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Ich kann im Februar kein „Ja“ einlegen

Ich bin leidenschaftlicher Bahnfahrer, lege jährlich mehrere zehntausend Kilometer mit dem öV zurück, fahre die meisten Strecken in der Stadt Olten mit dem Elektrovelo. Das Auto ist für mich Nebensache und dennoch kann ich das mögliche neue „Parkierungsreglement“ für die Stadt Olten nicht unterstützen. Zu viele Fragen bleiben ungeklärt.

Olten erstickt in den Hauptverkehrszeiten weiterhin im Autoverkehr. Auf den Zufahrtsachsen bilden sich oft lange Schlangen. Klar fährt unter diesen Voraussetzungen niemand freiwillig Auto und schon gar nicht während der Pendlerzeiten und nicht in unsere Stadt hinein.

Nur widersprechen sich die Verantwortlichen in ihren Aussagen in der jüngsten Abstimmungsinfo zum neuen Parkierungsreglement. Das Parlament als Vertreter der Bevölkerung, sagte jüngst parteiübergreifend klar und deutlich „Ja“ zu einem Parkleitsystem, also zu einer besseren Anzeige noch freier Parkflächen für Autofahrer. Autofahrer sollen demnach einen besseren und einfacheren Zugang zu unserer Stadt Olten erhalten.

Das gleiche Parlament bewilligte dann jedoch auch ein anderes Dossier, nämlich die Änderung des Parkierungsreglements. Dessen „Stellschrauben“ darin bestehen, so kann man es nachlesen, die Verkehrsmittelwahl durch eine Verknappung der Parkplätze zu Gunsten des öV einzuschränken. Mindestens so die Interpretation der offiziellen Abstimmungsinfo der Stadt Olten.

Auszug Abstimmungsinfo der Stadt Olten

Wir finanzieren also mittels Steuergelder ein Parkleitsystem und fokussieren uns dabei auf den Autofahrer, wollen aber gleichzeitig weniger Autoverkehr durch die Verknappung des Parkraums? Der Schlusssatz der obigen Abstimmungsinfo kann für mich nur noch dahin gedeutet werden, dass bei der aktuellen verkehrlichen Ausgangslage eigentlich kein einziger Parkplatz mehr in Olten verträglich wäre, wenn man an den täglichen Stau auf den Oltner Zufahrtsstrassen denkt.

Lenkung über neue Angebote und nicht über Verbote

Sofern die Verkehrswege für Velofahrer in Olten weiter verbessert werden, Angebote wie der Velo-Bringdienst Collectors zum ökologischen Warentransport beitragen und der Langsamverkehr mit verkehrlichen Massnahmen weiter verbessert wird, findet automatisch ein Wechsel auf alternative Verkehrsträger statt. Statt in Hinterhöfen und auf Privatgrund könnte sich die Stadt zum Beispiel Gedanken machen, wo sie dem Carsharing Anbieter Mobility neue Parkplatzmöglichkeiten anbietet. Oder die Stadt könnte endlich mal mit Publibike zusammen eine Velostation für uns Oltner lancieren. Viele Oltner würden auf ein Auto verzichten, stünden genügend alternative und frei wählbare Verkehrsformen zur Verfügung.

Dem die Stadt querenden und in der Autoschlange stehenden Durchgangspendler ist unsere Oltner Parkplatzsituation ohnehin egal. Genau deshalb müssen für uns Oltner Anreize und keine Verbote her, aufs private Auto nach Möglichkeit zu verzichten. Dann macht auch ein millionenschwerer Projektkredit für ein Parkleitsystem plötzlich Sinn, wenn sich verschiedene Verkehrsträger ergänzen.

