Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter II

Enorme Einsatzbereitschaft der Helferinnen und Helfer.

(Stand, 4. April 2020) Die Oltner Nachbarschaftshilfe hat sich gut eingespielt. Acht bis zehn Hilfestellungen werden aktuell täglich vermittelt. Gegenüber der Vorwoche zwar ein Rückgang, dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass viele Hilfsangebote nach dem ersten Kontakt bilateral abgewickelt werden. Neue Services sind am entstehen und wir dürfen nicht vergessen, dass wir erst am Anfang der Corona-Krise stehen.  

Hilfestellungen über die zentrale Hotline haben sich gut eingependelt. Waren zu Beginn vor allem Hilfe rund um Lebensmittel das Thema, kommen neue Fragestellungen hinzu. So geht es auch um Umzugshilfen oder andere schwierige Fragestellungen welche über olteneinfach.ch/corona oder die Hotline eingehen.

Die Corona-Krise dauert erst drei Wochen und es ist davon auszugehen, dass wir uns noch über mehrere Wochen organisieren müssen. Acht bis zehn Hilfestellungen werden aktuell täglich vermittelt. 

Enorme Einsatzbereitschaft der Helferinnen und Helfer

Ein grosses Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern in den verschiedenen Whatsapp-Quartierchats, welche die eingehenden Anfragen nach wie vor mit sehr hoher Qualität und Einsatzbereitschaft abwickeln. Die Gemeinde Trimbach ist nun ebenfalls offizieller Teil der Nachbarschaftshilfe-Struktur und die Trimbacher Exekutive unterstützt das Projekt aktiv. Aktuelle Quartierchats und Teilnehmende:

  • Bannfeld (49) 
  • Frohheim (82)
  • Säli (138)
  • Bifang (108)
  • Hübeli (33)
  • Kleinholz (62)
  • Trimbach neu (52)

Auch über das gesamte Gemeindegebiet von Starrkirch-Wil wurden Nachbarschaftshilfe-Flyer verteilt. Die Nachfrage dort ist allerdings noch sehr bescheiden.

Appell an Risikogruppen zu Hause zu bleiben

Pro Senectute Solothurn hat in ihrer letzten Mitgliederinfo die Nachbarschaftshilfe von Olten aktiv erwähnt. Die Gesundheit der Risikogruppen hat oberste Priorität und es ist besser, wenn sich Senioren und Senioren auf einem Waldspaziergang bewegen, als sich durch Einkäufe in Läden oder Shopping-Centern einem unnötigen Infektionsrisiko aussetzen. Hilfe zu beanspruchen ist richtig und wichtig. Dafür ist die Nachbarschaftshilfe www.olteneinfach.ch/corona da!

Neue Services in Zeiten von Corona

Da mehr Geschäfte an der Haustür abgewickelt werden, bleibt das Bezahlen aus sicherer Distanz an der Haustür entscheidend. Wer TWINT auf seinem Smartphone installieren kann, soll dies bitte tun. 

Weiter bietet Coop für Seniorinnen und Senioren einen neuen Hauslieferservice unter https://www.coop.ch/de/unternehmen/heimlieferdienst.htm an. Die Bestellung der Grundnahrungsmittel erfolgt via PDF-Bestellung oder telefonisch und Coop schickt eine Rechnung. 

Der Oltner Lieferservice www.collectors-olten.ch baut das Liefernetz an Oltner Gewerbebetrieben ebenfalls laufend aus. Ab Montag kann zum Beispiel auch das Mittag- oder Nachtessen ab Restaurant Aarhof bestellt werden. Die Bestellung und Bezahlung erfolgt telefonisch direkt über das Restaurant, die Lieferpauschale von CHF 6,50 wird in der Rechnung ebenfalls integriert. Bezahlen kann man im Restaurant Aarhof ebenfalls mit TWINT. 

Feedback und Kontakt erwünscht

Die Corona-Nachbarschaftshilfe von Olten ist jederzeit auch per E-Mail unter  corona@olteneinfach.ch erreichbar. Wir versuchen schrittweise alle Fragen zu klären und auch auf neue Entwicklungen situativ zu reagieren.  

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig

Corona Nachbarschaftshilfe Olten: Wochennewsletter I

Aktuelle Infos zum Stand des Corona-Nachbarschaftshilfeprojekts in Olten.

