Einzug in Oltner Aarepark ab Oktober

Am 15. Juli 2015 ereignete sich hinter dem Bahnhof Olten ein verherendes Feuer. Auf dem Dach des Neubaus Aarepark ereigneten sich mehrere Explosionen. Eine dicke Rauchwolke legte sich über Olten, die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot präsent. Der Schaden wurde nachträglich auf über sechs Millionen Franken beziffert.

Ein gutes Jahr später, im Oktober 2016 ist der Erstbezug der 56 Mietwohnungen vorgesehen. In den unteren Etagen befinden sich Büroflächen und im Untergeschoss eine Tiefgarage mit 60 Plätzen. Die Nachfrage nach zentralem Wohnraum scheint riesig. Sämtliche Wohnungen Wohnungen der Anlage sind bereits vermietet oder reserviert.

Sperrung der Von-Roll-Strasse sorgt während drei Monaten für massive Verkehrsbehinderungen im Quartier

Wie die Stadt heute auf ihrer Webseite bekannt gibt, muss das Gerüst des Neubaus Aarepark an der Kreuzung Unterführungsstrasse zur Von-Roll-Strasse abgebaut werden. Zeitgleich werden die Beleuchtung, Hydranten und die Kommunikationsleitungen ersetzt. Der Grossteil der knapp dreimonatigen Bauzeit wird für die Anpassung und Instandstellungsarbeiten der Von-Roll-Strasse benötigt.

Der Verkehr wird über die bestehenden Strassen abgewickelt, was bereits für erste Reaktionen in der Facebook Gruppe Olten führte. So schreibt ein Oltner: „Chaos und Stau in der Neuhardstrasse. Selbst der Bus steht. Wie kommt man auf die Idee, die von Roll Strasse zu sperren ohne sich um die Folgen zu kümmern?“ Nach Informationen der Stadt Olten sollen die Behinderungen bis im November andauern.

 

 

Mitschreiber für Stadtblog Olten gesucht

Microsoft Gründer Bill Gates startete mit einer Idee in einer Garage, wir haben dafür eine ganze Stadt. Mit dem „Bürgerblog“ http://www.olteneinfach.ch sollen die Gräben zwischen rechts und links, oben und unten und reich und arm etwas ausgeglichen werden. Die hier verfassten Texte sollen auch nicht das Oltner Tagblatt ersetzen, sondern vielmehr die kleinen Geschichten erzählen, die sich an der Bannstrasse, im Stadtpark, auf dem Bifangplatz oder am Tresen einer Oltner Bar ereignen. Platz finden soll hier alles, was die Stadt betrifft. Ob das Projekt zum Fliegen kommt, das wissen die Götter.

Was aber könnte einen guten Stadtblogger oder eine gute Stadtbloggerin ausmachen und wäre das nicht etwas für dich? Vielleicht hast du Lust, ab und zu etwas aus deinem Quartier zu erzählen? Wenn du zehn Punkte oder mehr bejahen kannst, wärst du mit Sicherheit geeignet.