Bitte keine Bevormundung der Bevölkerung

Wieso soll die Oltner Bevölkerung nicht aus freien Stücken selber entscheiden dürfen, welche Verkehrsmittel für die individuelle Mobilität die richtigen sind? Die bestehende Lösung mit dem aktuellen Parkierungsreglement ist für mich als Bewohner vollkommen zweckmässig und so kann ich frei entscheiden, ob ich nun Bus, Bahn, Velo oder auch in Ausnahmefällen ins Auto steige. Brauche ich dazu wirklich eine neue staatliche Parkplatzregulierung? Als komplett widersinnig erachte ich eine neu einzuführende „Ersatzabgabe“. Sofern ich das neue Reglement richtig interpretiere, muss ich bei einem Hauskauf und dem damit verbundenen Umbau – ich wohne in der Zone III – neu auch eine Gebühr an die Stadt entrichten, sofern ich bei einem geplanten Bauprojekt keinen Parkplatz auf meinem Grundstück errichte? Nein danke.

Auszug Abstimmungsinfo der Stadt Olten

Und wieviele Parkplätze stehen dem Gewerbe nun tatsächlich künftig zur Verfügung? Sind es mehr, sind es weniger? Reichen diese zur Erhaltung der Arbeitgeberattraktivität in der Stadt Olten? Ich möchte ungern einem Gewerbebetrieb verunmöglichen, dass seine Mitarbeitenden zu teilweise unchristlichen Zeiten als Pendler ihren Arbeitsplatz nicht erreichen können.

So sehr ich mir noch mehr Freiflächen fürs Velo wünsche und so oft es geht auch den öV nutze, diese Vorlage zur möglichen Verknappung von Autoabstellflächen ist auch im zweiten Wurf nicht ausgegoren und auch wenn das Parlament dieses neue Regelwerk mindestens zu Teilen unterstützte, so finde ich es richtig, dass in diesem Fall das Referendum ergriffen wurde. Dies ermöglicht es der Bevölkerung, diesem für den Leser nicht ganz durchschaubaren Dokument seinen Segen zu geben oder eben nicht.

Abstimmungsinfo der Stadt Olten zum Download.

Verkehr in Olten mal kurz neu gedacht

Es ist ein Fakt, wir ersticken auch trotz Ortsumfahrung ERO am Durchgangsverkehr. Unsere Stadt wird auch in Zukunft von Kantonsstrassen durchquert. Es ist ein Fakt, dass Herr und Frau Schweizer der älteren Generation ihr Auto nach wie vor lieben und es ist auch ein Fakt, dass die Stadt Olten durch die SBB und die Aare durchschnitten wird. Lösungsansätze für eine innerstädtische Mobilität wären vorhanden. Dafür wäre ein Konsens in der Politik notwendig, von dem man in der aktuellen Ratsdebatte wenig spürt.

Der Verkehr ist Fluch uns Segen in unserer Stadt zugleich. Die verkehrliche Lage hat uns gross gemacht, die täglichen Staus auf vielen Zufahrtsachsen – trotz ERO –  sind aber gleichzeitig weiterhin eine Plage und der verkehrliche Pferdefuss von Olten zugleich. Wieso wir uns nicht endlich zusammenraufen und eine Lösung für „unser“ Olten anstreben, bleibt mir ein Rätsel. Mögliche Lösungsansätze, die ideologiefrei von rechts und links begrüsst werden könnten:

Das „Balinger Modell“ für Olten
Die Süddeutsche Kleinstadt Balingen mit ihren rund 30’000 Einwohnern macht es vor. Im Rathaus der Schwäbischen Kleinstadt hat man schlicht den Spiess umgedreht, die Parkraumsituation neu gedacht und die auch teilweise privaten Parkhäuser bieten heute zu Geschäftszeiten sämtliche Parkplätze gratis an.

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In der Innstadt selbst hat man sämtliche Parkfelder auf blaue Zone umgestellt. In erster Priorität steuern deshalb Autofahrer die frei zugänglichen Parkhäuser an, Kurzzeitparker fahren direkt vor ihren Laden , die blaue Scheibe genügt. Diese Lösung ist einfach und kundenfreundlich zugleich. Die Stadt konnte dadurch deutlich belebt werden und ihr Image massiv aufpolieren.

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Durch den Mehrumsatz beim Gewerbe ist es diesem möglich, die Parkgebühren der Kunden anteilsmässig indirekt zu tragen. Eine Win-win-Situation für Kunden, das Gewerbe und die Stadt. Und auch am Sonntag flanieren viele Menschen durch die Innenstadt, essen bei den diversen Eiscafés ein Glace und lassen ihre Kinder an den in der Fussgängerzone eingerichteten Wasserspielen plantschen.