(Stand, 27. März 2020) Corona bringt einschneidende Veränderungen in den Lebensalltag mit sich. Die Zahl der Corona-Infektionen nimmt exponentiell zu und es ist eine Frage der Zeit, bis sich vermehrt Familien in Olten isolieren müssen und die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle zunehmen. Zwischenzeitlich haben sich über olteneinfach.ch/corona rund 150 Helferinnen und Helfer gemeldet. Deren Adressen sind hinterlegt. 900 Personen sind in der Oltner Facebook-Gruppe vernetzt. 

Auch die Hotline verzeichnet täglich steigende Anrufzahlen. Wurde die Hotline von Montag bis Mittwoch täglich rund 30 Mal kontaktiert, wuchs das Volumen am Donnerstag und Freitag auf täglich 40 Telefonate an. Viele Oltnerinnen und Oltner sind derzeit gesund, wollen sich aber primär jetzt erkundigen, wie im Ereignisfall etwas bestellt werden kann.

Gleichzeitig konnten aber bereits zahlreiche Hilfsaufträge in die verschiedenen Quartiere weitergegeben werden. Die Oltner WhatsApp-Quartierchats umfassen aktuell jeweils (Anzahl Personen):

Bannfeld (44) 
Frohheim (81)
Säli (134)
Bifang (95)
Hübeli (33)
Kleinholz (64)

Vielen Dank für das rege Interesse, die Vernetzung und auch den Helferinnen und Helfern herzlichen für ihre ersten Einsätze! Die “Gruppenleiter/innen” der Quartierchats beobachten die jeweiligen Gruppen und geben wo notwendig auch Infos ans Kernteam weiter. 

Flyerverteilung in Olten weitgehend abgeschlossen

Es ist davon auszugehen, dass wir noch einen langen Schnauf benötigen und das Engagement ist über einige Wochen hinweg notwendig, bevor wir wieder in den gewohnten Alltag übergehen können. Nachbarschaftshilfe-Flyer wurden dazu fast flächendeckend in Briefkästen der Stadt Olten verteilt oder an Hauseingänge geklebt. Wer noch Handzettel benötigt, findet auf olteneinfach.ch/corona die Vorlage zum Ausdrucken. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön all jenen Oltnerinnen und Oltner, die zum Teil mehrere Hundert Handzettel gedruckt und auch zur Verteilung weitergegeben haben! 

Hilf-jetzt.ch in unserer Region

Schweizweit haben sich rund 850 lokale Initiativen gebildet. Sowohl in Wangen bei Olten als auch in Trimbach engagiert sich die Gemeindeverwaltung aktiv in der Nachbarschaftshilfe. Absprachen mit dem Gemeindepräsidenten von Trimbach als auch dem Gemeinderat Wangen bei Olten sind erfolgt. Die Exekutive engagiert sich in diesen beiden Nachbargemeinden aktiv. Ebenso hat sich in Winznau eine eigene Initiative gebildet. Der Stadtrat von Olten hat angeboten, für die Corona Nachbarschaftshilfe Olten Flyer zu kopieren.

Aufgrund des enormen Tempos erfolgte diese Zusage leider etwas spät, weshalb die Handzettel über private Initiativen dezentral gedruckt wurden. Die Verteilung über das gesamte Stadtgebiet ist mittlerweile weitgehend abgeschlossen. An dieser Stelle an Stadtverwaltung trotzdem der Dank für das mögliche Angebot zum Druck von Handzetteln. 

Rolle von Collectors für das Projekt Corona Nachbarschaftshilfe Olten

Um auch für ältere Menschen ohne WhatsApp und Smartphone den Zugang zur Corona Nachbarschaftshilfe Olten zu ermöglichen, hat uns Collectors ihre Hotline unter 062 296 46 00 zur Verfügung gestellt. Eingehende Anfragen von hilfesuchenden Menschen werden von Collectors aufgenommen und in die verschiedenen Oltner Quartierchats weitergeleitet. In diese WhatsApp-Gruppen werden aus Gründen des Datenschutzes nur Nachname/Strasse der hilfesuchenden Person gepostet. Details wie Hausnummer oder sonstige Angaben werden nur jener hilfeleistenden Person mitgeteilt, die den Auftrag übernimmt.  

Collectors als Sozialprojekt bietet zudem seine Dienste als Fahrdienst auch kommerziell an. Dieses Engagement erfolgt ausserhalb des Projekts “Corona Nachbarschaftshilfe Olten”. Unter https://collectors-olten.ch können diese Angebote wie zum Beispiel Jahresabos für Liefer- und Entsorgungsservices eingesehen werden. 

