Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter I

Aktuelle Infos zum Stand des Corona-Nachbarschaftshilfeprojekts in Olten.

(Stand, 27. März 2020) Corona bringt einschneidende Veränderungen in den Lebensalltag mit sich. Die Zahl der Corona-Infektionen nimmt exponentiell zu und es ist eine Frage der Zeit, bis sich vermehrt Familien in Olten isolieren müssen und die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle zunehmen. Zwischenzeitlich haben sich über olteneinfach.ch/corona rund 150 Helferinnen und Helfer gemeldet. Deren Adressen sind hinterlegt. 900 Personen sind in der Oltner Facebook-Gruppe vernetzt. 

Auch die Hotline verzeichnet täglich steigende Anrufzahlen. Wurde die Hotline von Montag bis Mittwoch täglich rund 30 Mal kontaktiert, wuchs das Volumen am Donnerstag und Freitag auf täglich 40 Telefonate an. Viele Oltnerinnen und Oltner sind derzeit gesund, wollen sich aber primär jetzt erkundigen, wie im Ereignisfall etwas bestellt werden kann.

Gleichzeitig konnten aber bereits zahlreiche Hilfsaufträge in die verschiedenen Quartiere weitergegeben werden. Die Oltner WhatsApp-Quartierchats umfassen aktuell jeweils (Anzahl Personen):

Bannfeld (44) 
Frohheim (81)
Säli (134)
Bifang (95)
Hübeli (33)
Kleinholz (64)

Vielen Dank für das rege Interesse, die Vernetzung und auch den Helferinnen und Helfern herzlichen für ihre ersten Einsätze! Die “Gruppenleiter/innen” der Quartierchats beobachten die jeweiligen Gruppen und geben wo notwendig auch Infos ans Kernteam weiter. 

Flyerverteilung in Olten weitgehend abgeschlossen

Es ist davon auszugehen, dass wir noch einen langen Schnauf benötigen und das Engagement ist über einige Wochen hinweg notwendig, bevor wir wieder in den gewohnten Alltag übergehen können. Nachbarschaftshilfe-Flyer wurden dazu fast flächendeckend in Briefkästen der Stadt Olten verteilt oder an Hauseingänge geklebt. Wer noch Handzettel benötigt, findet auf olteneinfach.ch/corona die Vorlage zum Ausdrucken. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön all jenen Oltnerinnen und Oltner, die zum Teil mehrere Hundert Handzettel gedruckt und auch zur Verteilung weitergegeben haben! 

Hilf-jetzt.ch in unserer Region

Schweizweit haben sich rund 850 lokale Initiativen gebildet. Sowohl in Wangen bei Olten als auch in Trimbach engagiert sich die Gemeindeverwaltung aktiv in der Nachbarschaftshilfe. Absprachen mit dem Gemeindepräsidenten von Trimbach als auch dem Gemeinderat Wangen bei Olten sind erfolgt. Die Exekutive engagiert sich in diesen beiden Nachbargemeinden aktiv. Ebenso hat sich in Winznau eine eigene Initiative gebildet. Der Stadtrat von Olten hat angeboten, für die Corona Nachbarschaftshilfe Olten Flyer zu kopieren.

Aufgrund des enormen Tempos erfolgte diese Zusage leider etwas spät, weshalb die Handzettel über private Initiativen dezentral gedruckt wurden. Die Verteilung über das gesamte Stadtgebiet ist mittlerweile weitgehend abgeschlossen. An dieser Stelle an Stadtverwaltung trotzdem der Dank für das mögliche Angebot zum Druck von Handzetteln. 

Rolle von Collectors für das Projekt Corona Nachbarschaftshilfe Olten

Um auch für ältere Menschen ohne WhatsApp und Smartphone den Zugang zur Corona Nachbarschaftshilfe Olten zu ermöglichen, hat uns Collectors ihre Hotline unter 062 296 46 00 zur Verfügung gestellt. Eingehende Anfragen von hilfesuchenden Menschen werden von Collectors aufgenommen und in die verschiedenen Oltner Quartierchats weitergeleitet. In diese WhatsApp-Gruppen werden aus Gründen des Datenschutzes nur Nachname/Strasse der hilfesuchenden Person gepostet. Details wie Hausnummer oder sonstige Angaben werden nur jener hilfeleistenden Person mitgeteilt, die den Auftrag übernimmt.  