Die Stadt war sogar so innovativ, für den jeweils am Samstag stattfindenden Wochenmarkt, gleich versenkbare Stromanschlüsse in die Fussgängerzone für die mobilen Marktfahrer zu verbauen. Für mich ein Zeichen, dass Stadt und Gewerbe auf Augenhöhe miteinander diskutieren.

Die Oltner Velobahn für Gleichberechtigung von Velo und Auto
Es wird endlich Zeit, dass wir Oltner geeint und geschlossen im Solothurner Rötihof, Sitz des Solothurner Amts für Verkehr, auf den Tisch klopfen und uns geeint und geschlossen für eine Lösung für das heute katastrophale Velonetz in der Stadt Olten einsetzen. Diese Wortwahl ist bewusst gewählt, denn es ist heute lebensgefährlich, ein Kind durch den Sälikreisel zu schicken.

Es ist schon fast skandalös, welche Priorität dem motorisierten Durchgangsverkehr eingeräumt wird und wie wir Oltner am Ende der alten Holzbrücke alle 2 Minuten gnädigst für ein paar Sekunden mit dem Velo zur rechten Stadtseite in unser eigenen Stadt die Kantonsstrasse überqueren dürfen. Olten links und rechts bleiben velotechnisch getrennt. Wir brauchen Lösungen, im Minimum ein innerstädtisches Velonetz, welches sicher, durchgehend markiert und mit Priorität durch Velos befahren werden kann!

Es ist beschämend, dass ich vom städtischen Veloparking an der Tannwaldstrasse am Hinterausgang des Bahnhofs nur auf komplizierteste Art und Weise in die Innenstadt gelange. Garantiert blockiert von einer aufgestauten Autoschlange in der Neuhardstrasse, die seelenruhig die Velospur blockiert. Später dann abgestoppt von einer gefühlt minutenlang nicht auf grün schaltenden Veloampel, währenddessen Auto um Auto an mir vorbeizieht.

Es ist ein Trauerspiel, wenn ich es kaum schaffe, vom Bachweg mit Veloanhänger meine Tochter in die Krippe an der Sonnhalde unterhalb der Kanti zu bringen, weil ich wegen des Durchgangsverkehrs die Aaraustrasse zwischen Waldheim und Joggibrunnen mit dem Velo kaum überqueren kann. Und nein, noch eine Ampel ist keine Lösung, sondern die konsequente Priorisierung von Velos!

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Grossstädte wie San Francisco haben das längst kapiert. Sie bauen Velobahnen durch die Stadt. Auch wir brauchen endlich durchgehend gut markierte Velofahrspuren. Breite Bahnen mit einer klar erkennbaren Signalisation gegenüber dem Durchgangsverkehr. Wir wohnen hier in Olten, es ist unsere Stadt. Lasst uns das endlich angehen.

Die städtische Verwaltung muss endlich handeln! Wir sind die grösste Stadt im Kanton und es liegt an uns, ob wir uns ständig den Verkehr von Solothurn aus diktieren lassen oder ob wir selber Verkehrslösungen für die Oltner Bevölkerung in unserer Stadt in die Hand nehmen.

Der Mobilitätsplan 
Es stimmt, dass erst ab Seite 42 des angedachten Oltner Mobilitätsplans überhaupt erst der Veloverkehr erwähnt wird. Das ist genauso daneben wie dem Oltner Gewerbe die Parkplätze streichen zu wollen.  In ein paar Jahren, mit selbstfahrenden Fahrzeugen, werden wir ohnehin nochmals über die Bücher gehen müssen.

