Wieso kein kurzer Tunnel zum neuen Sälipark?

Auf der rechten Stadtseite formiert sich Widerstand gegen das Projekt Sälipark2020. Diskutiert werden die Verkehrsführung und der allfällig wegfallende Wochenmarkt zwischen dem Bifang- und Gewerbeschulhaus. Schade, denn das Projekt Sälipark2020 muss fristgerecht realisiert und umgesetzt werden, weil es das Säliquartier belebt und den Gewerbestandort Olten stärkt. Gleichzeitig bietet es dem Investor Giroud Olma eine Entwicklungsmöglichkeit.

Wieso also die Einfahrt zum neuen Parkhaus des neuen Sälipark2020 nicht gleich auf den Bifangplatz vorziehen und die rund 50 Meter Wegstrecke bis zum Sälipark in einem Tunnel unterirdisch zurücklegen? Die Vorteile wären:

  1. Saubere und einfache Zufahrt für Autofahrer ab Bifangplatz
  2. Eine autofreie Bifangstrasse.
  3. Sichere Verkehrsfläche für Schüler des Bifangschulhauses mit sicherer Veloquerung oberirisch aus den Quartieren mit komfortabler Zufahrt zum neuen Sälipark2020.
  4. Freie Nutzung der Verkehrsfläche für den Markt und Events wie die Mio Olten und weitere mögliche Angebote.
  5. Zukunftsgerichtete langfristige Lösung für die Verkehrsfrage Sälipark.

parkhaus-baseltor_96670Wie eine solche unterirdische Zufahrt aussehen könnte, zeigt die Stadt Solothurn am Beispiel des Parkhauses Baseltor. Die Zufahrt wurde unaufdringlich mit Bäumen gestaltet und der Individualverkehr verfügt seither über eine hervorragende Zufahrt zu einem perfekt gelegenen Parkhaus gleich vor den Toren der Stadt. Wieso also eine solche Lösung nicht im Rahmen des Gestaltungsplans Sälipark2020 vorsehen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Dem Investor ein noch attraktiveres Konzept vorschlagen, die Einsprachen elimnieren und gleichzeitig eine nachhaltige und langfristige Lösung für die Verkehrsanbindung ab der rechten Stadtseite sicherstellen ohne das Bauprojekt zu verzögern? Der Verkehrsclub VCS liegt falsch, wenn er eine einzige Zufahrt zum neuen Sälipark ab dem Sälikreisel fordert, denn damit würden fast sämtliche auf der rechten Stadtseite gelegenen Quartiere von einer einfachen und attraktiven Zufahrt ausgeschlossen und der Einkaufsverkehr von Starrkirch-Wil, aus dem Meierhofquartier und aus Richtung Dulliken zu unnötigen Umwegfahrten gezwungen.

855 Mio Franken für Bahnausbau zwischen Olten-Aarau

Zwischen Olten-Aarau wird derzeit der Eppenbergtunnel gebaut. Damit soll der heute nur zweispurige Flaschenhals im Schweizer Schienennetz zwischen Däniken und Aarau auf vier Spuren ausgebaut werden. Bereits 275 Millionen Franken wurden verbaut. Das Projekt ist auf Kurs. Besucher können auf einer neu errichteten und frei zugänglichen Aussichtsplattform die Arbeiten aus nächster Nähe mitverfolgen.

550 Züge und 26’000 Autos auf der Kantonsstrasse befahren täglich den Baustellenabschnitt. Dies stellt die Bauleute vor besondere Herausforderungen, denn nur die kleinste Störung des Bahnbetriebs hätte direkte Auswirkungen auf den Zugverkehr Bern-Zürich.

Am Ostportal des Tunnel in der Wöschnau sind bereits 60 Meter Tunnel bergmännisch ausgebrochen und die Vorarbeiten für den Aufbau der Tunnelbormaschine angelaufen. Bereits im September soll deren 234 Tonnen schwerer Bohrschild montiert und ab Ende des Jahres mit dem maschinellen Vortrieb begonnen werden. Das ganze Jahr 2017 wird sich die rund 100 Meter lange Bohrmaschine dann Tag für Tag rund 10 Meter in Richtung Westen zum Tunnelportal in Richtung Gretzenbach ‚fressen‘. Im Frühling 2018 soll die Tunnelbohrmaschine das westliche Portal des Eppenbergtunnels erreichen und der Durchschlag in Gretzenbach erfolgen. Rund sechzig Prozent des Ausbruchmaterials aus dem Eppenbergtunnel kann wiederverwertet werden.

Am Installationsplatz in der Wöschnau waren im Bereich des Tunneleingangs umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Der Wald oberhalb der Kantonsstrasse wurde gerodet und eine Stützmauer mit 1300 Felsankern errichtet. Diese Anker sind bis zu 25 Meter lang und wurden ins Erdreich getrieben. Sie sorgen dafür, dass in der darunterliegenden Baugrube mit dem Aufbau der Tunnelbohrmaschine, einer eigentlichen fahrenden Fabrik begonnen werden kann.

Optisch etwas weniger eindrücklich aber nicht weniger wichtig sind die Ausbauarbeiten des Tunnelportals in Gretzenbach und der Ausbau im Bahnhof Dulliken. Bereits im November wird dort ein neues Perrons eröffnet. Zudem werden sämtliche Perrondächer komplett erneuert, Gleis- und Fahrleitungsanlagen angepasst.

Mit der Fertigstellung des Projekts des Gesamtprojekts Eppenberg wird die Bahnlinie Olten-Aarau durchgehend vierspurig befahrbar und weitere Bahnangebote für Kunden möglich sein.

Weitere Informationen zum Bauprojekt unter www.sbb.ch/eppenberg