Collectors als Sozialprojekt bietet zudem seine Dienste als Fahrdienst auch kommerziell an. Dieses Engagement erfolgt ausserhalb des Projekts “Corona Nachbarschaftshilfe Olten”. Unter https://collectors-olten.ch können diese Angebote wie zum Beispiel Jahresabos für Liefer- und Entsorgungsservices eingesehen werden. 

Migros am Start mit Pro Senectute

Die Migros startet mit Pro Senectute derzeit überregional eine neue Möglichkeit zur Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenlosen Heimlieferservice für Lebensmittel für Risikogruppen an. Bestellt werden kann unter https://www.amigos.ch/de/produkte-bern/ und Helfer benötigen eine App auf ihrem Handy.

Die Grundhaltung des Oltner Nachbarschaftsprojekts zum Engagement der Migros: Jedes Projekt der Nachbarschaftshilfe ist sinnvoll, auch der direkte Kontakt mit den Nachbarn von nebenan. Entscheidend ist,  dass Hilfestellungen angeboten und vor allem gewissenhaft und zeitnah ausgeführt werden. Beim Nachbarschaftsprojekt in Olten ist dies derzeit der Fall. 

Gewerbe Olten

Das Oltner Gewerbe kann sich mit seinen Dienstleistungen weiterhin unter olteneinfach.ch/gewerbe eintragen lassen. Dort werden diese Informationen laufend nachgetragen.  

Kontinuierliche Infos – Rückmeldungen erwünscht

Wir versuchen, ab sofort wöchentlich über den aktuellen Stand des Oltner Nachbarschaftshilfe-Projekts zu informieren. Habt ihr Fragen oder Wünsche, dann meldet euch per WhatsApp bei euren “Gruppenleiter/innen” im Quartierchat oder schreibt eine Nachricht an corona@olteneinfach.ch und wir werden die gestellten Fragen kontinuierlich beantworten. Dazu trifft sich das Kernteam aktuell alle zwei Tage virtuell, bespricht sämtliche Anliegen und informiert wieder laufend. 

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig

Taxi Bur schützt Fahrgäste und Fahrer

Taxi Bur Olten: Schutz für Fahrgäste durch gezielte Hygienemassnahme und Schutzfolie im Fahrgastraum.

Corona trifft die Taxibranche besonders hart. Viele Menschen bleiben zu Hause und wer sich in er Öffentlichkeit bewegt, meidet geschlossene Räume und die Nähe zu Menschen. Taxi Bur aus Olten reagiert auf die Entwicklungen und bietet ab sofort als einziges Oltner Taxiunternehmen den notwendigen Schutz für Fahrgäste durch eine neue Schutzfolie im Fahrgastraum.

Wie Taxi Bur auf Anfrage mitteilt, ist ab sofort in allen eingesetzten Taxis eine Schutzfolie zwischen Fahrgast und Taxifahrer eingezogen. Handgriffe und Oberflächen werden nach jeder einzelnen Fahrt mit Desinfektionsmittel gereinigt. Der Schutz der Fahrgäste hat für das Oltner Traditionsunternehmen oberste Priorität.

Desinfektionsmittel für Fahrgäste, Bezahlung mit Karte

Für alle Fahrgäste befindet sich im neu mit Schutzfolie abgetrennten Fahrgastraum auch Desinfektionsmittel. In der eingezogenen Trennfolie befindet sich ein Schlitz, durch welchen das Geld zwischen Fahrgast und Fahrer beglichen werden kann. Jede Fahrt kann bei Taxi Bur zudem aus hygienischen Gründen auch mit Karte bezahlt werden, um auf den Austausch von Bargeld zu verzichten.