  1. Du wohnst in Olten.
  2. Obwohl du es vielleicht nicht zugeben kannst, magst du Olten von Herzen gern.
  3. Du fotografierst mit deinem Handy oder der Digicam regelmässig in der Stadt.
  4. Du kennst den Unterschied zwischen Schöngrund, Säli und Olten Hammer.
  5. Du interessierst dich für Kunst, Kultur oder das Stadtleben.
  6. Du schaffst es, dir einen WordPress-Account zu eröffnen.
  7. Mit der Drahtschere hast du in deinem Kopf längst den Zaun in der Schützi eingerissen und warst mit Alex Capus danach ein Bier trinken.
  8. Du kennst die Schulzimmer in Olten von innen und die Namen von drei Lehrern.
  9. Du kennst den Goldfischteich im Wald.
  10. Die Glasfaser Ausbaupläne der Swisscom für die Stadt Olten sind dir bekannt und du weisst, wo in Olten ein offenes WiFi zu finden ist.
  11. Zivilschutz ist für dich eine sinnvolle Aufgabe, weil sie der Bevölkerung dient.
  12. Du hast schon eine Turmrede vom Stadtturm aus gehalten.
  13. Du fragst dich, wieviele Ampeln und Verbotsschilder in einer so kleinen Stadt noch aufgestellt werden können.
  14. Du hast dir schon die Frage gestellt, wieviele Menschen im Stadthaus arbeiten.
  15. Du bist Mitglied in einem Oltner Verein.
  16. Du weisst auf Anhieb, in welcher Oltner Bar das beste Bier ausgeschenkt wird.
  17. Du hast schon einen Leserbrief im Oltner Tagblatt geschrieben.
  18. Du weisst, dass der Tiger in Olten kein Tier ist und wo Manuela arbeitet.
  19. Du bist Mitglied einer Partei und dir ist egal, welche Farbe sie vertritt, Hauptsache es hilft der Stadt Olten.
  20. Du weisst, wo in Olten du einen Waschbär findest.
  21. Du kannst niemandem plausibel erklären, warum die Ortsumfahrung ERO Olten mitten in der Stadt endet.
  22. Der Nordmann ist für dich mehr als eine Weihnachtstanne.
  23. Für dich ist klar, was eine Maus mit dem EHCO zu tun hat.
  24. Du fährst regelmässig in Olten mit dem Auto herum und findest eigentlich immer einen Parkplatz.
  25. Du fährst nur Velo und kannst nicht verstehen, wie man sich die Stadt Olten im Auto antun kann.
  26. Du bist Ladenbesitzer in Olten oder Mitglied des Gewerbevereins.
  27. Du magst Olten als Arbeits- und Wohnort.
  28. Du wolltest schon immer einen Kebap-Imbissführer für die Stadt Olten schreiben.
  29. Du hast die Aufzählung bis zum letzten Punkt durchgelesen.

Budget, keines. Freiwilligkeit, vollumfänglich. Engagement, je nach Zeit. Neugierig? E-Mail an stadtolten(ät)gmail.com oder einfach im Menu auf Kontakt klicken.

Enzo gut, alles gut

Mit der Taufe am Samstag hat das mediale Hin und Her zum Crowdfunding-Projekt der Oltner Enzo-Möbel ein vorläufiges Ende gefunden. Sowohl der Stadtpräsident Martin Wey, als auch der Baudirektor Thomas Marbet, waren an der kleinen Tauffeier der Möbel in der Oltner Schützenmatte anwesend. Wesentlich Neues zur Standortfrage war nicht zu erfahren, die Kirchgasse bleibt von den Sitzgelegenheiten aus Plastik auch weiterhin verschont.

Der Projektinitiant Yves Stuber dankte anlässlich der kleinen Tauffeier den verschiedenen Beteiligten, die sich für die Beschaffung der Möbel eingesetzt hatten. Insgesamt 133 Personen ermöglichten es durch ihre Spenden, dass sechs Möbel des Typs Enzo Viena beschafft werden konnten.

Stuber hielt bei seiner kurzen Ansprache fest, dass auch das Berufsbildungszentrum BBZ weitere acht Möbel eingekauft habe und man dank einer Zusammenarbeit die Anschaffung habe leichter abwickeln können. Der Dank ging auch an Daniel Probst, der dank seiner guten Kontakte das Projekt aktiv unterstützen konnte. Stuber machte an seiner Ansprache auch keinen Hehl daraus, dass er sich wünsche, dass dereinst auf politischen Druck hin die Möbel doch noch in der Kirchgasse landen.

Stadt hält an ihrer Position fest – Kirchgasse als Standort kein Thema

Stadtpräsident Martin Wey und Baudirektor Thomas Marbet liessen sich an der Tauffeier per Kran auf dem farbigen „Pink Rebell“ auf die Bühne hieven. Das pinke Möbel sorgte in den vergangenen Tagen mehrfach für Schlagzeilen.

