Verein Jugendkulturhaus Provisorium 8 geht keine neue Leistungsvereinbarung mit der Stadt Olten ein

Wie der Verein Provisorium 8 heute per Medienmitteilung bekanntgab, hat der Verein beschlossen, für 2017 keine Leistungsvereinbarung mehr mit der Stadt Olten einzugehen. Grund dafür ist zum einen die aktuelle Neuaufstellung der Jugendarbeit durch die Stadt Olten. Zum anderen hat der Vereinsvorstand erkannt, dass die aktuellen Strukturen nicht tragbar und zukunftsfähig sind.

Im vergangenen Jahr musste der Vereinsvorstand aussergewöhnliche Herausforderungen im Bereich Personal meistern; es galt unter anderem sowohl den langjährigen Betriebsleiter als auch die zweite Stelle kompetent neu zu besetzen, was erfolgreich gemeistert werden konnte. Weiter musste auf die Neuausrichtung der Jugendarbeit seitens der Stadt reagiert und den schwierigen politischen Rahmenbedingungen Rechnung getragen werden. Es wurde klar, dass die personellen Ressourcen eines ehrenamtlichen Vereinsvorstandes von fünf Personen (welche normal erwerbstätig und engagiert sind) schlicht strukturell nicht ausreichen um auf Unvorhergesehenes zu reagieren und somit der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Jugendlichen gerecht zu werden.

Der Vereinsvorstand sieht sich in seinem Entschluss dadurch gestärkt, dass an der Budgetsitzung des Gemeindeparlaments im November 2015 die minimal erforderlichen Finanzmittel nur durch reines Zufallsmehr gesprochen wurden. Bei einer Ablehnung hätten Konsequenzen, sprich Pensenreduktion und Entlassungen auf Januar 2016 vollzogen werden müssen. Der Vorstand des Provisorium 8 ist nicht bereit dazu, seine Angestellten jedes Jahr erneut der Unsicherheit aussetzen zu müssen, erst Ende November zu wissen ob diese im Januar noch in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis sind. Unzumutbar ist diese Situation ebenfalls für Eventveranstalter, Untermieter und nicht zuletzt die Jugendlichen selbst welche immer im Fokus unseres Vereinsengagements stehen.

Der Vorstand hat die Hoffnung, dass die Stadt Olten die bisherigen Untermieter im zweiten Obergeschoss übernehmen wird. Um für rechtlich klare Verhältnisse zu sorgen, ist eine Kündigung besagter Verträge leider unumgänglich. Die daraus entstehenden Unsicherheiten bedauert der Vorstand.

Der obige Entschluss steht klar in Einklang mit der schweizweiten Entwicklung der Jugendarbeit wonach die historischen Vereine durch öffentliche Strukturen abgelöst werden. Dadurch entsteht auch eine Aufwertung der gesellschaftlich wichtigen Aufgabe der Jugendarbeit.

Bei der Stadtverwaltung Oltens, insbesondere der Abteilung «BiSpo» unter Ueli Kleiner, möchte sich der Vorstand für die vertrauensvolle und stets zielgerichtete Zusammenarbeit herzlich bedanken.

Budget 2017: Investitionen werden selber finanziert, so die Stadt Olten – Mittelfristig Steuererhöhungen

sko – Im Mediencommuniqué der Stadt Olten vom 28. September 2016 informiert die Stadtkanzlei über das Budget 2017 der Stadt Olten. Dieses weist einen Gewinn von 2,875 Mio. Franken aus. Mit einem Selbstfinanzierungsgrad von 97,2% erreicht der Stadtrat weitgehend das Ziel, für die vorgesehenen Investitionen von 10,5 Mio. Franken keine Neuverschuldung eingehen zu müssen. Der Steuerfuss soll vorerst bei 108% bleiben.