Grösstmögliche Hygiene bei der Fahrt zum Arzt oder für Lieferservices

Durch die permanente Reinigung der Oberflächen und Handgriffe nach jeder Fahrt und der neuen Schutzfolie im Fahrgastraum, bietet Taxi Bur auch in Zeiten von Corona den grösstmöglichen hygienischen Schutz für Taxigäste. Das Unternehmen bietet auch wie bisher Botengänge und Lieferservices an. Beträge können dank mobiler Kartenlesegeräte auch per Kreditkarte oder Debitkarte direkt an der Haustüre beglichen werden.

Die Zentrale von Taxi Bur ist rund um die Uhr unter 062 205 22 22 erreichbar.

Wer wir sind – das Kernteam stellt sich vor

Auch Olten ist von den Auswirkungen des Coronavirus‘ nicht verschont geblieben. Schnell formierte sich jedoch eine kleine, aber schlagkräftige Gruppe von Personen, die das Ziel hat(te), Struktur und Klarheit in die Vermittlung zwischen Hilfsangeboten und -gesuchen zu bringen. Es gibt keine klare Rollenverteilung, somit teilen wir die Verantwortung, Aufgaben und Leitung untereinander auf. Im Moment treffen wir uns alle zwei Tage Abends per Videotelefonie und beraten uns über Vergangenes und das geplante weitere Vorgehen.

Wir stellen uns kurz vor:

Maximilian Huber
20, bald Student an der ETH

Rico Plüss
30, Schulsozialarbeiter

Isabel Merlo
27, Mitarbeiterin bei AlCoda

Christian Ginsig
47, Senior Information Security Manager SBB

Tobias Vega
40, Co-Geschäftsleitung Collectors

Dank vielen engagierten Mithelfenden konnten in den vergangenen Tagen Quartierchats eingerichtet, Quartierbriefe verteilt und mit olteneinfach.ch/corona eine zentrale Anlaufstelle geschafft werden. Durch die Email corona@olteneinfach.ch (welche vom Kernteam bearbeitet wird) und die Telefonnummer (062 296 46 00), welche von der Collectors-Zentrale bedient wird, können wir sicherstellen, dass unkompliziert Nachbarschaftshilfe geleistet werden kann.

Abschliessend möchten wir noch Jenny Brupbacher danken. Sie ist aus privaten Gründen nicht mehr im Kernteam, hatte aber ganz zu Beginn einen grossen Anteil daran gehabt, dass es so schnell vorwärts gegangen ist mit den Strukturen.

Die Twint App auf dem Handy ist in Zeiten von Corona ein Segen

Einfach von Smartphone zu Smartphone Geld überweisen.

Ein grosser Helferpool an Oltner Freiwilligen hat sich zwischenzeitlich über olteneinfach.ch/corona gemeldet und in den kommenden Wochen werden unzählige Hilfestellungen in unserer Stadt abgewickelt und auch unkompliziert bezahlt werden müssen. Über die Twint-App via Smartphone ist dies erstens aus hygienischen Aspekten viel sicherer, zweitens können damit Betrügereien verhindert werden. Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und installieren Sie sich die Twint-App auf ihrem Handy. Es ist spielend einfach.

Wer auf dem Handy die Smartphone-App «TWINT» installiert hat, kann über die Funktion Geld «Senden & anfordern» auf einfachste Weise von Handy zu Handy Geld überweisen. Das ist gerade in Zeiten von Corona praktisch, wenn eine Helferin oder ein Helfer an der Haustür klingelt, sich auf sicheren Abstand begeben kann und das Bezahlen der Einkäufe dennoch schnell elektronisch abgerechnet wird.

So einfach bezahlten wie ein SMS versenden

Für die Installation von TWINT brauchen Sie lediglich ein iPhone oder Android-Smartphone mit SIM-Karte und ihre Bankkarte. Die Installation ist simpel einfach und in weniger als fünf Minuten abgeschlossen. In Zeiten von bald anstehenden Auslieferungen von Einkäufen als Nachbarschaftshilfe im Quartier, ist dies die beste und sicherste Bezahl-Lösung.

Menschen die Hilfe suchen, müssen sich keine Sorgen um Bargeld im Haus machen. Die Überweisung kann mit TWINT frankengenau und genau dann erledigt werden, wenn die Einkäufe angeliefert sind. Denn für Helfer ist es aus hygienischen Gründen ebenso wichtig, dass sie Abstand zum Empfänger halten können. Das ist bei der Bezahlung mit TWINT sichergestellt.