Stadtpräsident Martin Wey dankte allen Investoren und wünschte sich persönlich, dass aus den Möbeln eine gute Geschichte werde, überliess die inhaltliche Diskussion aber dem Oltner Baudirektor. Thomas Marbet bekräftigte in seinen Ausführungen, dass er diese Aktion sehr schätze, weil die Idee schön sei und Gemeinsinn und der Sinn von Gemeinschaft vor dem eigenen Portemonnaie gestanden hätte. Die Woche sei von Irritationen geprägt gewesen, so der Baudirektor und spielte damit auf die mediale Berichterstattung und die Kommentare in Social Media Foren an. Er freue sich, dass die Stadt nun ein Starterkit Enzo-Möbel in der Schützi und Fachhochschule habe. Er könne sich vorstellen, dass „im Verlauf der Jahre“ diese Möbel auch einmal auf Wanderschaft gehen könnten. Auch private Grundstücke könne er sich für die Platzierung vorstellen und nannte dabei das Altersheim Weingarten als möglichen Standort. Die Platzierung der Möbel sei grundsätzlich überall möglich, nur nicht im 11. Stock des Stadthauses, so Marbet.

Die Stadt erhielt zudem von den Initianten eine Bedienungsanleitung, denn die Hohlkörper aus Plastik lassen sich mit Wasser füllen, damit sie nicht mehr verrückt werden können. Dies als Anspielung auf den „Pink Rebell“ der es trotz seiner rund einhundert Kilo Gewicht in den vergangenen Tagen auf wundersame Weise schaffte, von seiner Lagerstätte in der Schützenmatte durch Unbekannte auf die Kirchgasse getragen zu werden. Deren Möblierung bleibt aber wohl weiterhin Wunschdenken und wird von der Stadt auch in Zukunft nicht aktiv unterstützt, mindestens an der Taufe war der Standort Kirchgasse kein Thema.

 

 

 

 

 

Warum man in Olten immer mit Waze herumfahren sollte

Die sich von Trimbach oder Aarburg in den Abendstunden nach Olten wälzende Blechlawinie an Autos nimmt teilweise beängstigende Formen an. Wie gut wäre es da, wenn man zu Hause die exakte Ankunftszeit kenne würde. Mit der für Andorid und iPhone Smartphones entwickelten kostenlosen Navigationssoftware von http://www.waze.com, macht Autofahren gleich wieder etwas mehr Spass, denn jeder Nutzer sendet seine Verkehrsdaten in anonymisierter Form an einen zentralen Server und dieser berechnet für alle anderen Wazer bei Stau gleich die optimale Ausweichroute.

Einfach ausgedrückt, jeder Oltner der auch nur passiv im Auto  die Waze App auf seinem Smartphone mitlaufen lässt, hilft allen anderen Nutzern, dass diese einen Stau umfahren und die optimalste Route nach Hause finden. Je mehr Nutzer die App auch auf kurzen Strecken mitlaufen lassen, desto präzisier sind die Verkehrsprognosen und Verkehrsinformationen, denn mit Waze kann man auch auf einfachste Weise Unfälle oder Baustellen über die App melden.

Ebenso sind Radarfallen und Polizeikontrollen oder Pannenfahrzeuge sichtbar, denn sobald ein Nutzer einen Hinweis absetzt, erhalten alle übrigen Wazer diese Info übermittelt. Das Prinzip heisst Social Routing und das ursprünglich keine Startup-Unternehmen wurde aufgrund seines Erfolgs zwischenzeitlich durch Google geschluckt.

In Waze sind auch viele Oltner Geschäfte hinterlegt, die einfach via Suche angesteuert werden können. Das mühsame Eintippen von Strasse und Hausnummer entfällt. Schön wäre es, wenn auch jeder Oltner Taxifahrer die App verwenden würde, denn diese Profis auf Oltner Strassen sind nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten unterwegs. Die voraussichtliche Ankunftszeit lässt sich übrigens von der App problemlos auch an andere Nutzer senden. Karten lassen sich umgehend editieren und Nutzer von Waze haben zudem die Möglichkeit, Verkehrsströme anhand von Karten zu analysieren.

