Schloss Wartenfels geht in den Winterschlaf

Das im Besitz des Kantons Solothurn, der Stadt Olten und der Gemeinde Lostorf befindliche Schloss Wartenfels geht in den Winterschlaf. Ab Mai 2017 wird es an Sonntagen wieder für Besichtigungen offen stehen.

Die Schlossanlage dient in den Sommermonaten als Ort für Hochzeiten, Taufen, Geburtstags- und Jubiläumsfeiern, private und öffentliche Konzerte. Die Kapelle, die Halle mit Schlosshof sowie der Schlossgarten können gemietet werden.

Der Verein „Freunde Schloss Wartenfels“ bewirtete heute auf dem Schloss oberhalb Lostorf die Vereinsmitglieder und Gönner bei Wienerli und Brot zum letzten Mal in diesem Jahr und bot interessierten Besuchern einen letzten Blick in die Gemächer vor der Winterpause, denn der Aufwand und die Kosten für das Beheizen des Schlosses wären immens.

Der Verein Freunde Schloss Wartenfels kümmert sich seit 2003 um den Schutz und die Pflege der im Eigentum der Stiftung Schloss Wartenfels bestehenden Anlagen. Dazu gehören auch freiwillige Arbeitseinsätze wie Schlossführungen, Schlossaufsicht und Arbeiten in und ums Schloss zu leisten. Die Vereinsmitglieder unterstützen damit auch das gleich unterhalb des Schlosses wohnende Pächterehepaar, welches sich um die Pflege der Anlage und des wunderschönen Gartens kümmert.

1914 diente das Schloss noch als militärisches Quartier und befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Es wurde anschliessend von einem Basler Unternehmer Georg Meidinger-Hummel übernommen und fachmännisch restauriert. 1978 erfolgte der Übergang der Schlossanlage in eine Stiftung an welcher der Kanton Solothurn und die Gemeinden Olten und Lostorf beteiligt sind. Als Präsident der Stiftung wirkt im Auftrag des Kantons der Oltner Prof. Dr. Peter André Bloch.

Wer den Verein Freunde Schloss Wartenfels als Gönner berücksichtigen will, zahlt einen Jahresbeitrag von CHF 25.- an „Freunde Schloss Wartenfels, 4654 Lostorf, PC-Konto 46-3767-9. Der Schweizer Museumspass ist für den Besuch des Schlosses an Sonntagen von Mai bis Oktober gültig.

Enzo gut, alles gut

Mit der Taufe am Samstag hat das mediale Hin und Her zum Crowdfunding-Projekt der Oltner Enzo-Möbel ein vorläufiges Ende gefunden. Sowohl der Stadtpräsident Martin Wey, als auch der Baudirektor Thomas Marbet, waren an der kleinen Tauffeier der Möbel in der Oltner Schützenmatte anwesend. Wesentlich Neues zur Standortfrage war nicht zu erfahren, die Kirchgasse bleibt von den Sitzgelegenheiten aus Plastik auch weiterhin verschont.

Der Projektinitiant Yves Stuber dankte anlässlich der kleinen Tauffeier den verschiedenen Beteiligten, die sich für die Beschaffung der Möbel eingesetzt hatten. Insgesamt 133 Personen ermöglichten es durch ihre Spenden, dass sechs Möbel des Typs Enzo Viena beschafft werden konnten.

Stuber hielt bei seiner kurzen Ansprache fest, dass auch das Berufsbildungszentrum BBZ weitere acht Möbel eingekauft habe und man dank einer Zusammenarbeit die Anschaffung habe leichter abwickeln können. Der Dank ging auch an Daniel Probst, der dank seiner guten Kontakte das Projekt aktiv unterstützen konnte. Stuber machte an seiner Ansprache auch keinen Hehl daraus, dass er sich wünsche, dass dereinst auf politischen Druck hin die Möbel doch noch in der Kirchgasse landen.

Stadt hält an ihrer Position fest – Kirchgasse als Standort kein Thema

Stadtpräsident Martin Wey und Baudirektor Thomas Marbet liessen sich an der Tauffeier per Kran auf dem farbigen „Pink Rebell“ auf die Bühne hieven. Das pinke Möbel sorgte in den vergangenen Tagen mehrfach für Schlagzeilen.

Stadtpräsident Martin Wey dankte allen Investoren und wünschte sich persönlich, dass aus den Möbeln eine gute Geschichte werde, überliess die inhaltliche Diskussion aber dem Oltner Baudirektor. Thomas Marbet bekräftigte in seinen Ausführungen, dass er diese Aktion sehr schätze, weil die Idee schön sei und Gemeinsinn und der Sinn von Gemeinschaft vor dem eigenen Portemonnaie gestanden hätte. Die Woche sei von Irritationen geprägt gewesen, so der Baudirektor und spielte damit auf die mediale Berichterstattung und die Kommentare in Social Media Foren an. Er freue sich, dass die Stadt nun ein Starterkit Enzo-Möbel in der Schützi und Fachhochschule habe. Er könne sich vorstellen, dass „im Verlauf der Jahre“ diese Möbel auch einmal auf Wanderschaft gehen könnten. Auch private Grundstücke könne er sich für die Platzierung vorstellen und nannte dabei das Altersheim Weingarten als möglichen Standort. Die Platzierung der Möbel sei grundsätzlich überall möglich, nur nicht im 11. Stock des Stadthauses, so Marbet.

Die Stadt erhielt zudem von den Initianten eine Bedienungsanleitung, denn die Hohlkörper aus Plastik lassen sich mit Wasser füllen, damit sie nicht mehr verrückt werden können. Dies als Anspielung auf den „Pink Rebell“ der es trotz seiner rund einhundert Kilo Gewicht in den vergangenen Tagen auf wundersame Weise schaffte, von seiner Lagerstätte in der Schützenmatte durch Unbekannte auf die Kirchgasse getragen zu werden. Deren Möblierung bleibt aber wohl weiterhin Wunschdenken und wird von der Stadt auch in Zukunft nicht aktiv unterstützt, mindestens an der Taufe war der Standort Kirchgasse kein Thema.