Twint in fünf Minuten installiert

Jedes Bankinstitut hat (leider) seine eigene Twint-App, weswegen wir hier nicht gleich einen einheitlichen Link hinterlegen können. Hier deshalb die Einrichtung von TWINT am Beispiel von «Raiffeisen TWINT», gilt aber sinngemäss für alle anderen Banken auch:

  1. Im App-Store (iOS) oder Google Play-Store (Andorid) nach «Raiffeisen TWINT» suchen, die App aufs Handy laden und die TWINT-App öffnen.
  2. «Ja, ich bin neu bei Raiffeisen TWINT» in der App anwählen und Ihre Handynummer eingeben. Zur Sicherheit den per SMS erhaltenen Code eintippen.
  3. Eine PIN für die spätere Nutzung der Twint App festlegen und zweimal bestätigen.
  4. Ihre persönliche Raiffeisen Maesto/V PAY Bankkarte bereitlegen. Benötigt werden lediglich die Kartennummer (1) und die letzten fünf Stellen Ihrer Kontonummer (2) und Ihr Geburtsdatum. Diese Daten in der Eingabemaske eingeben und abschliessen.
  5. Fertig. In den kommenden Tagen erhalten Sie zur Sicherheit per Post den Aktivierungsbrief von Raiffeisen. Die App kann aber sofort genutzt werden.

Geld senden & anfordern zwischen Helfern und Hilfesuchenden an der Haustüre

Die Funktionen Geld «Senden & anfordern» ist so simpel zu bedienen wie eine SMS zu schreiben. Dazu ist lediglich der gewünschte Betrag auf der Twint-App einzutippen, die Mobile-Nummer des Gegenübers anzugeben und den «Geld senden» oder «Geld anfordern» Knopf zu drücken. Das Geld wird direkt vom Sender auf das Konto des Empfängers überwiesen und jede Überweisung ist im Zahlungsarchiv unter «Bewegungen» einsehbar.

Tipps um Betrugsversuche zu verhindern und die Hygiene einzuhalten

  • Übergeben Sie als Hilfe suchende Person das Geld nicht im Vorfeld, sondern begleichen Sie die Zahlung immer erst bei der Übergabe der Einkäufe.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Übergabe von unhygienischem Bargeld. Dieses müssen Sie zudem auch am Bancomat besorgen und zu Hause aufbewahren. Nutzen Sie wenn immer möglich TWINT.
  • Falls nur Bargeld für die Bezahlung möglich ist, so telefonieren Sie mit dem Helfer/der Helferin und vereinbaren Sie nach Möglichkeit, dass Sie den abgezählten Betrag in ein Couvert ins Milchkästli legen. Die über 062 296 46 00 vermittelten Helferkontakte sind hinterlegt. Übergeben Sie nach Möglichkeit keinen unbekannten Personen Bargeld, sondern nutzen Sie wenn immer möglich TWINT.  
  • Lassen Sie keine Helfer ins Haus. Nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern auch zu Ihrer Sicherheit. Helfer von olteneinfach.ch/corona sind angewiesen, die Einkäufe und übrigen Besorgungen an der Haustüre zu deponieren. Dies zum beiderseitigen Schutz vor der Ansteckung mit dem Coronavirus.

Waschen Sie sich zudem bitte vor und nach jeder Übergabe von Waren gründlich die Hände und halten Sie ganz grundsätzlich die Hygieneempfehlungen des Bundes und die Tipps von hilf-jetzt.ch ein.

Stellungnahme zum Zeitungsartikel im Oltner Tagblatt (20.3.20)

Liebe Besuchende

Wir erhalten derzeit einige Rückmeldungen zum folgenden Artikel:

Link zum Artikel

Sowohl der Titel als auch die grundsätzliche Message sind etwas unglücklich herausgekommen. Wir sind derzeit nicht überlastet. Es sind nach wie vor einiges mehr an Hilfsangeboten gegenüber Hilfsgesuchen vorhanden.

Merci für die Kenntnisnahme.
Bleibt zuhause, bleibt gesund.