Aber es ist schlicht inakzeptabel, wenn sich politische Gruppierungen einer Diskussion entziehen und ein lösungsorientiertes Dokument einfach bachab schicken, nur weil ihnen dieses oder jenes nicht genau so passt, was in diesem Mobilitätsplan als Vision formuliert ist. Unsere Demokratie lebt vom Konsens. Lieber in kleinen Schritten vorwärts gehen, als gar nichts machen. Wir treten sonst vor Ort. Die Politiker der verschiedenen Lager müssen sich endlich zusammenraufen, statt ideologiegetriebene Interessenpolitik zu betreiben. Dazu gehört auch eine viel offenere Informationspolitik aus dem Stadthaus.

Als Sofortmassnahme liebe Stadt Olten, würde ich per sofort das Inkasso und die Gebührenregelung für Parkuhren umstellen und dafür sorgen, dass mindestens die ersten 60 Minuten gratis parkiert werden kann. Geht nicht? Klar geht das, wie im Sälipark auch. Man darf das Auto nicht verteufeln, es ist Teil einer Mobilitätskette, wie ein Bus, ein Velo oder ein Zug auch. Wir brauchen integrierte Lösungen.

Ladesäulen für Elektromobilität, Velostationen für Besucher
Im Untergeschoss der Fachhochschule FHNW befindet sich ein Parkplatz zum Laden eines Elektroautos. Himmel liebe Stadt, denkt endlich vorwärts, euch gehört ein Stromunternehmen! Schafft endlich Ladestationen in der Innenstadt! Die besten Parkplätze müssen künftig von Elektroautos genutzt werden können.
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Und bitte lasst euch von einem der vielen Anbieter wie Publibike eine 7/24 zugängliche Veloverleihstation beim Bahnhof bauen, damit Olten Tourismus diese vermarkten kann. Mit einem E-Bike eine fremde Stadt erkunden oder spontan mit Elektrounterstützung in ein Aussenquartier Oltens radeln? Das wäre alles möglich. Lieber heute als morgen mit der Planung einer automatischen Verleihstation beginnen.

Free Wifi in der Fussgängerzone
Und ja, bitte vergesst nicht, dass Olten von Fussgängern besucht wird. Fast 80’000 Menschen steigen jeden Tag am Bahnhof Olten ein, aus oder um. Ein riesiges Potential für die Stadt und das Gewerbe. Bitte bietet deshalb Besuchern an zentralen Plätzen wie auf der Kirchgasse, in der Altstadt, dem Klosterplatz Aber auch rund um den Sälipark kostenfreies WiFi auf öffentlichen Plätzen an. Das tun andere Städte übrigens seit Jahren. Olten Tourismus dankt es euch und es ist heute eben auch ein Teil der Mobilität, für Touristen einen freien Zugang zu Navigationshilfen wie Google Maps oder TripAdvisor zu schaffen, denn viele Touristen bewegen sich heute mit Smartphones durch fremde Städte. Eine Datenversorgung ist Teil der heutigen Mobilität.

Und noch ein Wink zum Schluss, in Richtung Olten Südwest
Postauto Schweiz würde bereitstehen, sich in einen Versuch mit selbstfahrenden Bussen von OSW nach Olten Bahnhof einbinden zu lassen. Noch lange bevor irgendwelche Tunnel gebaut sind. Voraussetzung für diese Mobiliätslösung wäre natürlich, dass BOGG und Postauto ein solches Leuchtturmprojekt gemeinsam mit der Stadt vorantreiben würden.

img_3311Beim gelben Reisen stände man bereit, sich in Olten einzubringen. Wäre es vielleicht mal an der Zeit, dass BOGG und Postauto miteinander telefonieren?

Ich danke euch.

360 Veloparkplätze um 23.45 Uhr belegt

Die Veloabstellanlage im Oltner Bahnhof ist eines der am besten genutzten und erfolgreichsten Projekte der Stadt Olten. Wie die Stadt Olten im Januar mitteilte, sind die 700 Plätze im Sommerhalbjahr vollständig belegt. So stark, dass die Stadt nun für rund 28’000 Franken an Stelle von Helmfächern nochmals 60 neue Veloständer montiert.