In den letzten Jahren war die Budgetierung und Planung des Finanzhaushalts der Stadt Olten vor allem durch Bemühungen um Spar- und Ertragssteigerungen geprägt. Der Stadtrat hat dabei sowohl bei den Aufwandpositionen der Erfolgsrechnung als auch bei den Ausgabenpositionen der Investitionsrechnung den Sparhebel stark angesetzt und auf viele Investitionsprojekte verzichtet. Er hat aber auch die Ertragspositionen optimiert oder erhöht. Bereits im Budget 2016 mit rund 1 Mio. Franken Verlust, aber einem immer noch unbefriedigenden Selbstfinanzierungsgrad war ein erster Silberstreifen am Horizont erkennbar. Bei einem Aufwand von – ohne interne Verrechnungen – 95‘730‘550 Franken und einem Ertrag von 98‘606‘040 Franken rechnet nun der Oltner Stadtrat im kommenden Jahr mit einem Mehrertrag von 2‘875‘490 Franken. Dieser setzt sich zusammen aus einem operativen Gewinn von rund 1,44 Mio. Franken und einem Gewinn aus Finanzierung von rund 1,43 Mio. Franken. Massgeblich zum Ergebnis trägt der tiefere Finanzausgleich für das Jahr 2017 bei: Gegenüber dem Vorjahr kann dieser nun rund 3,5 Mio. Franken tiefer budgetiert werden.

Gegenüber dem Budget 2016 muss indessen bei den Personalkosten mit einem Mehraufwand von rund 260‘000 Franken (+0.7%) gerechnet werden, verursacht durch höhere Besoldungskosten für Lehrkräfte (+504‘000 Franken) sowie tiefere Überbrückungsrenten für Lehrkräfte (-256‘000 Franken). Entgegen dem Trend der Vorjahre musste der Sachaufwand wieder erhöht werden (+642‘000 Franken oder +4.3%). Gründe dafür sind teilweise laut neuem Rechnungsmodell HRM2 vorgeschriebene Transfers aus der Investitionsrechnung in die Erfolgsrechnung, da die Mindestgrenze für eine Aktivierung nicht mehr gegeben ist, bisher nicht im Budget ausgewiesene Arbeiten der sbo im Zusammenhang mit der Weihnachtsbeleuchtung, einmalige Anlässe oder auch Mehrkosten im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen im Jahr 2017.

Der Transferaufwand für das Jahr 2017 ist rund 2‘790‘000 Franken tiefer als im Budgetjahr 2016. Ausschlaggebend sind vor allem der tiefere Finanzausgleich, hohe Mehrkosten für die Ergänzungsleistungen der AHV und IV (+803‘000 Franken) sowie tiefere Beiträge an die gesetzliche Sozialhilfe (-481‘000 Franken)

Bei den Steuereinnahmen rechnet der Stadtrat mit einem Mehrertrag von rund 2‘765‘000 Franken. Rund 1,2 Mio. Franken davon stammen von natürlichen Personen und Personen, welche der Quellensteuer unterliegen, rund 1,4 Mio. Franken beträgt die Zunahme bei den juristischen Personen.  Der Finanzertrag fällt hingegen rund 1,5 Mio. Franken tiefer aus als im Budget 2016. Dies ist ausschliesslich auf den Wegfall der im Jahr 2016 budgetierten Buchgewinne aus dem Verkauf von Liegenschaften zurückzuführen.

Die Nettoinvestitionen für das Jahr 2017 betragen 10‘492‘000 Franken und sind 2‘462‘000 Franken höher als im Vorjahr. Mit einem Investitionsanteil von 11.2% (Bruttoinvestitionen im Verhältnis des Gesamtaufwandes) sind die Investitionen jedoch eher tief gehalten. Dies bewusst, da es sich der Stadtrat zum Ziel gesetzt hat, sämtliche Investitionen aus dem operativen Cashflow, der sich 2017 auf rund 10,2 Mio. Franken beläuft, bezahlen zu können; dies wird mit einem Selbstfinanzierungsgrad von 97,2% weitgehend erreicht. Nur so ist gewährleistet, dass die Stadt sich nicht weiter mit Fremdkapital eindecken muss und die bereits sehr hohe Pro-Kopf-Verschuldung von 4696 Franken nicht weiter ansteigt.            sko


 