 

Gegenwind für Ausbau des Modefachgeschäfts Bernheim

Wie das Oltner Tagblatt in der heutigen Ausgabe berichtet, ist der Ausbau des Modefachgeschäfts Bernheim an der Kirchgasse nach den aktuellen Plänen noch nicht gesichert. Mehrere Anwohner der Liegenschaft Mühlegasse 10 bemängeln die Grösse und den Umfang des Erweiterungsbaus hinter den Chorherrenhäusern im Hinterhof der Geschäftsliegenschaft. Bis am 5. September haben die Betroffenen Anwohner noch Zeit, ihre Stellungnahmen zum Projekt abzugeben.

Volles Veloparking am Bahnhof

Olten ist die perfekte Pendlerstadt. Ein grosser Bahnhof, Halbstundentakt in alle Richtungen. Das spürt man auch am Oltner Immobilienmarkt. Dessen Preise haben in den letzten Jahren merklich angezogen. Die Einwohner schätzen die zentrale Lage ihres Städtchens Olten. Um so wichtiger sind Parkplätze an zentraler Lage. Wer dabei an Autos denkt, liegt falsch. Mit dem Veloparkhaus unter der Oltner Tannwaldstrasse hat die Stadt Olten einen planerischen Volltreffer gelandet. Die 700 Veloparkplätze an zentralster Lage gleich unter den Gleisen dienen der Bevölkerung auf der rechten Stadtseite als „bestens Parkhaus mit direktem Bahnanschluss“.

Die meisten der 700 Parkplätze umfassenden Anlage zwischen der Martin-Disteli- und Hardegg-Unterführung gleich neben Gleis 12 des Oltner Bahnhofs sind kostenlos und rund um die Uhr frei zugänglich. Aber auch das Jahresabo für einen kleinen geschlossenen Teil ist mehr als erschwinglich. Für 150.- Franken Jahresgebühr, etwas mehr als 40 Rappen Parkgebühr pro Tag, können Oltner ihren Drahtesel sicher einstellen. Die videoüberwachte Anlage dient gleichzeitig als Sozialprojekt und bietet mehreren Menschen einen Arbeitsplatz.

Es gehört leider zur menschlichen Natur, gut funktionierende Dinge als selbstverständlich anzunehmen. Das ist es nicht und hier gilt es der Stadtverwaltung für diese Planung ein Kränzchen zu winden. Die Oltner Veloabstellanlage unter der Tannwaldstrasse ist ein Vorzeigeobjekt für ein gelungenes städtisches Projekt. Auch die befürchtete Schliessung der Sozialstation konnte durch die Baudirektion abgewendet werden. Leider stösst die Anlage in den Sommermonaten logistisch bereits an ihre Grenzen und so gilt es zu hoffen, dass mit dem Ausbau des Bahnhofplatzes, auch die linke Stadtseite von einem entsprechenden Ausbau längerfristig profitieren wird.

Olten ist nicht Düsseldorf und auch nicht Wien

Seien wir realistisch. Olten ist mit seinen 18’482 Einwohnern ein kleines Städtchen. Die Wege sind kurz und wer bei den Pollern vor dem Coop City die Fussgängerzone auf der Baslerstrasse betritt, hat nach gefühlten drei Minuten die Kirchgasse am anderen Ende beim Blumenladen von Arx wieder verlassen. Der Plan der amtlichen Vermessung weist für die Kirchgasse eine Grösse von rund 2767 m2 aus. Das entspricht umgerechnet einer Grundfläche von rund zwanzig grosszügigen 4 ½ Zimmer Wohnungen.

Man stelle sich nun vor, Unbekannte hätten in diese Oltner „90-Zimmer Wohnung Kirchgasse“ ungefragt und nicht genehmigt ein einzelnes Sofa aus Plastik mit dem interessant klingenden Namen „Enzo“ gestellt. Ein von Oltner Einwohnern finanziertes farbiges Objekt, welches gratis und franko der Stadt vermacht werden sollte.

