Bewohner haben Nase voll wegen Untätigkeit im Säliquartier

Unterschriftensammlung für Begegnungszone.

Mit der Einführung der ERO Olten wurde den Bewohnern des Säliquartiers versprochen, durch regelmässige Kontrollen gegen illegale Quartierquerungen ortsfremder Automobilisten vorzugehen. Nach der gefühlt wahrgenommenen Untätigkeit der Polizei des Kantons Solothurn wird nun auf politischer Ebene eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h gefordert. Anwohner lancieren eine Unterschriftensammlung. Unterschriftenbögen können heruntergeladen und unterzeichnet werden.

Im Gegensatz zu den Bewohnern eines Quartiers, wollen ortsfremde Automobilisten dieses möglichst schnell durchqueren. Sicherheitsrelevante Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung sind im Oltner Säliquartier an der Tagesordnung. Die Anwohner leiden unter illegalen Querungen ihrer Quartierstrassen von meist ortsfremden Automobilisten. Autofahrer umfahren in Stosszeiten die überlastete Hauptachse am Postplatz und fahren zügig durchs Säliquartier.

Es ist zu einem überwiegenden Teil der Untätigkeit der Polizei des Kantons Solothurn und der Verwaltung geschuldet, dass die Anwohner nun eine Unterschriftensammlung lancieren und eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h fordern. Viele Kinder und Velofahrende bewegen sich auf diesen Quartierstrassen und werden regelmässig durch zu schnell oder rücksichtslos fahrende Autos gefährdet. Den Anwohnern ist der Kragen geplatzt.

Anwohner fordern Verlangsamung des Verkehrs

Zum Schutz der Bevölkerung werden ab sofort Unterschriften für eine Begegnungszone mit Tempo 20km/h im Säliquartier gefordert. Der Verkehr in den quer verlaufenden Strassenzügen soll verlangsamt werden. Bei Tempo 20km/h wären zudem in der neu geplanten Begegnungszone die Fussgänger vortrittsberechtigt.

Tempomessung Sälistrasse Olten

Statt im Stadthaus selbst aktiv zu werden und mit der Polizei verbindliche Kontrollmassnahmen zum Schutz der Quartierbewohner zu definieren, werden nun von den Anwohnerinnen und Anwohnern im Säliquartier Unterschriften gesammelt, weil die Bewohner von der Untätigkeit der Verwaltung die Nase voll haben.

Gemeinsam mit Gemeinderat Ruedi Moor (SP), wurde von Quartierbewohnern ein Volksauftrag für die Einführung einer Begegnungszone im Säliquartier definiert.

Seit Jahren Ausreden der Verantwortlichen

Kontrollen im Quartier seien viel zu aufwendig und personalintensiv, weil juristisch eine Durchfahrt lückenlos nachgewiesen werden müsse, so die Standardbegründung der Verwaltung, um nicht auf ein existierendes Problem der Bevölkerung reagieren zu müssen.

So bleiben auch die anfänglich von der Polizei zur Eröffnung der Umfahrung ERO Olten durchgeführten Kontrollen im Säliquartier aus. Heute fährt wer will, unbekümmert quer durch diese Anwohnerzone. Wegen ausbleibender Kontrollen durch die Polizei hat dabei auch niemand etwas zu befürchten.

Anfängliche Verkehrskontrollen 2013 anlässlich Eröffnung ERO Olten

Unterschriftenbogen zum Download

Der Unterschriftenbogen kann auf olteneinfach.ch heruntergeladen und im Anschluss an eine erstunterzeichnende Person retourniert werden. Je mehr Unterschriften zusammenkommen, desto stärker der Druck auf die Verantwortlichen, auf die Missstände im Säliquartier endlich zu reagieren. Alle Oltnerinnen und Oltner können Anwohner des Säliquartiers mit ihrer Unterschrift bei der Bestrebung nach einer Lösung unterstützen.

Autor: Christian Ginsig

In Olten zuhause aber gerne unterwegs. Digital is the future.

2 Kommentare zu „Bewohner haben Nase voll wegen Untätigkeit im Säliquartier“

  1. Finde ich gut. Aber: Mit dem „Wilerweg“ werden zwei Wohnquartiere getrennt. Entlang dieser Strasse (Weg ist ein Euphemismus für diese 50-er Strasse) gibt es an manchen Stellen keine sicheren Übergänge für Fussgänger. Auf dieser Strasse wäre Tempo 30 sicher angesagt. Wieso wird diese „heilige Kuh“ nicht gleich mitgenommen in der Petition?

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  2. Hallo,

    Ich habe heute diese Seite gefunden und möchte gern erkundigen wie es mit der Petition lief. Dank Corona arbeite ich zu Hause an der Gartenstrasse und der Verkehr ist unerträglich. Erstens die Anzahl Autos die sicher nicht da gehöhren und auch die Geschwindigkeit mit welcher die unterwegs sind. 90% überschreiten ganz klar die 30 km/h. Ich habe gestern mit der Polizei geredet und gemäss Aussage führen die regelmässige Kontrollen durch. Bin seit 5 Jahre hier und wurde bis jetzt kein einzes Mal kontrolliert. Ich habe auch nie einen Blitzkasten gesehen.

    Frage an Ihnen – was können wir machen um die Situation zu ändern? Wenn Gartenstrasse teilweise Einbahnstrasse wäre, würden bestimmt vielen einen anderen Weg suchen. Natürlich werden während einer Übergangsphase andere Strassen häufiger gefahren. Wenn es so kompliziert wird wie in Hottinger-Quartier in Zürich, geben die Autofahrer irgendwann auf und fahren rund um. Das ist ja genau was wir uns wünschen,

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