Finanz- und Investitionsplan 2017-2023: Sorgenfalten wegen Grossinvestitionen

sko – Der Stadtrat von Olten hat den Finanzhaushalt in den letzten drei Jahren stabilisieren können und kann nun in einen geordneten Finanzalltag übergehen. Mit dem jetzigen Steuerfuss bleiben jedoch die Möglichkeiten für Entwicklungsinvestitionen sehr beschränkt. Für die beiden Grossprojekte Bahnhofplatz sowie Personenunterführung Hammer fasst der Stadtrat daher eine temporäre Anpassung des Steuersatzes für drei Jahre auf 115% ins Auge. Er soll aber nach der Realisierung der beiden Grossprojekte wieder auf 110% gesenkt werden.

Konkret sieht der Stadtrat ein Investitionsvolumen für die Jahre 2017 bis 2023 von 78.65 Mio. Franken vor; zum Vergleich: im Investitionsplan 2011 bis 2017 waren es noch mehr als 169 Mio. Franken. Rund die Hälfte der Investitionen gehen in den Werterhalt, rund 16 Mio. Franken sind für den neuen Bahnhofplatz und rund 9,5 Mio. Franken für die Personenunterführung Hammer vorgesehen. Die generelle durchschnittliche Selbstfinanzierung beträgt rund 90%. Im aktuellen Finanzplan ist noch kein neues Schulhaus aufgeführt, obwohl gemäss aktuell geltenden Schülerzahlen und Klassengrössen ein solches wahrscheinlich notwendig wird. Je nach Ausführungsvariante, die 2017 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie evaluiert werden soll, werden sich die Investitionen zwischen 6 und 30 Mio. Franken bewegen.

Im Weiteren gilt es vor allem die Kostenentwicklung im Bereich der gesetzlichen Sozialhilfe und neu auch die Beiträge an die Ergänzungsleistungen der AHV und IV sowie die Beiträge an die Pflegekostenfinanzierung im Auge zu behalten. Gerade die Kosten für die Ergänzungsleistungen und die Pflegekostenfinanzierungen sind durch die Stadt selbst nicht steuerbar, sondern werden vom Kanton an die Stadt weitergeleitet. Hier gilt es wie in allen Bereichen soweit wie möglich auch auf kantonaler Ebene den nötigen Druck für Massnahmen zur Kostensenkung aufzubauen.

Mit der bevorstehenden Einführung der Unternehmenssteuerreform III und einer damit verbundenen möglichen Plafonierung der Steuersätze bei den juristischen Personen muss die Stadt Olten gemäss den zurzeit vom Kanton gemachten Vorschlägen mit jährlichen Steuerausfällen von 9 bis 11 Mio. Franken rechnen, sofern keine Ausgleichzahlungen des Bundes an die Gemeinden weitergeben werden. Dadurch dürfte der Druck auf die Einkommens- und Vermögenssteuern weiterhin zunehmen – wenn auch durch die tieferen Steuereinnahmen im Gegenzug die Beiträge an den kantonalen Finanz- und Lastenausgleich nochmals reduziert werden dürften.

 

Everdance is Back

Vor dreieinhalb Jahren kamen sie neugierig in Scharen zum ersten Schnupperkurs, die tanzlustigen Oltner Frauen 60 plus. Sogar eine Handvoll Männer stellte sich auf zur Everdance-Lektion im Christkatholischen Kirchgemeindehaus.

Heidi Oetiker – Damals wie heute leitet Monika Stirnimann, diplomierte Tanzlehrerin aus Zürich, die Everdance-Gruppen. Ihr solides Fachwissen, Geduld und eine gute Portion Humor sorgen dafür, dass wir uns die Schrittfolgen einprägen und dabei auch noch Spass haben. Zu Evergreens aus den Siebziger Jahren tanzen wir Cha-Cha-Cha, Samba, Tango oder Walzer; jede und jeder für sich, aber doch gemeinsam. Auch lateinamerikanische Rhythmen sind im Programm.