Die Stadt Wien sieht in den „Enzis“ ein Kunstobjekt. Die Farbe der im Wiener Museumsquartier platzierten Enzis wurde bis 2010 jährlich per Internetabstimmung festgelegt. Insbesondere an sonnigen Sommertagen sind alle Enzis restlos belegt.

Im Jahr 2010 wurden Enzis auch im Madrider Museumsdreieck am Paseo del Prado in Gehweite der drei wichtigsten Museen mit Weltruhm aufgestellt. Im gleichen Jahr konnte man die Möbel von Enzo auch vor dem Museu d’Art Contemporani de Barcelona bestaunen. 2013 lancierte Wien Tourismus eine Platzierung im Moskauer Gorki-Park. Die Landeshauptstadt Düsseldorf möblierte 2014 den Schadowplatz mit maiwiesengrünen Enzis. 2015 wurden auch in Hamburg die teils künstlerisch gestalteten Sitzmöbel aufgestellt.

Im Spätsommer 2016 wehrt sich die Stadtverwaltung Olten mit Händen und Füssen dagegen, sich eines der behördlich für die Kirchgasse nicht genehmigten Sitzmöbel Enzo von der eigenen Bevölkerung schenken und in der Kirchgasse stehen zu lassen. Es wurde zwischenzeitlich abtransportiert.

 

 

Projekt «Enzo-Möbel für Olten»: Wenn sich eine Stadt selber verwaltet

Eine Lokalposse der besonderen Art spielt sich derzeit in der Innenstadt des beschaulichen Städtchens Olten ab. Hintergrund ist eine riesige leere Freifläche auf der sogenannten Kirchgasse, die von der Bezeichnung und Grösse her auf Kirchplatz umgetauft werden müsste.

Der innovative Oltner Yves Stuber vom Kulturmagazin KOLT lancierte eben wegen dieses leeren Platzes ein Crowdfundig-Projekt zur Verschönerung der Innenstadt Olten. Er hatte die Idee, die heute leere Fussgängerzone in der Kirchgasse mit farbigen Enzo-Möbeln aufzupeppen. Diese Möbel sind in verschiedenen europäischen Städten anzutreffen und bei den Nutzern sehr beliebt. Bieten sie einerseits eine schöne Sitzgelegenheit, andererseits können sie ergänzt mit einem Sonnenschirm auch als Schattenspender dienen. Farbige Blickpunkte die Akzente setzen.

Um sich abzustimmen, trafen sich die Initianten schon vorab mit Vertretern der Stadt Olten um diese über die Projektidee zu informieren. Die Reaktion der Stadt war dabei grundsätzlich nicht negativ, allerdings wurde bereits bei diesem Gespräch der Standort Kirchgasse in Frage gestellt.

Der Oltner Kulturförderer Stuber lancierte nichts desto trotz sein Crowdfundig-Projekt, um 15’000 Franken für die Beschaffung dieser Möbel zu aufzutreiben. Der Erfolg bei der Bevölkerung war überwältigend und innerhalb kürzester Zeit, noch vor Ablauf der Sammelfrist, war das Geld beisammen, denn das Projekt genoss bei der Oltner Bevölkerung breite Unterstützung. Über 40 Einwohner spendeten 120 Franken, viele Spender ein kleines Nötli und jemand sogar 2500.- Franken.

Noch während der Sammelaktion wurde aber auch den Spendern klar kommuniziert, dass die ursprünglichen Visualisierungen mit einem Standort an der Kirchgasse wohl unrealistisch sein würden. Die Verantwortlichen der Stadt erachteten für eine Pilotphase aus ihrer Sicht vielmehr eine Möblierung der Vorplätze Schützi neben der Oltner Badi und Fachhochschule Nordwestschweiz auf der rechten Stadtseite als sinnvoll.

Es entstünde wohl zu viel Aufwand für das Herumschieben der rund einhundert Kilo schweren Enzo-Möbel bei einer Möblierung der Kirchgasse, denn die Stadt argumentierte damit, den Standort für den Markt, Events und für die mögliche Querung der Kirchgasse durch Busse zu nutzen.