Am Samstag, 17. Februar 2017, zeigte sich folgendes Bild: Um 23.45 Uhr waren in der Anlage total 362 Parkplätze kurz vor Mitternacht belegt. Dies entspricht jedem zweiten Abstellplatz. Würde man 100 Velos von Leuten abziehen, die eventuell nur in Olten arbeiten und ihr Velo über Nacht in der Anlage stehen lassen und würde man nochmals 100 Velos von Leuten abziehen, die eventuell nach Mitternacht oder erst am Sonntag ihr Velo nach dem Ausgang abholen, so wären immer noch rund 160 Velos unnötig abgestellt, welche den Zugang für Berufspendler blockieren und teure Investitionen in den Ausbau der Veloinfrastruktur notwendig machen.

Velos die sehr lange nicht bewegt werden – die Erfassung erfolgt durch das Personal nach dem Bauchgefühl – werden aktuell mit einem Kleber markiert, das Datum notiert und die nicht bewegen Vehikel später in einem Veloraum abgestellt.

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Die von der Stadt angekündigte Erhöhung der Veloparkplätze um 60 Abstellplätze für CHF 28’000 Franken wird das Problem vermutlich nur temporär entschärfen.

In Japan werden in modernen Veloabstellanlagen Fahrräder mit RFID-Chips markiert. Damit kann jedes Velo dem Besitzer zugeordnet und die exakte Aufenthaltsdauer eines Fahrrands jederzeit ermittelt werden. Mit einem simplen und kostengünstigen Chip könnte ein ähnliches Kontrollsystem auch in der Oltner Anlage am Bahnhof umgesetzt werden. Die täglich vor Ort arbeitenden Betreuer der Anlage könnten so ungenutzte und länger abgestellte Fahrräder wesentlich schneller erkennen, entsorgen und könnten so kostengünstig mehr Parkraum für Oltner Velofahrende schaffen, welche auf den beschränkten Parkraum angewiesen sind.

Kühe Säliquartier Olten

Mitschreiber für Stadtblog Olten gesucht

Microsoft Gründer Bill Gates startete mit einer Idee in einer Garage, wir haben dafür eine ganze Stadt. Mit dem „Bürgerblog“ http://www.olteneinfach.ch sollen die Gräben zwischen rechts und links, oben und unten und reich und arm etwas ausgeglichen werden. Die hier verfassten Texte sollen auch nicht das Oltner Tagblatt ersetzen, sondern vielmehr die kleinen Geschichten erzählen, die sich an der Bannstrasse, im Stadtpark, auf dem Bifangplatz oder am Tresen einer Oltner Bar ereignen. Platz finden soll hier alles, was die Stadt betrifft. Ob das Projekt zum Fliegen kommt, das wissen die Götter.

Was aber könnte einen guten Stadtblogger oder eine gute Stadtbloggerin ausmachen und wäre das nicht etwas für dich? Vielleicht hast du Lust, ab und zu etwas aus deinem Quartier zu erzählen? Wenn du zehn Punkte oder mehr bejahen kannst, wärst du mit Sicherheit geeignet.