Die Everdance Lektion ist mein Highlight der Woche und ich setze alles daran, dort regelmässig dabei zu sein. Wenn ich Tanzmusik höre, bewege ich mich automatisch im Takt und mein Stimmungsbarometer steigt. Im Everdance-Kurs lerne ich immer wieder neue Schrittfolgen und nach ein paar Wochen entsteht daraus ein stimmiges Ganzes. Als Gruppe lernen wir zusammen und freuen uns am Erfolg. Angst, es nicht richtig zu machen, ist kein Thema, denn niemand steht unter Druck. Wir tanzen, weil es uns Spass macht und Fehler haben Platz. Dass Everdance auch Kreislauf und Koordinationsfähigkeit stärkt, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Nach der Sommerpause beginnt Everdance wieder: am Dienstagnachmittag, 4. Oktober. Kontakt für Interessierte: info@dance-it.ch oder Telefon 079 542 58 07.

Warum nicht einmal von Olten bis nach Florida laufen?

Wieder darf von Höchstleistungen gesprochen werden! Der 29. Oltner 2-Stunden Lauf zeichnete sich vor allem durch zwei Rekorde aus: Einerseits ist der höchst je erlaufene Betrag von CHF 87’800.00 zusammengekommen und andererseits sind 7‘439 km zurückgelegt worden. Das entspricht einer Strecke über den Atlantik von Olten zum entfernten Florida. Wer hätte das gedacht!

Yvonne Ingold – Wie schon andere Jahre davor, beschäftigte die Wetterprognose auch am diesjährigen Lauftag das Organisationsteam. Am Morgen früh bei den ersten Vorbereitungen wurden bereits die Prognosen von all den verschiedenen Apps auf den Handys ausgetauscht. Sie versprachen allesamt einen regenfreien Lauf. Aufatmen war angesagt und tatsächlich war dieses Jahr das Wetter erneut freundlich.

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Im Verlaufe des frühen Nachmittags trudelten die Teilnehmenden auf dem Ildefonsplatz ein, erwartungsvoll und froh gelaunt. Und auf einmal war der Platz voll, es wimmelte von Läuferinnen und Läufern. Eine wunderbare Stimmung breitete sich aus. 484 kleine und grosse Laufbegeisterte in den mehrheitlich diesjährigen hellgrünen Laufshirts, standen um 15.00 Uhr auf dem Start- und Zielgelände bereit. Die Band „Lunatics“ verstärkte mit ihrem Blues-Rock die angeregte Stimmung. Nach dem Warm Up durch das KRAFTWERK Olten und dem Startschuss durch Ueli Trautweiler stürmten die Läuferinnen und Läufer los!

Die gleiche Streckenführung (1,6 km) wie letztes Jahr durch die Kirchgasse erwies sich als wertvoll, führte sie doch mitten durch die belebte Altstadt. Das zahlreiche Publikum unterstützte die Läuferinnen und Läufer begeistert. Viele Gesichter spornten die Teilnehmenden während zwei Stunden Runde um Runde an. Zusätzlich hörte man fast auf der gesamten Strecke musikalische Klänge, die zum Weiterlaufen beflügelten oder zum Innehalten und Zuhören lockten. Auf dem Ildefonsplatz kommentierte der langjährige Speaker Martin Müllhaupt mit vertrauter Stimme den Lauf. Er ermunterte und interviewte mit viel Kenntnis über die lokalen Begebenheiten ausgewählte Personen zu ihrer Motivation an diesem Lauf mitzumachen.

Erfolgreich zeigte sich auch dieses Jahr wieder, dass laufende Gruppen 33% ihres Lauferlöses für eigene Projekte verwenden können. Diese Zahl stieg in den letzten Jahren stetig und so waren auch am diesjährigen Lauf mehr Teilnehmende in einer Gruppe als einzeln Laufende unterwegs. Mit dieser Erfolgsidee gelingt es, Menschen aus den vielfältigsten Bereichen für den Lauf zu motivieren und sich für ihr Anliegen zu engagieren. Aber auch die aktuell mit dem Lauferlös unterstützten Projekte, die Tagesstätte Olten und der Neubau eines Sozialzentrums für Mädchen und Jungs in Bangladesch, können profitieren.

