Die Tannwaldstrasse sieht rot

Rotlicht stoppt Velofahrer.

Gut möglich, dass die Baustellenabschrankung an der Tannwaldstrasse, das Trottoir wird dabei von der Fahrbahn abgetrennt, einem Zweck dient. Fakt ist, die als Baustelle mit Ampel signalisierte Strasse ist gleich breit wie vorher der Signalisation, das Trottoir ebenso.

Auswärtspendler, die auf der rechten Stadtseite am frühen Morgen über die Tannwaldstrasse an den Bahnhof fahren, werden neuerdings auf Höhe der Fachhochschule von einem Baustellenrotlicht gestoppt. Über den Sinn und Zweck der Bauabschrankung samt Rotlicht darf nur spekuliert werden. Am Abend das gleiche Bild von der Gegenseite. Wer aus dem Velokeller die Tannwaldstrasse beim Flügelrad in Richtung Fachhochschule fährt, sieht wieder rot. Grund dafür: Unbekannt.

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Baustellensignalisation Tannwaldstrasse

Dient die Abschrankung eventuell am Tag einem Zweck? Wir wissen es nicht. Ebenso ist unklar, warum am frühen Morgen und am Abend Velofahrer, um die Strassenverkehrsordnung einzuhalten, ihr Velo zum Stillstand bringen müssen, bevor 10 Sekunden später die Ampel wieder auf blinkendes orange umstellt. Es bleibt aktuell ein Rätsel.

Wir brauchen in Olten eine Diskussion über einen «Sälitunnel»

Umfahrung der Innenstadt umsetzen

Der heutige Brand an der Unterführungsstrasse beim Postplatz zeigt eindrücklich, dass die Oltner Verkehrsinfrastruktur weiterhin am Limit läuft und wir weit entfernt sind, von einer «Umfahrung Olten» sprechen zu können, welche diesen Namen auch verdient. Ein verhältnismässig überschaubarer Brand sorgte in den Morgenstunden für das komplette Verkehrschaos. Wir brauchen in Olten eine Diskussion über einen «Sälitunnel».

Die ERO Umfahrung Olten hätte man vom Sälikreisel mit einem langen Tunnel bis nach Dulliken verlängern sollen. Warum dies so wichtig wäre, zeigte ein Brand im Bereich Postplatz und Unterführungsstrasse heute eindrücklich. Der Verkehr auf der Oltner Hauptverkehrsachse im Stadtzentrum ist zusammengebrochen. Und dies wegen eines überschaubaren Ereignisses. Ein Brand an der Hauptachse von und nach Aarau führte einem aber vor Augen, welche Verkehrsströme und vor allem welcher Durchgangsverkehr sich nach wie vor tagtäglich durch die Oltner Innenstadt bewegt und wertvollen Wohn- und Lebensraum frisst.

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Umfahrung Olten weiterdenken
Hauptauslöser für den täglichen Verkehrsmolloch ist die nach wie vor unbefriedigende Verkehrssituation auf der Hauptachse Aarau–Niederamt–Olten. Statt den Verkehr wie am Beispiel Aarburg auch in Olten von der heutigen Umfahrung ERO Olten mit einem Tunnel gleich weiter nach Dulliken zu führen, endet die sogenannte Umfahrung nach wie vor mitten in der Stadt Olten. Sämtlicher Transitverkehr von Aarburg und dem Gäu in Richtung Aarau führt weiterhin mitten durch die Oltner Innenstadt.

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«Sälitunnel» als Lösung für den ständig zunehmenden Durchgangsverkehr
Der durch den Autoverkehr zu den Hauptverkehrszeiten komplett verstopfte Innenstadt im Bereich Postplatz muss aus langfristiger Sicht weiter entlastet werden. Dazu braucht es Überlegungen von allen politischen Lagern, damit der frei werdende Verkehrsraum endlich dem Langsamverkehr und der Oltner Bevölkerung die notwendige Lebensqualität zurückgibt. Die aktuelle «ERO Umfahrung Olten» ist eine Sackgasse, die zwingend von Olten über einen Tunnel in Richtung Aarau verlängert werden muss.