  1. Du wohnst in Olten.
  2. Obwohl du es vielleicht nicht zugeben kannst, magst du Olten von Herzen gern.
  3. Du fotografierst mit deinem Handy oder der Digicam regelmässig in der Stadt.
  4. Du kennst den Unterschied zwischen Schöngrund, Säli und Olten Hammer.
  5. Du interessierst dich für Kunst, Kultur oder das Stadtleben.
  6. Du schaffst es, dir einen WordPress-Account zu eröffnen.
  7. Mit der Drahtschere hast du in deinem Kopf längst den Zaun in der Schützi eingerissen und warst mit Alex Capus danach ein Bier trinken.
  8. Du kennst die Schulzimmer in Olten von innen und die Namen von drei Lehrern.
  9. Du kennst den Goldfischteich im Wald.
  10. Die Glasfaser Ausbaupläne der Swisscom für die Stadt Olten sind dir bekannt und du weisst, wo in Olten ein offenes WiFi zu finden ist.
  11. Zivilschutz ist für dich eine sinnvolle Aufgabe, weil sie der Bevölkerung dient.
  12. Du hast schon eine Turmrede vom Stadtturm aus gehalten.
  13. Du fragst dich, wieviele Ampeln und Verbotsschilder in einer so kleinen Stadt noch aufgestellt werden können.
  14. Du hast dir schon die Frage gestellt, wieviele Menschen im Stadthaus arbeiten.
  15. Du bist Mitglied in einem Oltner Verein.
  16. Du weisst auf Anhieb, in welcher Oltner Bar das beste Bier ausgeschenkt wird.
  17. Du hast schon einen Leserbrief im Oltner Tagblatt geschrieben.
  18. Du weisst, dass der Tiger in Olten kein Tier ist und wo Manuela arbeitet.
  19. Du bist Mitglied einer Partei und dir ist egal, welche Farbe sie vertritt, Hauptsache es hilft der Stadt Olten.
  20. Du weisst, wo in Olten du einen Waschbär findest.
  21. Du kannst niemandem plausibel erklären, warum die Ortsumfahrung ERO Olten mitten in der Stadt endet.
  22. Der Nordmann ist für dich mehr als eine Weihnachtstanne.
  23. Für dich ist klar, was eine Maus mit dem EHCO zu tun hat.
  24. Du fährst regelmässig in Olten mit dem Auto herum und findest eigentlich immer einen Parkplatz.
  25. Du fährst nur Velo und kannst nicht verstehen, wie man sich die Stadt Olten im Auto antun kann.
  26. Du bist Ladenbesitzer in Olten oder Mitglied des Gewerbevereins.
  27. Du magst Olten als Arbeits- und Wohnort.
  28. Du wolltest schon immer einen Kebap-Imbissführer für die Stadt Olten schreiben.
  29. Du hast die Aufzählung bis zum letzten Punkt durchgelesen.

Budget, keines. Freiwilligkeit, vollumfänglich. Engagement, je nach Zeit. Neugierig? E-Mail an stadtolten(ät)gmail.com oder einfach im Menu auf Kontakt klicken.

Velostation Olten Bahnhof SBB

Volles Veloparking am Bahnhof

Olten ist die perfekte Pendlerstadt. Ein grosser Bahnhof, Halbstundentakt in alle Richtungen. Das spürt man auch am Oltner Immobilienmarkt. Dessen Preise haben in den letzten Jahren merklich angezogen. Die Einwohner schätzen die zentrale Lage ihres Städtchens Olten. Um so wichtiger sind Parkplätze an zentraler Lage. Wer dabei an Autos denkt, liegt falsch. Mit dem Veloparkhaus unter der Oltner Tannwaldstrasse hat die Stadt Olten einen planerischen Volltreffer gelandet. Die 700 Veloparkplätze an zentralster Lage gleich unter den Gleisen dienen der Bevölkerung auf der rechten Stadtseite als „bestens Parkhaus mit direktem Bahnanschluss“.

Die meisten der 700 Parkplätze umfassenden Anlage zwischen der Martin-Disteli- und Hardegg-Unterführung gleich neben Gleis 12 des Oltner Bahnhofs sind kostenlos und rund um die Uhr frei zugänglich. Aber auch das Jahresabo für einen kleinen geschlossenen Teil ist mehr als erschwinglich. Für 150.- Franken Jahresgebühr, etwas mehr als 40 Rappen Parkgebühr pro Tag, können Oltner ihren Drahtesel sicher einstellen. Die videoüberwachte Anlage dient gleichzeitig als Sozialprojekt und bietet mehreren Menschen einen Arbeitsplatz.

Es gehört leider zur menschlichen Natur, gut funktionierende Dinge als selbstverständlich anzunehmen. Das ist es nicht und hier gilt es der Stadtverwaltung für diese Planung ein Kränzchen zu winden. Die Oltner Veloabstellanlage unter der Tannwaldstrasse ist ein Vorzeigeobjekt für ein gelungenes städtisches Projekt. Auch die befürchtete Schliessung der Sozialstation konnte durch die Baudirektion abgewendet werden. Leider stösst die Anlage in den Sommermonaten logistisch bereits an ihre Grenzen und so gilt es zu hoffen, dass mit dem Ausbau des Bahnhofplatzes, auch die linke Stadtseite von einem entsprechenden Ausbau längerfristig profitieren wird.