Um 17.00 Uhr wären die Einen noch weiter gelaufen. Die Anderen waren jedoch froh, die zwei Stunden auf dem harten Asphalt beendet zu haben. Mit grosser Zufriedenheit dabei gewesen, eventuell sein gestecktes Ziel erreicht zu haben, endete der 29. Oltner 2-Stunden Lauf 2016 für die Läuferinnen und Läufer. Ein Teil des Organisationskomitees und viele Freiwillige krempelten jetzt nochmals die Ärmel hoch und machten sich an die Abschlussarbeiten. Ihnen gilt ein grosser Dank – es war auch ihr Lauf.

Dem OK-Präsidenten Klaus Kaiser vom KIWANISCLUB Olten, war bei der Rangverlesung die Freude über den tollen und unfallfreien Lauf anzusehen. Er bedankte sich bei all denjenigen, welche mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten dazu beitrugen, dass dieser Anlass wieder einmal mehr, viele begeistern konnte.

Er dankte auch den Läuferinnen und Läufern für ihren unschätzbaren und treuen Einsatz beim Lauf und der herausfordernden Sponsorensuche im Vorfeld.

Ein grosses Dankeschön ging aber genauso an alle Sponsoren, welche den Lauf seit Jahren oder neu finanziell und materiell unterstützen. Ohne das Zusammenspiel all dieser Beteiligten, könnte dieser Lauf nicht durchgeführt und die sozialen Projekte nicht unterstützt werden.

Kaum sind die Laufschuhe verstaut gehen die Gedanken bereits zum 30. Oltner 2-Stunden Lauf, am 16. September 2017 – vielleicht schon vormerken?

Gesamtresultate

484 Läuferinnen und Läufer
7‘439 gelaufene Kilometer (neuer Rekord!)
Erlaufener Betrag CHF 87‘800.- (neuer Rekord!)
Die grösste Gruppe am Start waren die Ministranten Olten mit 64 Läuferinnen und Läufern

Die wichtigsten Einzelresultate

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Die meisten Kilometer absolviert:

  • Mädchen: Tabea Kaiser (15 Runden, 24 km). Lea Kämpf, Tabea Studer (je 14 Runden, 22.4 km)
  • Knaben: Simon Müller, Florian Büttiker (je 15 Runden, 24 km)
  • Frauen: Gabriele Werthmüller (17 Runden, 27.2 km). Arlette Maurer, Jessica Zahnd und Stefanie Zimmermann (16 Runden, 25.6 km)
  • Männer: Eyab Demonze (20 Runden, 32 km). Timo Bernhard, Buruk Gebrekidan,Qorban Sakhi (19 Runden, 30.4 km)

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Am meisten Sponsorenfranken erlaufen:

  • Mädchen: Noëlle Julie Oetiker CHF 826, Emma Bärtschi CHF 693 und Elena Jäggi CHF 462
  • Knaben: Remo Nussbaum CHF 716, Silas Bärtschi CHF 693 und Matthias Lüthi CHF 552
  • Frauen: Eveline Schärli-Fluri CHF 1‘810, Patricia Jäggi CHF 1‘246 und Karin Westermeier CHF 1‘105
  • Männern: Markus Baumann CHF 5‘548, David Käser CHF 2‘367 und Andreas Tengler CHF 1‘832

Text von Yvonne Ingold, Bilder von Marion Neuenschwander und Tobias Oetiker

Ein Kalender von drei Oltnern, die Ihre Stadt ins Herz geschlossen haben

Insgeheim lieben wir unser beschauliches Städtchen Olten alle ein bisschen. Anders wäre es auch nicht zu erklären, für die Dreitannenstadt extra einen Kalender zu produzieren. Die Oltner Tobias Oetiker, Kurt Schibler und Florian Amoser wollen ihn aber lancieren, den „Oltner Kalender 2017“. Ein Grossteil der 50 Franken teueren Kalenders wird karitativen Zwecken oder Organisationen gespendet, die sich aktiv in Olten engagieren. Deshalb ist dies eine sehr lobenswerte Initiative, von der man hoffen darf, dass sich möglichst viele Oltnerinnen und Oltner einen solchen Kalender unter den Weihnachtsbaum legen wollen.