Migros am Start mit Pro Senectute

Die Migros startet mit Pro Senectute derzeit überregional eine neue Möglichkeit zur Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenlosen Heimlieferservice für Lebensmittel für Risikogruppen an. Bestellt werden kann unter https://www.amigos.ch/de/produkte-bern/ und Helfer benötigen eine App auf ihrem Handy.

Die Grundhaltung des Oltner Nachbarschaftsprojekts zum Engagement der Migros: Jedes Projekt der Nachbarschaftshilfe ist sinnvoll, auch der direkte Kontakt mit den Nachbarn von nebenan. Entscheidend ist,  dass Hilfestellungen angeboten und vor allem gewissenhaft und zeitnah ausgeführt werden. Beim Nachbarschaftsprojekt in Olten ist dies derzeit der Fall. 

Gewerbe Olten

Das Oltner Gewerbe kann sich mit seinen Dienstleistungen weiterhin unter olteneinfach.ch/gewerbe eintragen lassen. Dort werden diese Informationen laufend nachgetragen.  

Kontinuierliche Infos – Rückmeldungen erwünscht

Wir versuchen, ab sofort wöchentlich über den aktuellen Stand des Oltner Nachbarschaftshilfe-Projekts zu informieren. Habt ihr Fragen oder Wünsche, dann meldet euch per WhatsApp bei euren “Gruppenleiter/innen” im Quartierchat oder schreibt eine Nachricht an corona@olteneinfach.ch und wir werden die gestellten Fragen kontinuierlich beantworten. Dazu trifft sich das Kernteam aktuell alle zwei Tage virtuell, bespricht sämtliche Anliegen und informiert wieder laufend. 

Bleibt gesund und danke für eure Unterstützung! 

Im Namen des Kernteams

Isabel Merlo
Max Huber
Rico Plüss
Tobi Vega
Christian Ginsig

Ein Kinderkochkurs auf Abwegen

Da sitzen wir so am Street Food Festival in Olten und sind gemütlich beim „Schnausen“, als eine jüngere Frau uns ein paar handgedruckte Zettel auf den Tisch legt. „Kochkurs für Kinder“ steht auf dem kleinen Zettel. Keine Handynummer, keine E-Mail, ganz einfach nur noch eine Internetadresse. Sympathisch aber umständlich denke ich mir, die ganze Information noch auszudrucken und von Hand zu verteilen. Wäre doch ganz einfach über olteneinfach.ch zu erledigen. So von digital zu digital. 

Hinter dem Aufruf zum Kinderkochkurs stehen zwei junge Mütter. Die haben keine Mühe gescheut, sich eine eigene Internet- und sogar Facebook Seite für eine gesunde Ernährung für Kinder zu bauen und wollen mit saisonalen und biologischen Zutaten die Kinder dazu motivieren, gleich selber Hand anzulegen und mitzukochen. Ein so tolles Engagement verdient einen kurzen Blogbeitrag und die beiden Mütter würden sich über einen digitalen Besuch auf ihrer Internetseite Kochkurs für Kinder sicher freuen.

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Die statistisch gefährlichsten Strassen der Stadt Olten

Wo ereignen sich in der Stadt Olten die meisten Unfälle?  Im ersten Halbjahr 2016 kamen auf Schweizer Strassen 85 Menschen ums Leben, 32 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie aber steht es um die Sicherheit auf Oltens Strassen? Als Problemzonen entpuppen sich nach den Daten des Bundesamts für Strassen (Astra) vor allem die Zufahrtsstrassen aus Dulliken, Trimbach und Aarburg. So ereigneten sich unter anderem vor dem „Violetten Haus“ am Ortseingang von Aarburg her viele Auffahrunfälle. Aber auch die Umfahrung ERO Olten sorgt für Blechschäden. Sowohl im Bereich der Usego und der Einmündung auf die Umfahrung aus Richtung Wangen, als auch auf dem Salikreisel auf der rechten Stadtseite ereigneten sich überdurchschnittlich viele Kollisionen.

Mehrere Fussgängerunfälle beim Sälikreisel
Nicht nur das Einbiegen in den Sälikreisel überfordert die Autofahrer, auch der Abfluss zum Fussgängerübergang gleich nach dem Kreisel in Richtung Postplatz ist gefährlich. Gleich mehrere Fussgänger wurden beim Überqueren an dieser Stelle verletzt. Die virtuelle Unfallkarte des Astra zeigt eindrücklich auf, wo die Verkehrsteilnehmer in Olten überfordert sind.