Oltner Gewerbebetriebe mit Hauslieferung, regulär geöffnete Geschäfte und klassische Restaurants mit Take-Away-Angeboten

Lieferservices von Lebensmitteln an die Haustüre wegen Coronavirus. Oltner Gewerbe baut Services für Kunden aus.

Verschiedene Oltner Gewerbebetriebe haben wegen Corona begonnen, einen Hauslieferservice anzubieten. So werden in Zusammenarbeit mit dem Velo-Lieferdienst Collectors auch Lebensmittel an ältere Menschen oder Personen aus Risikogruppen als Bestellung geliefert und das Inkasso erfolgt gleich an der Haustür.

Lebensmittelgeschäfte mit Heimlieferung durch Collectors

Mit Service von telefonischer Bestellung und Inkasso an der Haustüre.

  • Marktecke Hauptgasse, Bestellung per E-Mail info@marktecke.ch
  • Quartierladen Kleinholz, Tel 062 213 83 81
  • Denner Satelit, Feldstrasse Tel 062 296 09 12
  • Chäs Bueb, Kirchgasse Tel. 062 212 47 90

Collectors liefert die Lebensmittel (pro 2 Taschen) für CHF 10.- aus und kassiert den Betrag der Lebensmittel gleich auch an der Haustüre ein. Wie Collectors festhält, werden die Fahrer streng auf Hygienemassnahmen geschult und desinfizieren sich die Hände nach jedem Auftrag. Die Warenlieferung wird für Olten, Trimbach sowie Starrkirch-Wil angeboten.

Aktuteller Flyer von Collectors mit Hauslieferung und Inkasso an der Haustüre zum Download und Verteilen


Oltner Gewerbebetriebe die regulär geöffnet sind

  • Bäckerei-Konditorei Felber, Solothurnerstrasse 4, 062 212 67 67
  • Hammer-Metzg, Stationsstrasse 28, 062 212 20 04
  • Pino der andere Beck, Hauptgasse 33, 062 212 94 34
  • VeloWerkOlten, Römerstrasse 18, 062 212 00 02
    Nur Reparaturen, kein Verkauf

Klassische Oltner Restaurants die „über die Gasse“
Take-away anbieten

  • Restaurant Rathskeller, Klosterplatz 5, 062 212 21 60
    11-14 Uhr und 16-20 Uhr
  • Restaurant La Carbonara, Martin-Disteli-Str. 2, 062 296 35 00
    11.30-14.00 Uhr und 17.30-21.00 Uhr

Kostenlose Heimlieferungen

Auch weitere geschlossene Ladengeschäfte liefern nach Hause.

  • Buchhandlung Schreiber, 062 205 00 00, steht für telefonische Bestellungen zur Verfügung und liefert kostenlos per Post.


Weitere Adressen von Lieferservices durch Gewerbebetriebe werden hier gerne via „Kontakt“ oder info@olteneinfach.ch ergänzt. Bitte unterstützen Sie die Bemühungen des Bundesamts für Gesundheit, den persönlichen und direkten Kontakt mit Mitmenschen auf ein Minimum zu reduzieren. Insbesondere, wenn Sie zu Risikogruppen gehören.

Oltner Kinderhort und Kinderkrippen müssen schliessen

Oltner Kinderkrippen und Hort nur noch für Notfälle zugänglich.

Wie die Staatskanzlei des Kantons Solothurn heute mitteilt, müssen sämtliche Kinderhorte und Kinderkrippen im Kanton ihr Betreuungsangebot einstellen. Dies betrifft auch Spielgruppen. Sämtliche Massnahmen dienen der Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus.

Zum Schutz einer zu raschen Verbreitung des Coronavirus hat das Departement des Innern hat beschlossen, den Schutz vor schneller Ausbreitung des Coronavirus zu verstärken und die bereits getroffenen Massnahmen auf Kindertagesstätten, Horte und Spielgruppen auszuweiten, um den Schutz vor einer schnellen Ausbreitung zu verstärken.

