kaum überqueren kann. Und nein, noch eine Ampel ist keine Lösung, sondern die konsequente Priorisierung von Velos!

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Grossstädte wie San Francisco haben das längst kapiert. Sie bauen Velobahnen durch die Stadt. Auch wir brauchen endlich durchgehend gut markierte Velofahrspuren. Breite Bahnen mit einer klar erkennbaren Signalisation gegenüber dem Durchgangsverkehr. Wir wohnen hier in Olten, es ist unsere Stadt. Lasst uns das endlich angehen.

Die städtische Verwaltung muss endlich handeln! Wir sind die grösste Stadt im Kanton und es liegt an uns, ob wir uns ständig den Verkehr von Solothurn aus diktieren lassen oder ob wir selber Verkehrslösungen für die Oltner Bevölkerung in unserer Stadt in die Hand nehmen.

Der Mobilitätsplan 
Es stimmt, dass erst ab Seite 42 des angedachten Oltner Mobilitätsplans überhaupt erst der Veloverkehr erwähnt wird. Das ist genauso daneben wie dem Oltner Gewerbe die Parkplätze streichen zu wollen.  In ein paar Jahren, mit selbstfahrenden Fahrzeugen, werden wir ohnehin nochmals über die Bücher gehen müssen.

Aber es ist schlicht inakzeptabel, wenn sich politische Gruppierungen einer Diskussion entziehen und ein lösungsorientiertes Dokument einfach bachab schicken, nur weil ihnen dieses oder jenes nicht genau so passt, was in diesem Mobilitätsplan als Vision formuliert ist. Unsere Demokratie lebt vom Konsens. Lieber in kleinen Schritten vorwärts gehen, als gar nichts machen. Wir treten sonst vor Ort. Die Politiker der verschiedenen Lager müssen sich endlich zusammenraufen, statt ideologiegetriebene Interessenpolitik zu betreiben. Dazu gehört auch eine viel offenere Informationspolitik aus dem Stadthaus.

Als Sofortmassnahme liebe Stadt Olten, würde ich per sofort das Inkasso und die Gebührenregelung für Parkuhren umstellen und dafür sorgen, dass mindestens die ersten 60 Minuten gratis parkiert werden kann. Geht nicht? Klar geht das, wie im Sälipark auch. Man darf das Auto nicht verteufeln, es ist Teil einer Mobilitätskette, wie ein Bus, ein Velo oder ein Zug auch. Wir brauchen integrierte Lösungen.

Ladesäulen für Elektromobilität, Velostationen für Besucher
Im Untergeschoss der Fachhochschule FHNW befindet sich ein Parkplatz zum Laden eines Elektroautos. Himmel liebe Stadt, denkt endlich vorwärts, euch gehört ein Stromunternehmen! Schafft endlich Ladestationen in der Innenstadt! Die besten Parkplätze müssen künftig von Elektroautos genutzt werden können.
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Und bitte lasst euch von einem der vielen Anbieter wie Publibike eine 7/24 zugängliche Veloverleihstation beim Bahnhof bauen, damit Olten Tourismus diese vermarkten kann. Mit einem E-Bike eine fremde Stadt erkunden oder spontan mit Elektrounterstützung in ein Aussenquartier Oltens radeln? Das wäre alles möglich. Lieber heute als morgen mit der Planung einer automatischen Verleihstation beginnen.

Free Wifi in der Fussgängerzone
Und ja, bitte vergesst nicht, dass Olten von Fussgängern besucht wird. Fast 80’000 Menschen steigen jeden Tag am Bahnhof Olten ein, aus oder um. Ein riesiges Potential für die Stadt und das Gewerbe. Bitte bietet deshalb Besuchern an zentralen Plätzen wie auf der Kirchgasse, in der Altstadt, dem Klosterplatz Aber auch rund um den Sälipark kostenfreies WiFi auf öffentlichen Plätzen an. Das tun andere Städte übrigens seit Jahren. Olten Tourismus dankt es euch und es ist heute eben auch ein Teil der Mobilität, für Touristen einen freien Zugang zu Navigationshilfen wie Google Maps oder TripAdvisor zu schaffen, denn viele Touristen bewegen sich heute mit Smartphones durch fremde Städte. Eine Datenversorgung ist Teil der heutigen Mobilität.

Und noch ein Wink zum Schluss, in Richtung Olten Südwest
Postauto Schweiz würde bereitstehen, sich in einen Versuch mit selbstfahrenden Bussen von OSW nach Olten Bahnhof einbinden zu lassen. Noch lange bevor irgendwelche Tunnel gebaut sind. Voraussetzung für diese Mobiliätslösung wäre natürlich, dass BOGG und Postauto ein solches Leuchtturmprojekt gemeinsam mit der Stadt vorantreiben würden.

img_3311Beim gelben Reisen stände man bereit, sich in Olten einzubringen. Wäre es vielleicht mal an der Zeit, dass BOGG und Postauto miteinander telefonieren?

Ich danke euch.

Vorwürfe gegen Weingarten nichtig

Der Reputationsschaden für das Oltner Altersheim Weingarten war gewaltig, als ehemalige Angestelle im Herbst 2016 gegenüber Medien behaupteten, Heimbewohner würden mangelhaft ernährt und sanitarische Hilfsmittel wären nur magelhaft verfügbar. Den Vorwurfen wurden in Medien viel Platz eingeräumt, nun folgt das Dementi. 

Schlagzeilen wie jene im Herbst 2016 sind massiv rufschädigend und zeigen auch auf, wie gefährlich die ungefilterte Übernahme von Behauptungen durch Medien sein kann. Ihre Aufgabe bleibt es, auch bei hartscher Kritik die Sachverhalte objektiv zu prüfen. Leider fehlt in Redaktionen dafür heute oft die Zeit und Behauptungen werden undifferenziert durch weitere Medien übernommen. Die Aufgabe von Medienschaffenden ist es, Missstände festzuhalten und damit eine Informationspflicht wahrzunehmen. Allerdings zeigt sich am Beispiel Weingarten, dass die Vorwürfe ehemaliger Angestellten nichtig und haltlos waren.

Der Schaden für das Altersheim Weingarten ist dennoch angerichtet. So berichteten im Zuge der Medialisierung des Ereignisses unter anderem die Gewerkschaftszeitung Work der Unia, das Regionaljournal SRF Aarau/Solothurn, Schweiz aktuell und auch das Oltner Tagblatt über diesen Fall.

Nach der Publikation eines unabhänigen Audits hält das Oltner Tagblatt auf Seite 23 unten links in einem zweispaltigen Artikel heute fest, dass sämtliche Anschuldigungen ehemaliger Mitarbeiter nichtig sind. Diese Berichterstattung zeigt aber auch, wie schnell der gute Ruf einer Pflegeeinrichtung mit haltlosen Vorwürfen beschädigt werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass die oben erwähnten übrigen Medien ihre journalistische Aufgabe ebenso sorgfältig wie das Oltner Tagblatt wahrnehmen und die Sachverhalte in der Öffentlichkeit wieder richtig stellen.

 


27.2.2018: Auch SRF stellt den Sachverhalt richtig.