Bilder für den Kalender 2017 noch bis Ende September einreichen
Noch bis Ende September ist die Eingabe von Fotosujets für den ersten Oltner Kalender noch möglich. Da die Kalender im Format A3 produziert werden, können aus technischen Gründen nur hochaufgelöste Bilder ab einer Grösse von mindestens 6MB im Format JPG, besser aber im Format RAW verarbeitet werden. Die Initianten des Kalenderprojekts freuen sich über jedes gespendete Bild, welches über einen sehr einfach zu bedienenden Bilderupload beigesteuert werden kann. Auf Facebook kann man die ersten Kandidaten für den Kalender 2017 bereits anschauen und mit einem „Like“ versehen.

Gesamter Erlös kommt Oltner Organisationen zu Gute
Karitative Organisationen oder Vereine die sich aktiv für Olten einbringen, könnnen sich als Spendenempfänger auf der Plattform des Kalenderprojekts eintragen. So werden ab dem Verkaufsstart im Oktober rund 40 Franken pro Kalender jener Organisation zufallen, die der Kalenderkäufer bei der Bestellung auswählt.

Eine Warteliste für Vorbestellungen der Kalender gibt es noch nicht. Gekauft werden können die Kalender ab Mitte Oktober vorerst online auf der Webseite von Oltner Kalender.

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Die statistisch gefährlichsten Strassen der Stadt Olten

Wo ereignen sich in der Stadt Olten die meisten Unfälle?  Im ersten Halbjahr 2016 kamen auf Schweizer Strassen 85 Menschen ums Leben, 32 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie aber steht es um die Sicherheit auf Oltens Strassen? Als Problemzonen entpuppen sich nach den Daten des Bundesamts für Strassen (Astra) vor allem die Zufahrtsstrassen aus Dulliken, Trimbach und Aarburg. So ereigneten sich unter anderem vor dem „Violetten Haus“ am Ortseingang von Aarburg her viele Auffahrunfälle. Aber auch die Umfahrung ERO Olten sorgt für Blechschäden. Sowohl im Bereich der Usego und der Einmündung auf die Umfahrung aus Richtung Wangen, als auch auf dem Salikreisel auf der rechten Stadtseite ereigneten sich überdurchschnittlich viele Kollisionen.

Mehrere Fussgängerunfälle beim Sälikreisel
Nicht nur das Einbiegen in den Sälikreisel überfordert die Autofahrer, auch der Abfluss zum Fussgängerübergang gleich nach dem Kreisel in Richtung Postplatz ist gefährlich. Gleich mehrere Fussgänger wurden beim Überqueren an dieser Stelle verletzt. Die virtuelle Unfallkarte des Astra zeigt eindrücklich auf, wo die Verkehrsteilnehmer in Olten überfordert sind.

Gefahrenzone Bahnhofplatz
Gleich mehrere Unfälle auch mit Leichtverletzten ereigneten sich vor dem Bahnhofplatz bei der Abzweigung in Richtung Gösgerstrasse und im Bereich der Aarebrücke auch Auffahrunfälle.

Quartierkreuzungen mit erheblichem Gefahrenpotential
Als äusserst gefährlich entpuppt sich der beim Vögelipark gelegene Minikreisel Gartenstrasse zur Feldstrasse mit mehreren Unfällen und teils auch verletzten Personen. Nur wenige Meter weiter, an der Strassenkreuzung Wilerweg beim Ladengeschäft Velo Reber, ereigneten sich gleich mehrere Unfälle, zum Teil auch mit verletzten Personen. Die Quartiere Hardegg und Schöngrund blieben von Verkehrsunfällen bisher weitgehend verschont.

