Wahlresultate gab es heute vom OT und nicht von der Stadt Olten

Ein eher amüsanter Nebenschauplatz der erwartungsgemäss traditionell verlaufenden Stadtratswahlen war die Kommunikation der Wahlresultate über das Abschneiden der Kandidierenden. Das Oltner Tagblatt informierte wesentlich schneller und umfassender als die offiziellen Stellen.

Während weder am offiziellen Aushang der Stadt Olten noch auf der Internetseite für den wählenden Bürger eine Nachricht zu finden war, publizierte die Redaktion des Oltner Tagblatts bereits um 16.04 Uhr in die Facebook Gruppe Olten eine „Breaking News“ zu den Stadtratswahlen. Dies lässt vermuten, dass die Redaktion des Oltner Tagblatts OT durch das Wahlbüro oder andere Quellen noch vor der offiziellen Publikation mit Wahlresultaten und Infos versorgt wurde. Für das OT war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass „Wey, Marbet und Savoldelli im ersten Wahlgang gewählt“ wurden. Das OT war zudem auch in der Lage, detaillierte Stimmen je Kandidat zu veröffentlichen.

Stadt erst mit einer halben Stunde Verspätung und einer Falschmeldung präsent
Erst um 16.33 Uhr war auf der Internetseite der Stadt zu lesen, dass die vom OT gemeldeten Zahlen wohl stimmen. Die Stadt kommunizierte um diese Zeit jedoch auch folgende Meldung ergänzend: „Für die zweite Runde gesetzt ist, wer im ersten Wahlgang 10% der Stimmenden erreicht hat, sofern er oder sie die Kandidatur nicht zurückzieht. Nicht mehr antreten kann, wer die 10%-Hürde nicht überschritten hat, das heisst im konkreten Fall Monique Rudolf von Rohr, Simon Gomm, Beatrice Schaffner, Thomas Rauch und Ursula Rüegg.“

Diese Nachricht sorgte für Verwirrung und wurde im Verlauf des Abends durch folgenden Text ersetzt: „Der zweite Wahlgang findet am 23. April 2017 statt; Anmeldefrist ist kommenden Dienstag, 14. März 2017, um 17 Uhr. Für die zweite Runde gesetzt ist, wer im ersten Wahlgang 10% der 4201 gültigen Wahlzettel erreicht hat, sofern er oder sie die Kandidatur nicht zurückzieht. Das sind im konkreten Fall alle im ersten Wahlgang nichtgewählten Kandidierenden.“

Fazit:

  1. Die Oltner Bevölkerung ist mit der Arbeit und Leistung der Stadtregierung zufrieden. Dies beweist das gute Abschneiden der Gewählten im ersten Wahlgang.
  2. Wer schnell und umfassend informiert sein will, kauft sich am besten ein Abo des Oltner Tagblatts und verzichtet auf einen Gang zum offiziellen Aushang der Stadt.
  3. Das Interesse an Lokalpolitik nimmt weiter ab. Lag die Stimmbeteiligung im Jahr 2013 beim ersten Gang der Stadtratswahlen noch bei 44 Prozent, ist sie im Jahr 2017 auf gerade noch 37,5 Prozent gesunken.

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AZ Medien streicht 26 Stellen

Gemäss AZ Medien, dazu gehört auch das Oltner Tagblatt, informierte heute das Management, dass aufgrund der weiterhin angespannten Wirtschaftslage, des rückläufigen Umsatzes, insbesondere der verminderten Werbeeinnahmen, diverse Kostensenkungsmassnahmen eingeleitet wurden.

In diesem Zusammenhang werden konzernweit 26 Stellen abgebaut. Wie viele davon den Standort Olten betreffen, geht aus der Meldung nicht hervor. Betroffen sind alle Bereiche. Eine Stellenreduktion beim OT wäre tragisch. Wird heute schon ein Grossteil des Inhalts aus dem Aargau produziert. Bleibt zu hoffen, dass der Standort Olten von den Sparübungen verschont bleibt.

Der Abbau erfolgt gemäss AZ Medien weitgehend durch natürliche Fluktuation und freiwillige Pensenreduktion. 6 Stellen wurden durch Kündigungen abgebaut. AZ Medien ist an über 13 Standorten vertreten und zählt mehr als 1000 Mitarbeiter.