Aber es ist wohl anzunehmen, dass die Enzo-Möbel auch dafür sorgen, dass die städtische Putzmaschine statt gerader Bahnen ein paar Kurven um die Sitzobjekte hätte drehen müssen. An den feuerpolizeilichen Auflagen kann es auch nicht gelegen haben, denn diese sehen vor, eine Schneise für die Durchfahrt eines Feuerwehrautos von vier Metern offen zu lassen. Dies stellt auf der platzähnlichen Kirchgasse kein Hindernis dar und wo ein Feuerwehrauto fahren kann, ist dies wohl auch für einen Busfahrer kein Hindernis, sollte dieser überhaupt einmal die Fussgängerzone in der Kirchgasse befahren müssen.

So liess die Stadt im Oltner Tagblatt bereits Mitte Juni 2016 verlauten, dass ein Projekt grundsätzlich eine gewisse Nachhaltigkeit hinsichtlich Organisation und Finanzierung aufweisen und von allgemeinem Interesse sein müsse. Solche Kriterien seien beim Projekt «Enzo-Möbel für Olten» durchaus erfüllt.

Mitte August sind die Enzo Möbel nun eingetroffen und verpackt vor der Halle Schützenmatte gelagert. Wie bei Geldbeschaffungsprojekten üblich, wollten die Projektverantwortlichen den Spendern einen Gegenwert bieten und die Enzo-Möbel auf der Kirchgasse symbolisch taufen.

Zwischenzeitlich scheint im Stadthaus der Wind jedoch gedreht zu haben und ein Verantwortlicher der Stadtverwaltung liess sich jüngst im Oltner Tagblatt wie folgt zitieren: «Da die politischen Behörden die Möbel nicht auf der Kirchgasse wollen, macht es keinen Sinn, sie auch nur eine Woche auf der Kirchgasse zu platzieren.» was übersetzt soviel bedeutet, dass der Stadtrat oder das Stadtpräsidium sich klar gegen eine kurzzeitige Platzierung der Möbel auf der Kirchgasse ausgesprochen haben. Andere Stellen der Stadt hätten in einer kurzzeitigen Platzierung der Möbel zu taufzwecken überhaupt kein Problem gesehen, wird mündlich kolportiert.

Wie einem Bild auf der Facebook-Seite „Olten“ zu entnehmen ist, hat am Wochenende auf unerklärliche Weise eines der einhundert Kilo schweren Sitzmöbel nun doch den Weg bis zur Kirchgasse gefunden. Obwohl wegen eines anderen Events auf der Schützenmatte durch die Hells Angels bewacht, haben unbekannte am Wochenende eine der farbigen Liegen direkt neben dem Brunnen in der Fussgängerzone platziert. Und siehe da, das Möbel wurde dafür genutzt, wofür es Yves Stuber vorgesehen hatte, nämlich als bequeme Sitzgelegenheit.

Ob der Werkhof Olten nun einschreitet und das verirrte Möbel wieder in der Schützenmatte deponiert oder ob die Verantwortlichen im Stadthaus Milde walten lassen wird sich zeigen. Auf alle Fälle lässt sich das Zwischenfazit ziehen, in der Stadt Olten niemals eine innovative und bürgernahe Idee zu lancieren, ohne vorher mit der Stadtverwaltung gesprochen und sich deren Zustimmung schriftlich zugesichert zu haben. Ein unverbindlicher Test scheint derzeit leider nicht möglich und so wird die Oltner Bevölkerung wohl nie erfahren, ob eine friedliche Koexistenz von Enzo-Möbeln und Marktständen möglich gewesen wäre. Schön wäre es, wenn im Stadthaus in dieser Frage noch ein Umdenken stattfinden würde.

 

 

Oltner Spielplatzcheck Teil 1: Die Trottenmatte

Unterhalb der Kantonsschule, im Dreieck der Hardfeldstrasse, Florastrasse und Martin Disteli Strasse, befindet rund drei Fusswegminuten vom Bahnhof entfernt die grosszügige Spielwiese Trottenmatte.