Untertunnelung ERO bis Dulliken wäre sinnvoll
Schon fast erschreckend sind die Unfallkennzahlen für die Aarauerstrasse in Richtung Dulliken. Beinahe bei jeder Strassenquerung sind Abbiegeunfälle zu verzeichnen. Vom Postplatz übers Bifang bis hin zum Friedhof Meisenhard. Zudem, dies ist viel tragischer, wurden beinahe an jedem Fussgängerstreifen der Aarauerstrasse Passanten verletzt, einzige Ausnahme die Querung beim Joggibrunnen. Die Unfallstatistik würde nicht nur längerfristig für eine Untertunnelung und damit für eine Verlängerung der ERO bis nach Dulliken sprechen, auch müsste sofort Rechtsvortritt auf Stadtgebiet und damit eine Verlangsamung des gesamten Autoverkehrs auf der Aarauerstrasse eingeführt werden, um die Oltner Bevölkerung vor noch mehr Unfällen zu schützen. Der Ampelwald auf diesem Abschnitt scheint dafür nicht die richtige Lösung zu sein. Die aktuelle Unfallkarte des Astra spricht eine deutliche Sprache.

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„Tschüss, schöni Wiehnachte“

Sagt eine Besucherin der Oltner Badi ihrer Kollegin scherzhaft nach dem Duschen direkt beim Restaurant Palmaares am Beckenrand. Am Nachbartisch beisst ein dreijähriges Mädchen gerade splitterfasernackt in ein heisses Pommes Frites. Am Tisch daneben spielen vier ältere Damen Karten.

Es ist 18.52 Uhr, ein lauer Spätsommerabend und aus dem Lautsprecher der Badi Olten gongt es gerade dreimal. Der deutsch mit Schweizer Akzent sprechende Bademeister ruft mit blechiger Stimme durch die Lautsprecher „Um Siebeni schliesst die Badi, mir wünsche euch no ä schöne Herbscht und Winter“. Den Frühling hat er ausgeblendet, so spontan die Ansage des Bademeisters, der wohl bereits Mai 2017 im Kopf hat, als er sich über Lautsprecher von den Badegästen verabschiedet.

Die Badi schliesst ihre Pforten. Punkt 18.59 Uhr verlässt die letzte offizielle Schwimmerin das 50-Meter-Becken. Zwei junge Frauen können es nicht bleiben lassen und setzen noch zum letzten offiziellen Sprung der Saison an. Danach Feierabend im Wasser. Kästli räumen. Den letzten Apérol trinken und sich darüber unterhalten, wie schön doch die Badisaison 2016 trotz Wetterkapriolen war. Die Badi ist am letzen Abend erstaunlich gut besucht.

Um 19.13 Uhr steuert der Wirt vom Restaurant Palmaares vorbei und serviert allen Gästen zum Abschluss der Saison ein Glas Rotwein. Was für ein schöner Abend. Die Gläser klirren, es wird geprostet und wehleidig über die vergangene Saison diskutiert.

Kurz nach 20 Uhr, es ist bereits dunkel, steuert eine Gruppe junger Schwimmer zum Hinterausgang in Richtung Aarburg. Ziel der Gruppe ist der Einstieg in die Aare beim Chessiloch. Ein letzter „Aareschwumm“. Eine junge Frau setzt sich auf Sprungturm Nummer 8 des grossen Beckens und formt ihre Hände zu einem Herz.

Rund fünfzehn Minuten später landet unter Führung des Nordschweizerischen Bademeisters die letzte Truppe in der Aare am Badisteg. Ein kleines Trüppchen Badigäste, die traditionell den letzten Baditag symbolisch feiern. Dazu gehört auch der nachtägliche Hupf ins geheizte grosse Becken und der Sprung vom 5-Meter-Brett. Das lustige Grüppchen stürmt zum Schluss noch den Turm mit der Wasserrutsche und gleitet im Dunkel der Nacht zum letzten Mal ins Becken. Ruhig ist es, nur die Flutlichtscheinwerfer beleuchten die Kulisse.

20.30 Uhr. Die letzten Wellen klingen aus. Das Wasser spiegelglatt. Die vier Damen spielen ihr letztes Blatt. Aus dem Lautsprecher des Restaurant Palmaares trällert die letzte Musik. Die Badi leer. Bonne nuit! Je t’aime, cher Badi, à bientôt!