Gefahrenzone Bahnhofplatz
Gleich mehrere Unfälle auch mit Leichtverletzten ereigneten sich vor dem Bahnhofplatz bei der Abzweigung in Richtung Gösgerstrasse und im Bereich der Aarebrücke auch Auffahrunfälle.

Quartierkreuzungen mit erheblichem Gefahrenpotential
Als äusserst gefährlich entpuppt sich der beim Vögelipark gelegene Minikreisel Gartenstrasse zur Feldstrasse mit mehreren Unfällen und teils auch verletzten Personen. Nur wenige Meter weiter, an der Strassenkreuzung Wilerweg beim Ladengeschäft Velo Reber, ereigneten sich gleich mehrere Unfälle, zum Teil auch mit verletzten Personen. Die Quartiere Hardegg und Schöngrund blieben von Verkehrsunfällen bisher weitgehend verschont.

Untertunnelung ERO bis Dulliken wäre sinnvoll
Schon fast erschreckend sind die Unfallkennzahlen für die Aarauerstrasse in Richtung Dulliken. Beinahe bei jeder Strassenquerung sind Abbiegeunfälle zu verzeichnen. Vom Postplatz übers Bifang bis hin zum Friedhof Meisenhard. Zudem, dies ist viel tragischer, wurden beinahe an jedem Fussgängerstreifen der Aarauerstrasse Passanten verletzt, einzige Ausnahme die Querung beim Joggibrunnen. Die Unfallstatistik würde nicht nur längerfristig für eine Untertunnelung und damit für eine Verlängerung der ERO bis nach Dulliken sprechen, auch müsste sofort Rechtsvortritt auf Stadtgebiet und damit eine Verlangsamung des gesamten Autoverkehrs auf der Aarauerstrasse eingeführt werden, um die Oltner Bevölkerung vor noch mehr Unfällen zu schützen. Der Ampelwald auf diesem Abschnitt scheint dafür nicht die richtige Lösung zu sein. Die aktuelle Unfallkarte des Astra spricht eine deutliche Sprache.

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Warum man in Olten immer mit Waze herumfahren sollte

Die sich von Trimbach oder Aarburg in den Abendstunden nach Olten wälzende Blechlawinie an Autos nimmt teilweise beängstigende Formen an. Wie gut wäre es da, wenn man zu Hause die exakte Ankunftszeit kenne würde. Mit der für Andorid und iPhone Smartphones entwickelten kostenlosen Navigationssoftware von http://www.waze.com, macht Autofahren gleich wieder etwas mehr Spass, denn jeder Nutzer sendet seine Verkehrsdaten in anonymisierter Form an einen zentralen Server und dieser berechnet für alle anderen Wazer bei Stau gleich die optimale Ausweichroute.

Einfach ausgedrückt, jeder Oltner der auch nur passiv im Auto  die Waze App auf seinem Smartphone mitlaufen lässt, hilft allen anderen Nutzern, dass diese einen Stau umfahren und die optimalste Route nach Hause finden. Je mehr Nutzer die App auch auf kurzen Strecken mitlaufen lassen, desto präzisier sind die Verkehrsprognosen und Verkehrsinformationen, denn mit Waze kann man auch auf einfachste Weise Unfälle oder Baustellen über die App melden.

Ebenso sind Radarfallen und Polizeikontrollen oder Pannenfahrzeuge sichtbar, denn sobald ein Nutzer einen Hinweis absetzt, erhalten alle übrigen Wazer diese Info übermittelt. Das Prinzip heisst Social Routing und das ursprünglich keine Startup-Unternehmen wurde aufgrund seines Erfolgs zwischenzeitlich durch Google geschluckt.

In Waze sind auch viele Oltner Geschäfte hinterlegt, die einfach via Suche angesteuert werden können. Das mühsame Eintippen von Strasse und Hausnummer entfällt. Schön wäre es, wenn auch jeder Oltner Taxifahrer die App verwenden würde, denn diese Profis auf Oltner Strassen sind nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten unterwegs. Die voraussichtliche Ankunftszeit lässt sich übrigens von der App problemlos auch an andere Nutzer senden. Karten lassen sich umgehend editieren und Nutzer von Waze haben zudem die Möglichkeit, Verkehrsströme anhand von Karten zu analysieren.