Dieser Spielplatz ist gegen den Hügel zur Kantonsschule von grosszügigen Laubbäumen gesäumt. Eine grosse Wiese lädt zum Ball spielen ein. Wie aber sieht der Spielplatz aus der Nähe betrachtet aus? Ein aus dem Jahr 2012 stammender Spielturm samt Rutsche ist eines der zentralen Elemente. Das Spielgerät ist nach vier Jahren in einem sehr guten Zustand und wird von Kindern stark beansprucht. Zustand, sehr gut.

In mangelhaftem Zustand hingegen ist ein als Piratenschiff angelegter Sandkasten. Die morschen Begrenzungsbalken sind teilweise verrottet und abgebrochen und bergen eine Verletzungsgefahr für spielende Kinder. Leider ist auch von frischem Sand kaum etwas zu sehen.

Defekt ist eine Wasseranlage „Mit Hilfe der Oltner Platzbanken 1995 realisiert“. Der Wasserauslass samt Druckknopf defekt, die wohl einmal vorhandenen Planken zum Stauen des Wassers verschwunden, beim Auslass des Wassers sind Elemente abgeschraubt. Der ursprüngliche Sinn dieser mehrere Meter langen Stahlkonstruktion lässt sich nur erahnen und dieses Spielelement müsste dringend saniert werden. Ebenso die vergrabenen Röhren über welche sich Kinder Nachrichten von Ende zu Ende der Röhre zurufen könnten, denn diese Rohre sind mehrheitlich mit Abfall verstopft und unbrauchbar. Zustand: Mangelhaft.

Eine Besonderheit bildet eine violett angestrichene Stange auf einem geteerten Platz zur Martin Disteli Strasse hin. Sie lässt den Betrachter vermuten, dass dort wohl einst ein Basketballkorb aufgehängt war. Da sich dies nicht mehr nachvollziehen lässt, ist eine Bewertung dieser Stange nicht möglich.

Postiv hingegen sind die unverwüstlichen Ping-Pong-Tische und eine neue Seilbahn aufgefallen, die durch Kinder und Jugendliche rege genutzt wurden. Auch die schattigen Bänke laden zum Verweilen ein. Die Kinderschaukel ist leider etwas abseits zur Hardfeldstrasse hin zu finden, diese Geräte jedoch sind allesamt in einem guten Zustand. Dies gilt auch für die Schaukelpferde aus Holz.

Fazit: Schöne Anlage unweit des Bahnhofs, gepflegter Rasen, ebenso die Büsche und Bäume aber klarer Sanierungsbedarf bei mehreren Spielgeräten.

 

Nächtlicher Weicheneinbau beim Bahnhof Olten

1100 Züge fahren jeden Tag durch den Bahnhof Olten. Bei so vielen Zügen spielt der Unterhalt eine wichtige Rolle, damit es zu keinen Störungen auf dem Schienennetz kommt. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde bei der Tannwaldstrasse in Olten vis-à-vis des Hotel Olten eine Weiche ausgetauscht.

Nach der Montage der neuen Schienen müssen die Schienenenden fachmännisch verschweisst werden, damit beim Befahren der Schiene am nächsten Morgen nicht das früher bekannte Klopfgeräusch entsteht.

Dazu werden die zu verbindenden Schienenenden mit einem Gasbrenner auf rund 800 Grad erhitzt, um im Anschluss in einer spektakulären Aktion eine Art mobiler Schmelzofen über dem Schienenstück platziert. Mittels einer chemischen Reaktion wird der Inhalt entzündet und es entsteht zwischen den Schienen ein glühender Klumpen, der anschliessend abgeklopft werden muss. Die Schiene muss dann rund eine Stunde abkühlen, bis sie noch fertig geschliffen werden kann. Ziel der Arbeiten in der Nacht von Freitag auf Samstag beim Bahnhof Olten war es, das Gleis am frühen Morgen um 5 Uhr wieder dem Verkehr zu übergeben.

Ein Video dieser Arbeiten in Olten gibts hier.

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