AZ Medien streicht 26 Stellen

Gemäss AZ Medien, dazu gehört auch das Oltner Tagblatt, informierte heute das Management, dass aufgrund der weiterhin angespannten Wirtschaftslage, des rückläufigen Umsatzes, insbesondere der verminderten Werbeeinnahmen, diverse Kostensenkungsmassnahmen eingeleitet wurden.

In diesem Zusammenhang werden konzernweit 26 Stellen abgebaut. Wie viele davon den Standort Olten betreffen, geht aus der Meldung nicht hervor. Betroffen sind alle Bereiche. Eine Stellenreduktion beim OT wäre tragisch. Wird heute schon ein Grossteil des Inhalts aus dem Aargau produziert. Bleibt zu hoffen, dass der Standort Olten von den Sparübungen verschont bleibt.

Der Abbau erfolgt gemäss AZ Medien weitgehend durch natürliche Fluktuation und freiwillige Pensenreduktion. 6 Stellen wurden durch Kündigungen abgebaut. AZ Medien ist an über 13 Standorten vertreten und zählt mehr als 1000 Mitarbeiter.

 

Stadionverbot für fehlbare EHC Olten Fans

Wie die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF), die Dachorganisation des Schweizer Eishockeys heute mitteilt, wurde gegen den EHC Olten ein Verfahren eröffnet. Die Kommission für Ordnung und Sicherheit des SIHF hat dies eingeleitet, nachdem Anhänger des EHC Olten im Meisterschaftsspiel der National League B gegen den SC Langenthal vom Sonntag, 11. September, in der Fankurve ein Transparent zeigten, dass gegen die Verhaltensgrundsätze des Verbandes verstösst.

Zudem wird die Kommission Ordnung und Sicherheit des SIHF in enger Zusammenarbeit mit dem EHC Olten und dem SC Langenthal auch gegen die fehlbaren Fans ein mehrjähriges gesamtschweizerisches Stadionverbot mit Auflagen aussprechen. Das Stadionverbot gilt für alle Spiele des Leistungs- und Amateursports im Eishockey sowie des Fussballs.

Die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) verurteilt jegliche Gewalt oder Aufruf zu Gewalt gegen Personen und Sachen und toleriert in keiner Art und Weise sexistische, rassistische, ehrverletzende oder den guten Sitten und Moral zuwiderlaufende Parolen und Transparente im Zusammenhang mit Eishockeyspielen und wird auch weiterhin eine konsequente Nulltoleranz verfolgen.

Wie der EHCO auf seiner Webseite bereits am Vortag vermeldete, haben sich ein 16- und ein 20-Jähriger persönlich auf der Geschäftsstelle der EHC Olten gemeldet und entschuldigten sich für die Tat. Sie nannten die Aktion den „grössten Fehler ihres Lebens“. Es sei nie ihre Absicht gewesen, gehbehinderte Personen zu beleidigen.

 

Dein geklautes Velo in Olten wiederfinden

Die amerikanische Firma Trackr.com bietet mit einem nur 2 Franken grossen und wenige Gramm schweren Knopf die Möglichkeit, ein geklautes Velo, Autoschlüssel oder auch weitere Gegenstände wie Taschen zu orten und wiederzufinden. Die Knöpfe sind so leicht, dass man sie auch einer Katze am Halsband befestigen kann.

Das System basiert auf der Idee von Crowd GPS. Jedes handelsübliche Smartphone mit installierter Software arbeitet dabei als Sender und Empfänger und ortet jeden Knopf der Firma Trackr auf eine Distanz von 50 bis 60 Metern. Die immer aktuelle Position wird dadurch bei jedem Kontakt übermittelt und die Position laufend aktualisiert. Ein geniales System, um den teuren Drahtesel damit auszurüsten. Die Batterie des Trackers hält rund ein Jahr und Telekommunikationskosten fallen keine an. Je mehr Leute diese Tracker nutzen, desto präziser werden die Positionsdaten verlorener Gegenstände. Auch in Olten.

Die 29 Franken teuren Knöpfe sind neu auch beim Apple Shop Ingenodata an der Hauptgasse in der Oltner Altstadt erhältlich. Die Installation der Smartphone App ist kinderleicht.