Kinderkrippen stellen ab 17. März ordentlichen Betrieb ein

Kindertagesstätten und Horte haben damit den ordentlichen Betrieb ab Dienstag, den 17. März 2020 einzustellen. Diese Massnahme gilt vorerst bis und mit 19. April 2020 (Ende der Frühlingsferien). Sie sind jedoch gebeten, für Erziehungsberechtigte, die in Gesundheitsberufen arbeiten oder zwingende Arbeitsverpflichtungen haben und nicht in der Lage sind, eine alternative Kinderbetreuung zu organisieren, ein Notangebot aufrecht zu erhalten. Zugang sollen auch Eltern haben, denen eine Betreuung ausschliesslich durch Grosseltern möglich ist.

Betreuung in Spielgruppen komplett untersagt

Der Betrieb von Spielgruppen wird vollständig untersagt. Nicht betroffen von der Einschränkung sind hingegen Tagesfamilien. Diese sind jedoch gehalten, nur so viele Kinder zu betreuen, dass zusammen mit den eigenen nicht mehr als 5 Kinder zu beaufsichtigen sind. Sie haben zudem erhöhte Präventions- und Vorsorgemassnahmen einzuhalten.

Das Departement des Innern ist sich bewusst, dass nicht nur Eltern durch diese Massnahme vor schwierige Herausforderungen gestellt werden, sondern auch die Trägerschaften der Kindertagesstätten und Horte. Das Amt für soziale Sicherheit bietet deshalb ab Montag eine Beratung für die Institutionen an.

Quelle: https://so.ch/staatskanzlei/medien/medienmitteilung/news/kindertagesstaetten-horte-und-spielgruppen-muessen-den-regulaeren-betrieb-einstellen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa7ffa01dcbf9fa59cb8e11e331030e3

Olten und das Coronavirus

Digitale Vernetzung in Zeiten des Coronavirus für den Austausch in Olten.

Die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen haben einschneidende Konsequenzen auf das soziale Zusammenleben. Auch in der Stadt Olten. Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt besonders gefährdeten Menschen, Orte mit vielen anderen Personen möglichst zu meiden.

Verschiedene private Initiativen in Olten sind am Anlaufen, damit auch in unserer Stadt ältere Menschen oder vom Virus betroffene Personen unterstützt werden können, z.B. Einkäufe erledigen, Medikamente besorgen, andere Tätigkeiten in der Öffentlichkeit auszuführen. Wichtig dabei ist die Vernetzung. Folgende Gruppen stehen aktuell in Olten zur Verfügung.

Auch der olteneinfach.ch Bürgerblog steht allen Oltnerinnen und Oltnern als Informations- oder Publikationskanal offen. Über olteneinfach.ch können sehr schnell und unkompliziert entsprechende Meldungen versendet werden.

Olten als Teil der Aktion „Hilf-jetzt“
Die hier erstellten Informationen und Links sind ebenfalls auf https://www.hilf-jetzt.ch/ abrufbar. Dort finden sich auch Links auf weitere Gruppen, welche sich in der ganzen Schweiz gegründet haben.

Wichtig: Es handelt sich hier um rein private Initiativen und diese ersetzen nicht die offiziellen Anordnungen des BAG oder der Stadt Olten!

Die Jungen haben aufgeholt. Wo stehen wir Alten?

Bessere Vertretung der über 65-Jährigen im Gemeindeparlament.

Olten ist die Stadt der jungen Erwachsenen. Ein gutes Drittel (genau 34,1 %) seiner Bevölkerung war Ende 2018 20- bis 39-jährig. Im Durchschnitt zählt diese Altersgruppe im Kanton Solothurn 25,6 % der Einwohnerinnen und Einwohner; in Trimbach sind es 29,3, in Wangen 25,7 und in Starrkirch-Wil 20,4 %.

Eugen Kiener

Auch in der städtischen Politik sind die jungen Frauen und Männer stark vertreten. Bei den letzten Wahlen 2017 machten sie einen gewaltigen Sprung nach vorn. Im Oltner Gemeindeparlament besetzen sie jetzt so viele Sitze, wie es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Die Fraktion der Jungen hat seither einige Parlamentsentscheide stark beeinflusst. Das ist gut so.

