Die Tannwaldstrasse sieht rot

Rotlicht stoppt Velofahrer.

Gut möglich, dass die Baustellenabschrankung an der Tannwaldstrasse, das Trottoir wird dabei von der Fahrbahn abgetrennt, einem Zweck dient. Fakt ist, die als Baustelle mit Ampel signalisierte Strasse ist gleich breit wie vorher der Signalisation, das Trottoir ebenso.

Auswärtspendler, die auf der rechten Stadtseite am frühen Morgen über die Tannwaldstrasse an den Bahnhof fahren, werden neuerdings auf Höhe der Fachhochschule von einem Baustellenrotlicht gestoppt. Über den Sinn und Zweck der Bauabschrankung samt Rotlicht darf nur spekuliert werden. Am Abend das gleiche Bild von der Gegenseite. Wer aus dem Velokeller die Tannwaldstrasse beim Flügelrad in Richtung Fachhochschule fährt, sieht wieder rot. Grund dafür: Unbekannt.

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Baustellensignalisation Tannwaldstrasse

Dient die Abschrankung eventuell am Tag einem Zweck? Wir wissen es nicht. Ebenso ist unklar, warum am frühen Morgen und am Abend Velofahrer, um die Strassenverkehrsordnung einzuhalten, ihr Velo zum Stillstand bringen müssen, bevor 10 Sekunden später die Ampel wieder auf blinkendes orange umstellt. Es bleibt aktuell ein Rätsel.

Volles Veloparking am Bahnhof

Olten ist die perfekte Pendlerstadt. Ein grosser Bahnhof, Halbstundentakt in alle Richtungen. Das spürt man auch am Oltner Immobilienmarkt. Dessen Preise haben in den letzten Jahren merklich angezogen. Die Einwohner schätzen die zentrale Lage ihres Städtchens Olten. Um so wichtiger sind Parkplätze an zentraler Lage. Wer dabei an Autos denkt, liegt falsch. Mit dem Veloparkhaus unter der Oltner Tannwaldstrasse hat die Stadt Olten einen planerischen Volltreffer gelandet. Die 700 Veloparkplätze an zentralster Lage gleich unter den Gleisen dienen der Bevölkerung auf der rechten Stadtseite als „bestens Parkhaus mit direktem Bahnanschluss“.

Die meisten der 700 Parkplätze umfassenden Anlage zwischen der Martin-Disteli- und Hardegg-Unterführung gleich neben Gleis 12 des Oltner Bahnhofs sind kostenlos und rund um die Uhr frei zugänglich. Aber auch das Jahresabo für einen kleinen geschlossenen Teil ist mehr als erschwinglich. Für 150.- Franken Jahresgebühr, etwas mehr als 40 Rappen Parkgebühr pro Tag, können Oltner ihren Drahtesel sicher einstellen. Die videoüberwachte Anlage dient gleichzeitig als Sozialprojekt und bietet mehreren Menschen einen Arbeitsplatz.

Es gehört leider zur menschlichen Natur, gut funktionierende Dinge als selbstverständlich anzunehmen. Das ist es nicht und hier gilt es der Stadtverwaltung für diese Planung ein Kränzchen zu winden. Die Oltner Veloabstellanlage unter der Tannwaldstrasse ist ein Vorzeigeobjekt für ein gelungenes städtisches Projekt. Auch die befürchtete Schliessung der Sozialstation konnte durch die Baudirektion abgewendet werden. Leider stösst die Anlage in den Sommermonaten logistisch bereits an ihre Grenzen und so gilt es zu hoffen, dass mit dem Ausbau des Bahnhofplatzes, auch die linke Stadtseite von einem entsprechenden Ausbau längerfristig profitieren wird.