Nachdem ich seit Januar zu den AHV-Rentnern zähle, frage ich mich: Wie gut sind wir Alten in der Oltner Politik vertreten? Zu wenig, ist meine klare Antwort. Der Anteil von uns über 65-jährigen an der städtischen Bevölkerung liegt bei 18,4 %. Im vierzigköpfigen Parlament belegen wir aber nur vier Sitze; mehr als 70 Jahre alt ist keine Parlamentarierin und kein Parlamentarier.

Bei der Betreuung von Grosskindern und Pflegebedürftigen setzen Seniorinnen und Senioren viel Zeit und Herzblut ein. Als Vorsitzende, Kassiers, Aktuarinnen oder als freiwillige Helfer bilden sie das Rückgrat zahlreicher Organisationen und Vereine. Sie zahlen tüchtig Steuern und beleben als Konsumierende die Wirtschaft. Viele Ältere sind äusserst aktive Elemente unserer Stadt.

Wer heute 65 wird, hat noch eine Lebenserwartung von gut 20 Jahren. Sollen wir Älteren in diesen zwei Jahrzehnten einfach aufs Maul sitzen? Betreffen die politischen Entscheide uns nicht mehr?

Ich habe mich entschlossen, nächstes Jahr, bei den städtischen Wahlen ein drittes Mal anzutreten und hoffe, dass noch einige andere über 65-Jährige fürs Parlament kandidieren werden. Denn wir sind zwar alt, gehören aber noch lange nicht zum alten Eisen.

Eugen Kiener, SP Olten

Dreifachhalle statt Stadttheater?

Schulhaus Kleinholz Olten: „Als Einwohner und Parlamentarier ärgert mich solch grobfahrlässige Zahlenakrobatik.“

Urs Knapp – Das Oltner Parlament musste Anfang 2018 entscheiden: soll die neue Schule im Kleinholz das Hübelischulhaus ergänzen oder ersetzen? Das Parlament strich die lebendige Schule aus der Innenstadt. Ein Grund waren die Kosten eines Doppelstandorts Hübeli/Kleinholz.

Das Schulhaus Kleinholz sei für 10,05 Mio. Franken zu haben, versprach damals die Regierung. Stadträtin Iris Schelbert nannte die neue Kanti in Wohlen als Vorbild: «Sie haben 6,5 Mio. Franken für eine Holzelementbauweise bezahlt, ökologisch, sauber, schön, angenehm, 6,5 Mio.»

Acht Monate später tönt es anders: das «Kleinholz» soll nicht 6,5 Mio. oder 10,05 Mio. kosten, sondern satte 19 Mio. «Wir waren halt im Sparmodus», meinte Iris Schelbert. Wie zum Beweis, dass sie das nicht mehr ist, kündigt der Stadtrat noch eine Dreifachhalle neben der bestehenden Dreifach-Stadthalle an, für 10,2 Mio.

Schulhaus Projekt Kleinholz Olten
Schulhaus Projekt Kleinholz Olten

Vor zwei Wochen gab es die jüngste Kostenschätzung: das Schulhaus ist jetzt bei 23,2 Mio. und die neuen Hallen bei 11,4 Mio. Beides könne aber, so der Stadtrat, noch 20% teurer werden.

Als Einwohner und Parlamentarier ärgert mich solch grobfahrlässige Zahlenakrobatik. Trotzdem werde ich für ein Schulhaus im Kleinholz stimmen. Das Quartier braucht eine eigene Schule. Olten zahlt dafür aber einen hohen Preis: Wegen der angespannten Finanzlage sind die Mehrkosten bei anderen Investitionen einzusparen.

Dieses Sparprogramm fällt viel schärfer aus, wenn zur bestehenden Stadthalle eine neue Dreifachhalle gebaut wird. Zum Bedarf sagt der Stadtrat offen: «Die Stadthalle als Dreifachhalle bietet grundsätzlich im Primarschulbereich die nötige Kapazität für den Schulbetrieb im Kleinholz.»

11,4 Mio. für eine neue Dreifachhalle, die es für die Schule nicht braucht? Ich erwarte Klartext vom Stadtrat: Ich will wissen, welche anderen Investitionen dafür geopfert werden müssen. Etwa die dringende Sanierung des Stadttheaters?

Urs Knapp, Fraktionspräsident FDP